Monatsarchive: April 2012

Biberachs OB Fettback kündigt Rücktritt an

Grund sind unüberbrückbare Differenzen mit dem Gemeinderat

SZ -Gerd Mägerle

Biberach Biberachs SPD-Oberbürgermeister Thomas Fettback hat am Freitagmorgen seinen Rücktritt zum nächstmöglichen Zeitpunkt angekündigt. Als Grund gibt er in einer kurzen Presseerklärung, unüberbrückbare Differenzen mit dem Gemeinderat an, die sich in der Sitzung am Donnerstagabend auch öffentlich offenbart hätten. Mit dieser Ankündigung wolle er dazu beitragen, dass das „unwürdige Trauerspiel“ beendet werde, wie die SZ es in ihrer Printausgabe am Freitag richtig kommentiert habe, so der OB.

„Dieser Schritt erfolgt aber auch aus meiner Verantwortung gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung und nicht zuletzt gegenüber meiner Familie“, schreibt Fettback weiter. „In der Rückschau auf die vergangenen 18 Jahre konnte viel, sehr viel Gutes erreicht werden. Ich danke allen, die sich daran nicht nur konstruktiv beteiligt, sondern dies oft auch erst ermöglicht haben“, endet das Schreiben.  EIL – Fettback tritt zurück

Fettback war im Februar 2010 mit überwältigender Mehrheit in seine dritte Amtszeit gewählt worden. In den vergangenen eineinhalb Jahren gab es wegen unterschiedlicher Themen mehrfach teilweise erbitterte Differenzen zwischen Fettback und vor allem der CDU-Ratsfraktion. Am Donnerstagabend waren diese in einer öffentlichen Ratssitzung erneut zutage getreten. Zuletzt stand der OB auch bei Teilen der Biberacher Bürger in der Kritik, weil er verschärfte Sicherheitsmaßnahmen für die Zeit des Schützenfest angekündigt hatte, die seit Wochen für heftige Diskussionen in der Stadt sorgen

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Geschwindigkeitsmessungen Umgehungsstraße BAD BUCHAU

Geschwindigkeitsmessungen auf der Umgehungsstraße 25.04.2012: BAD BUCHAU –

6 Fahrzeuge zu schnell – ein Fahrverbot Geschwindigkeitsmessungen des Polizeireviers Riedlingen am späten Mittwochabend, ergaben insgesamt 6, teils deutliche Überschreitungen. Die beanstandeten Fahrzeugführer waren bei maximal erlaubten 100 km/h mit Geschwindigkeiten zwischen 126 und 144 km/h unterwegs. Sie alle erwarten nun einen Bußgeldbescheid in unterschiedlicher Höhe. Der Fahrer mit 144 km/h muss seinen Führerschein wohl für mindestens einen Monat abgeben.

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Biberach unterstützt georgische Schulen

Georgische Botschafterin Gabriela von Habsburg besucht die Gebhard-Müller-Schule
Biberach unterstützt georgische Schulen

Biberach unterstützt georgische Schulen

Von Claudia Rummel

Biberach Die Botschafterin von Georgien, Gabriela von Habsburg, ist gestern zu Gast in Biberach gewesen. An der Gebhard-Müller-Schule sprach sie mit Schülern über das Land Georgien und ihre Arbeit als Botschafterin in Deutschland. Mit dabei waren sechs Schüler aus der georgischen Partnerstadt Telawi, die seit dieser Woche zum Austausch in Biberach sind. Sie sind bei Elftklässlern des Wirtschaftsgymnasiums untergebracht. Die deutschen Schüler interessierten sich für das Schulsystem in Georgien. Von Habsburg erzählte, dass die Menschen in Georgien schon immer gut ausgebildet waren, nur oft mit ihrem Studienabschluss nichts anfangen konnten. Es gab keine Arbeit und so waren sie trotz vieler Qualifikationen arm. Auch jetzt streben die meisten Georgier einen Universitätsabschluss an. Nach der Gesamtschule, die alle gemeinsam besuchen, hat jeder Schüler die Chance, auf eine Uni zu gehen. Mit staatlichen Prüfungen können sie sich dafür qualifizieren.

Allerdings fehlen dem Land die Handwerker. Es gibt nur wenige Berufsschulen. Die Biberacher Berufsschulen setzen hier an. Derzeit hospitieren zwei Lehrer einer Berufsschule in Telawi an der Karl-Arnold-Schule in Biberach. Sie sehen, wie die Ausbildung an Schulen in Deutschland funktioniert und bekommen Einblicke in die Werkstätten und Unterrichtsmethoden. Die Sprachbarrieren werden dank der georgischen Austauschschüler überwunden.

Welche Entwicklung Georgien in den vergangenen Jahren durchlebt hat, erzählte Gabriela von Habsburg. Das Land war geprägt von Korruption, es herrschte eine hohe Arbeitslosigkeit, den Menschen ging es schlecht. Die Rosenrevolution veränderte im Jahr 2003 alles. „Die Menschen haben sich zusammengesetzt und überlegt, wie sie ohne Blutvergießen etwas ändern können“, sagte von Habsburg. Mit einer Rose in der Hand marschierten sie zum Parlament.

„Stabile Entwicklung ist wichtig“

Es gab eine große Polizeireform, alle korrupten Verkehrspolizisten wurden entlassen. Außerdem tolerierte das Land keine Gewalt und keine Verbrechen mehr. Die Revolution war erfolgreich. Die Korruption hat sich stark verringert und die Sicherheit ist gestiegen. „In Zukunft ist eine stabile Entwicklung der Demokratie wichtig“, sagte von Habsburg. Das Land sei auf einem guten Weg, aber es gebe noch etwas zu tun. Interessiert waren die Schüler auch am Werdegang von Gabriela von Habsburg, der Tochter des im Vorjahr verstorbenen Otto von Habsburg und somit Enkelin des letzten Kaisers von Österreich, Karl I. Die Österreicherin lebte lange in Bayern und Berlin. Durch ihre Kunst kam sie nach Georgien. Sie stellte in dem Land aus und unterrichtete dort auch Studenten. Mit ihnen zusammen verwirklichte sie ein Rosenrevolutionsdenkmal. Zur Einweihung kam der Präsident und brachte für von Habsburg ein besonderes Geschenk mit: die georgische Staatsbürgerschaft, als Anerkennung für ihre Arbeit in dem Land.

Sie erzählt, sie habe sich in dem Land sofort zu Hause gefühlt. Ihr gefalle die kulturelle Vielfalt und die Gastfreundschaft der Georgier. Damit gab sie den deutschen Schülern gute Aussichten, denn sie werden in drei Wochen ihre Austauschschüler nach Georgien begleiten.

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Biberacher Schützenfest – Maßnahmenkatalog

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Ausbildungsmesse Alleshausen, Freitag 11.Mai

Die Ausbildungsmesse „Arbeit ist Zukunft – informiere dich jetzt!“ findet am Freitag, den 11. Mai 2012, von 11:00 – 18:00 Uhr in Alleshausen statt.

Herr Landrat Dr. Heiko Schmid übernimmt die Schirmherrschaft, unterstützt die Veranstaltung und steht voll und ganz hinter unseren Aktivitäten und Zielen. Darüber hinaus möchte der Landrat Sie motivieren, dieser Einladung zu folgen um gemeinsam mit Ihnen eine starke Region zu präsentieren und die Jugend zu unterstützen.

Der Amitie- Club Alleshausen nimmt sein 40-jähriges Bestehen im Jahr 2012 zum Anlass, auch seiner kulturellen und sozialen Aufgabe gerecht zu werden. Mit der Ausbildungsmesse „Arbeit ist Zukunft – informiere dich jetzt! möchte der Verein die Jugend, insbesondere im ländlichen Raum, unterstützen und eine arbeits- und zukunftssichere Region fördern. Des Weiteren soll diese Ausbildungsmesse dazu dienen, die Jugendlichen und Ausbildungssuchenden zu informieren und Ihnen einen umfassenden Einblick in unterschiedlichste Bereiche der Arbeitswelt zu geben, damit einer erfolgreichen Berufswahl nichts mehr im Wege steht.

Den Jugendlichen sollen Ausbildungsmöglichkeiten, diverses Handwerk und vieles mehr gezeigt werden. In der heutigen Zeit ist Arbeitslosigkeit ein sehr großes Thema und um dies zu verhindern, beziehungsweise zu reduzieren, möchten wir den Berufseinsteigern mit dieser Ausbildungsmesse zeigen, dass Arbeit Spaß macht und es sich lohnt solche zu verrichten. Nur mit Jugendlichen, die ein solches Bild von Arbeit haben, kann das Problem der Arbeitslosigkeit gemindert werden, was im Interesse von uns allen ist, um unsere Region aufrecht zu erhalten, aber auch zu verbessern.
Nicht zu vergessen ist die Zukunft, denn wir, als auch Sie, sind bemüht, dass nachkommenden Berufseinsteigern eine sichere Zukunft gewährleistet ist.

Neben diesen zahlreichen Gedanken gibt es dann aber auch Ziele, die wir uns als Verein gesetzt haben. Wir wollen erreichen, dass das Potential der Berufseinsteiger bei der Erkundung auf der Ausbildungsmesse geweckt wird und somit viele neue qualifizierte Arbeiter ihren Platz in einem Unternehmen finden. Das Thema um den Fachkräftemangel in Deutschland ist momentan sehr intensiv in der Diskussion. Mit unserer Ausbildungsmesse wollen wir diesem entgegenwirken und vorbildlich mit Ihrer Hilfe vorangehen. Ebenfalls sehen wir ein Zusammentreffen zwischen Arbeitgeber und eventuellem Arbeitnehmer als erforderlich, damit die Jugendlichen klare Vorstellungen erhalten, von dem was sie vielleicht einmal erwarten wird.

Das große Ziel ist, dass sich große, mittelständige und kleine Unternehmen zusammen für eine sichere und schöne Region stark machen.

Sinn dieser Ausbildungsmesse soll sein, dass den Jugendlichen vermittelt wird, wie wichtig Arbeit ist und wie wichtig es ist, sich richtig zu entscheiden, um Spaß und Erfolg am Arbeiten zu haben. Zusätzlich soll zum Ausdruck kommen, dass das Spektrum an verschiedenen Tätigkeiten sehr umfassend ist und es einer tiefgründigen Überlegung bedarf, bevor man die Berufswahl trifft.

Wie stellt sich der Verein die Ausbildungsmesse „Arbeit ist Zukunft – informiere dich jetzt!“ vor?
Am Tag der Ausbildungsmesse sollen Sie die Ausbildungsplätze, die Sie in Ihrem Unternehmen anbieten, präsentieren.
Natürlich können Sie die Messe aber auch einfach dazu nützen, um Ihren Betrieb selbst und Ihre jeweiligen Tätigkeitsfelder vorzustellen.

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Bad Buchau, der Stadtstreicher – Kolumne No.72

Thema: Federseemuseum und Weltkulturerbe – Broschüren und Berichte

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Stadtstreicher Nr. 72 ist da.

Federseemuseum und Weltkulturerbe

In der SZ Riedlingen wurde am 12.04.2012 der Bericht: „Museum schärft sein Profil –Unesco-Welterbetitel stellt Federseemuseum vor Chancen – und Herausforderungen“ veröffentlicht. Darin setzt sich der Museumsleiter, Dr. Ralf Baumeister, mit den bevorstehenden Änderungen am Museum selbst wie dessen Darstellungs- und Öffentlichkeitsarbeit auseinander. Er tut dies mit großem Engagement und viel Einfallsreichtum. Er untermauert seine Ideen auch mit bemerkenswerten praktischen Beispielen. „Wir definieren uns nun als Schwerpunktmuseum für die oberschwäbischen Pfahlbauten.“ All diese Visionen hören sich respektabel und vielversprechend an. Auch weiß er, dass das Federseemuseum „in Konkurrenz“ mit dem Pfahlbaumuseum am Bodensee steht, welches über die bloßen Ideen hinausgehend bereits seine praktische offizielle Vermittlerstelle des Unesco –Titels schon eingeleitet hat. Am Bodensee ist man halt etwas schneller in den Startlöchern.

Die Verzögerung liegt aber nicht an Dr. Baumeister und dem Altertumsverein als Betreiber des Museums. Die Gedanken für den angesprochenen Ausbau des Federseemuseum sind nicht mehr ganz neu. Es liegt an der Verwirklichung der Investitionen durch die Stadt Bad Buchau, bei der alles etwas erhabener oder zögerlicher läuft. Da verweist man im Rathaus dann immer auf die drückende Armut der Stadt. Dabei ist es Bad Buchau finanziell selten schon so gut ergangen wie in den letzten Jahren. Überflüssiges Geld hatte man noch nie und doch hat man am Rande aller Möglichkeiten immer noch einen zügigen Weg gefunden, seine Aufgaben zu erfüllen. Verwunderlich ist dem Stadtstreicher allerdings, dass der Museumsleiter anstatt der Bürgermeister sich den Geldhut aufsetzt. Es ist doch nicht vorrangig das Aufgabengebiet eines Archäologen nach Investitionszuschüssen zu graben. So muss man sich fragen, tut er das, weil er sich vom Rathaus diesbezüglich allein gelassen fühlt oder sich laufend vertröstet sieht? Aber vom Rathaus wird doch versichert, dass das Federseemuseum als “Kulturträger Nr. 1“ (Touristisches Entwicklungskonzept 2007) gesehen wird. Ja, Schein und Wirklichkeit! Da fällt einem nur der Ausspruch von Johann Wolfgang von Goethe ein: Es ist nicht genug zu wissen – man muss es auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen – man muss es auch tun.“

Broschüren und Berichte

In Zusammenhang mit den Recherchen um das Federseemuseum hatte ich die Gelegenheit die „Städtische Bibliothek“ etwas zu studieren. Darin habe ich Bände gefunden wie: Stadtmarketing-Konzeption/Lokale Agenda vom Mai 2004, überarbeitet im August 2005, überarbeitet im August 2006, vollständig überarbeitet August bis Oktober 2008 oder das Touristisches Entwicklungskonzept vom August/September 2007 und noch einige andere Broschüren und Berichte. Mehrere100 Blätter dicht beschrieben. Als Bürger kann ich mich düster erinnern, das eine oder andere einmal in der Zeitung gelesen zu haben. Aber den Bürgern öffentlich vorgestellt wurden diese grundlegenden Werke, meist von BM Peter Diesch höchst persönlich verfasst, noch nie. Auch kann man das nicht kaufen oder sonst wie an sie gelangen. Geheim sind diese Bände allerdings auch nicht. So gehen die theoretischen Erkenntnisse unseres Bürgermeisters aus seinen Studienjahren und Fachbüchern völlig an der Bevölkerung im Dämmerlicht nutzlos vorbei. Dabei überschlagen sich die Werke von Ideen und Vorschlägen nur so. Würden alle Wunschträume umgesetzt, wären wir die fortschrittlichste, schönste und erhebendste Stadt weit und breit. Weil das aber nicht so ist (Papier ist geduldig), kann man nur folgern: Bad Buchau ist für solche Erkenntnisse entweder zu klein, doch zu arm oder einfach zu wenig fortschrittlich. Oder unser Bürgermeister ist eben fachlich viel zu hoch „angesiedelt“ für uns. Schade um die vielen mühsamen Wochen oder gar Monate seiner theoretischen Arbeit, die letztlich wenig grundlegendes gebracht hat. Ob man diese Zeit nicht besser in konkrete brennende Bemühungen städtischer Aufgaben hätte anlegen können? Aber da sind ja noch die Gemeinderäte, die alles in Klausuren studiert, sich die Schriften unters Kopfkissen gelegt haben und der Erleuchtung harren.

P.S. Übrigens ein Tafelladen ist in den Werken nicht enthalten. Auch nicht die sorgsame Pflege und Unterhaltung unseres Stadterscheinungsbildes. Dafür aber der Traum von einem 4 Sterne Hotel…. Auch könnte man sich mit Aktionen wie beispielsweise einer Landesgartenschau beschäftigen.

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