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Wulff : „Habe nichts Unrechtes getan“

Die CDU hat erleichtert auf den Auftritt des Bundespräsidenten in ARD und ZDF reagiert. „Ich bin sicher, dass Christian Wulff damit erfolgreich Vertrauen in der Bevölkerung zurückgewinnen wird“, erklärte CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe in Berlin. „Es ist gut, dass Christian Wulff sich noch einmal geäußert hat. Es war richtig, dass er sich den kritischen Fragen gestellt und für weitere Aufklärung gesorgt hat.“

Interview bei ARD und ZDF, nichts Unrechtes getan zu haben.

Wulff im TV-Interview © Reuters

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Wulff wies den Vorwurf zurück, er informiere die Öffentlichkeit per Salami-Taktik. Die etwa 400 Anfragen von Journalisten seien von seinen Anwälten umfassend beantwortet worden. Am diesem Donnerstag sollen alle Details im Internet veröffentlicht werden, kündigte Wulff an. Er wende sich gegen die Vorstellung, Präsident in einem Land zu sein, in dem man sich kein Geld von Freunden leihen könne.

„Ich nehme meine Verantwortung gerne wahr“, sagte ein sichtlich angespannter Wulff den Berliner Hauptstadtstudioleitern Ulrich Deppendorf (ARD) und Bettina Schausten (ZDF). Er übe sein Amt mit Freude aus und wisse, dass er nichts Unrechtes getan habe. „Es gibt auch Menschenrechte – selbst für Bundespräsidenten.“

Die Formulierung, ein Bundespräsident auf Bewährung zu sein, wies er zurück. „Den Begriff der Bewährung halte ich für abwegig“, sagte Wulff. Er habe weder als Bundespräsident noch als niedersächsischer Ministerpräsident gegen irgendein Gesetz verstoßen.

Der Präsident muss sich gegen Vorwürfe wehren, beim Kauf eines Eigenheimes als Ministerpräsident die genauen Umstände der Kreditaufnahme verschwiegen zu haben. Eine neue Dimension erhielt das Geschäft in den vergangenen Tagen dadurch, dass er „Bild“- Chefredakteur Diekmann Drohungen auf dessen Mobilbox hinterließ.

Nachtrag vom 5.1.12

Wulffs Anwälte legen Erklärung vor

Berlin (dpa) – Am Tag nach dem Fernsehinterview von Bundespräsident Christian Wulff haben dessen Anwälte eine „zusammenfassende Stellungnahme“ zu den mehreren hundert Medienanfragen in der Kreditaffäre vorgelegt.  © Reuters

Die Kanzlei Redeker Sellner Dahs veröffentlichte dazu am Donnerstag eine

„rechtliche Bewertung“, wonach ein Verstoß gegen das niedersächsische Ministergesetz nicht vorliege.

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