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Bad Buchau am Federsee

Weihnachtsgeschichten am Federsee

weihnachtengel09

zum 3. Advent   von Harald Müller


Ein nicht gerade hiesiger Durchschnittsbürger dieser Stadt hat seit Jahren ein Internetforum gegründet, mit dem das politische und gesellschaftliche Leben dieser Stadt in den Fokus gerückt wird. Es dient als Informations- und Diskussionsplattform den Bürgern. Auch ist es eine Art Heimatzeitung für alle ehemaligen Buchauer am zeitnahen Geschehen teilzuhaben. Dies erst recht, nachdem der Internetauftritt der Stadt – (selbst kontrollierte) Leserzuschriften einzustellen – Ersatzlos gestrichen wurde.

Schon allein eine solche Idee gilt vielen als suspekt, revolutionär und reaktionär, die es mit allen Mitteln zu bekämpfen gilt. Andere sehen darin eine Möglichkeit eröffnet, die der zusätzlichen Aufklärung der Öffentlichkeit dient, welche amtliche Stellen und öffentliche Medien aus (wohlberechneten?) Gründen vernachlässigen. Die Gegner argumentieren, es werde damit der gute Ruf der Stadt beschädigt, manche Begebenheiten bleiben besser im „Geheimfach“ verborgen. Der „Schein“ heiligt die Mittel und „Geheimdiplomatie“ rechtfertigt den Erfolg. Befürworter einer liberaleren, offeneren Meinungsbildung, begrüßen dagegen die „breitere Basis des unkontrollierten Wortes“ bzw. der nicht „vorzementierten Gedankengänge“.

Zwischenzeitlich stehen sich beide Gruppierungen verhärtet gegenüber. Beigetragen haben dazu gerade auch Äußerungen von Vertretern des öffentlichen Bereichs (auch im zurückliegenden Gemeinderatswahlkampf). Schade, dabei könnte man sich bei Unvoreingenommenheit wie Respekt doch oftmals ergänzen. Auf der Strecke bleibt bei den Gegnern Offenheit bei ihrem Handeln und die Befürworter werden als Besserwisser und Unruhestifter abgestempelt. Sie sind die Brandleger „eines unter dem Tisch streng gehüteten, (angeblichen) Stadtfriedens“. Wird da nicht zu oberflächlich einseitig abgerechnet, egal wie man zu einzelnen Beiträgen steht?

……und seinem Verfasser Heinz Weiss.

… kein Durchschnittsbürger in keinerlei Beziehung im privaten wie gesellschaftlichen Auftreten, etwas großspurig, weitherzig und.. und … einfach (total) unkonventionell. Schon das macht verdächtig und vorsichtig. Ist er deshalb aber als weniger glaubwürdig, idealistisch gesinnt, aufgeschlossen und wahrheitsliebend einzustufen, als du und ich? Wer hat nicht seine „schwachen“ Seiten neben seinen „Überzeugungen“? Lehrt uns nicht gerade unser christlicher Glaube hier vorbehaltloser miteinander umzugehen? Nicht abzustempeln und zu entwerten?

Jedenfalls – oder trotz allem – hat Herr Weiss es mit einem überzeugenden Vertrauensbeweis geschafft, in den Gemeinderat einzuziehen. Demnach vertrauen ihm Bürger und sind von seinen politischen Zielsetzungen, die er auf seine spezielle weise deklarierte, überzeugt. Vielleicht schätzen Sie gerade seine „Art“ der Aufrichtigkeit, der Unvoreingenommenheit und Vorbehaltlosigkeit? Vielleicht statten ihm Wähler damit auch ein Dankeschön für das Diskussionsforum „www.amfedersee.de“ ab? Mutlosigkeit und Durchhalteschwäche kann man ihm nun wahrlich nicht vorwerfen, Respekt vor Schwierigkeiten und Stolperfallen nicht versagen.

Man kann ihm natürlich in einem Gremium zu isolieren versuchen, so wie man es in der Schule auch praktizierte, wenn einer aus der Rolle tanzte. Aber aus dem Alter sind alle Beteiligten heraus und haben sich zudem dem Wohl der Stadt verpflichtet. Dass Herr Weiss gerade dieses Ziel nicht auch ernsthaft, vehement verfolgt, glaubt wohl kaum einer wirklich…..mag man ihm auch andere Vorbehalte unterstellen.

Anmerkung des Verfassers des Kommentars:

Auch ich stehe dem Internetauftritt von „amfedersee.de“ bei weitem nicht vorbehalt- und kritiklos gegenüber. Schon gar nicht teile ich die Ansichten, vieler darin veröffentlichter Leserzuschriften.

Selbst auf die Gefahr, dass ich ab heute ebenfalls in einer ungewollten Schublade abgelegt werde oder gar zum Nestbeschmutzer besonderen Grades abgestempelt werden könnte – wenn nicht schon geschehen – wage ich meine persönliche Meinung hier zu veröffentlichen. Für mich gehört das zur Zivilcourage, über die man soviel spricht, aber wenig hört – gerade auch bei Leserzuschriften.

18 Antworten auf „Weihnachtsgeschichten am Federsee“

Bravo, Herr Müller, dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Alles ist gesagt und vielleicht verstehen es auch all die die damit angesprochen sind. 🙂

Herr Müller,
schade, dass Sie nur die halbe Wahrheit verkünden und sich somit auf sehr fragliches Niveau begeben. Ich finde in Ihrer sicherlich abgesprochenen Lobrede kein kritisches Wort über Beleidigungen oder unterschwellige, nicht haltbare Vorwürfen, die in diesem Forum veröffentlicht werden.
Zensiert werden hier leider nur kritisch nachfragende Kommentare, die sich nach den Versprechungen des Betreibers im Wahlkampf richten (somit wärte es ein Wunder, wenn der Kommentar so stehen bliebe) – oder was hat Herr Weiss bislang bewegt – bezüglich Parken, Schulen, Leerstände?
Auch ich schaue aus Interesse regelmäßig auf diese Seite, sehe aber auch allzu oft nur endlose Beschwerden über Parkgebühren oder Geschwindigkeitskontrollen, also Dinge, die momentan nur dem Gesetzestext entsprechen.
Eine Isolierung, die Sie ansprechen, ist nicht immer böser Wille, sondern in entsprechenden Fällen Folge von Verbreitung nichtöffentlicher Inhalte im Bekanntenkreis – etwas was meiner Ansicht nach nicht zu tolerieren ist.
Alles in allem würde ich mir wünschen, dass alle zusammenarbeiten und gemeinsam diskutieren und berichten – zum Wohle unserer Heimatstadt.

@buchauer

Ich kann ihren Kommentar nicht recht verstehen. Ihre Kritik an „amfedersee“ ist sehr persönlich. Woher wissen Sie denn, was zensiert wird? Sind Sie in der Redaktion beschäftigt? Für mich sind das Unterstellungen, deren Beweise Sie erbringen müssten.

Ich freue mich, dass es hier ein offenes Forum für die Bürger gibt,
die für eine “ Verbesserung der Stadt“ Vorschläge einbringen können. Und Offenheit ist wichtig, denn es braucht hier keinen Mantel der Verschwiegenheit auch bei Themen, die öffentlich sind.

Oppositionsgesteuerter Vorredener…wenn er wirklich was zu sagen hätte was stimmt könnte er stolz auf den Artikel verweisen in dem nicht haltbare Vorewürfe stehen, kann er nicht. D…schwätzer gibt es immer.

Ist das nicht zu viel verlangt in 2 Monaten Probleme lösen an denen die Stadt schon Jahre herum flickt ohne Ergebnis.
Zur Zensur empfehle ich das städtische Federsee-Journal zu lesen. Steht viel drin auch wichtige Artikel. Leserbriefe und aktuelle Meinungen Fehlanzeige. Dann doch lieber hier. Zudem ist der Herausgeber unabhängig was im Prinzip jeder sein sollte und eine Zusammenarbeit wird meinem Eindruck nach nicht einfach, sobald eine Mehrzahl von Dilettanten das Wort führen.

finde ich nicht – nach dem Wahlkampfgetöse v.a. in der Pilsbar kann ich schon erwarten, dass jetzt mal etwas vorangeht.
Und das Federseejournal ist ein Amtsblatt – hier werden keine Leserbriefe veröffentlicht. Und ob der Herausgeber völlig unabhängig ist, weiss ich nicht zu bewerten, immerhin stehen auf der Seite Sponsoren und somit ist die Unabhängigkeit schon eingeschränkt…

hallo buchauer…das ist falsch,
vorletztes jahr haben zwei sponsoren gekündigt nachdem ich über ein thema aus der politik berichtet habe und es in einer Interessenkollision endete, wie gerade mal wieder zu erleben in Buchau. Wie sie sehen bleibt die unabhängigkeit von amfedersee.de unantastbar. Die zeitlich begrenzten politischen durchlaufposten wird amfedersee.de locker überleben. immerhin für einen nachfolger ist kooperation kein fremdwort mehr, was dem einen oder anderen leser schon auffällt.

AmFedersee.de Hetze vorzuwerfen, ist lächerlich.

Die sogenannte selbsterkorene Opposition hat in einer Demokratie die Pflicht, zu veröffentlichen und zu kontrollieren und wenn nötig eine Untersuchung einzuleiten.
Hier ist eine Untersuchung nötig, alles schweigt/lügt und noch nicht alles ist öffentlich was mancher weiß.

Ich habe es nicht (mehr) notwendig abgesprochene Lobreden zu verfassen. Gerne nehme ich aber ihre Anmerkungen zur Ergänzung meines Meinungsbildes entgegen, um Einseitgkeit auszubalanzieren.

@ Müller, Harald:
Dass sie als Ex-Bürgermeister das Wort „Durchschnittsbürger“ hier anbringen ist eine Schande! Jeder Bürger der Stadt ist vor dem Gesetz gleich nur zur Erinnerung! Und was haben Sie eigentlich gegen Durchschnittsbürger (dass sind schließlich auch die Durchschnittsmenschen, die Sie damals gewählt haben).
Meiner Meinung nach sind Sie massivst gekränkt, dass Sie nicht genügend gewürdigt wurden oder so, nun müssen Sie dieses Forum nützen, um aus dem Hintergrund „besserwisserisch“ zu stänkern. Irgendwie beschädigen Sie Ihren guten Ruf als Bürgermeister im Nachhinein. Sehr schade!
Und noch was: auch ich finde das Forum gut und informativ, aber persönliche Eitelkeiten sind hier fehl am Platz.

@ karpfen: Das Forum lebt auch von den (in dem Fall für Sie) peinlichen Kommentaren…dies ist doch auch im Sinne von H.Müller, oder? Freie und anonyme Meinungsäußerung ist eben so. Und zu behaupten, mein Kommetar sei peinlich von mir ist nicht korrekt: woher wissen Sie, wie ich zu dem Kommetar stehe? Wenn schon, dann bitte korrekt schreiben und zwar: „dieser Kommentar ist überaus peinlich… von Ihnen!“ Danke.
p.s. Geradlinigkeit u. Zivilcourage hören nicht da auf, wo die mehrheitlich politisch korrekte Meinung (in dem Falle in diesem Forum) angezweifelt wird… Sorry, wenn das jetzt zu kompliziert sein mag… So long, Katzmann

blub..blub.. ich wollte im Detail nicht deutlicher werden, das verbietet mir hier die Moral und mein Charakter. Ihnen persönlich ist der Kommentar nicht peinlich, sonst hätten Sie ihn ja in dieser Form nicht veröffentlicht. Ich finde den Kommentar verletzend und das müsste Ihnen doch peinlich sein?
so short, karpfen

Also nun doch mal etwas zurückhaltender was Bürgermeister Harald Müller persönlich betrifft.
Wer ihn persönlich kennt, weiß, dass er einerseits über viele Jahre ein beliebter und auch guter Bürgermeister war in Bad Buchau.
Nun im Ruhestand kann man auch nur Positives beobachten, denn er geht sachlich und überlegt mit seinen Zeilen um – es ist eine Ehrlichkeit zu erkennen, selbst wenns unbequem wird.
Bad Buchauer dürfen stolz sein, so einen Bürgermeister gehabt zu haben.

In Buchau lebt eine Art Spezies Mensch die sich besser in ihre archäologischen Hütten zurück zieht. Fernab der Zukunft und gut behütet unter Renntierfellen. Wie kann man solchen Bewohnern die IT-Zukunft nahe bringen bzw. erklären, solange sie mit Buschtrommeln auf sich aufmerksam machen. Hier erreicht man nur etwas mit Keulen schwingen und durch, wie sie es gewohnt sind.

Hallo Ur-Fan was willst Du uns eigentlich mit Deinem Kommentar sagen ???
Tut mir leid aber ich kann da echt nicht folgen !!!

Eine Feststellung die besagt dass Buchau im Umgang mit elektronischen Medien weit hinter dem Durchschnitt liegt.
Bei vielen Weblogs ist es möglich, eine eigene Meinung zu einem Eintrag zu veröffentlichen. Ein solcher Kommentar wird dann auf der gleichen Seite wie der Eintrag selbst oder als Popup angezeigt. Buchau kennt dagegen nur seine Tageszeitung, die ausreicht für eine öffentlich Meinungsbildung. Früher war das ok, heute zu wenig wie sich täglich zeigt.

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