Weihnachts-Demo in Bad Buchau, im Gerangel lebensgefährliche Körperverletzung

nun ja, heute kommt wenigstens der erst Bericht in der SZ. Die Polizei will auch schon was dazu sagen. Immerhin hat sie eine Strafanzeige gestellt gegen den Barbetreiber, wie nicht anderst zu erwarten. Hier greift das Gesetz, das Gesetzt der Mitteilung an den Barbetreiber zur veränderten Sperrzeit steht wohl nur im Rathaus : suche wer findet.

Der Barbetreiber erhielt  keine schriftliche Benachrichtigung vom Rathaus  zur Änderung der Sperrzeiten. Darüber sollte man auch mal diskutieren, ich denke schon dass eine Geschäftsbezogene Veränderung  direkt an den Betreiber per Infoschreiben nötig wäre ja sogar Pflicht. Nicht jeder Buchauer hat die SZ und nicht jeder erhält das 14 tägige Freiwilligenheftchen „Federseejournal“ vom Rathaus in seinen Briefkasten.

Nachtrag heutiger Artikel  SZ- Riedlingen.     amfeersee.de berichtete erstmals  am 25.12.2012 darüber,

So schreibt eine Demobesucherin:

dass inmitten dieser Demonstration fast ein Mensch sein Leben lassen musste. Falls es allen entgangen ist, wurde ein junger Mann von einem hier ansässigen Bad Buchauer mittleren Alters bis hin zur Bewußtlosigkeit gewürgt und befand sich auf Grund dessen mehrere Tage im Krankenhaus.  Ich meinerseits fand es klasse, dass die Jugend auf die Strasse geht und für ihre Belange kämpft.

Aber was mir dabei fehlt ist Zivilcourage, denn fast niemand nahm von der ernsten Situation Notiz, viel weniger noch hat jemand geholfen.  Ich hoffe nur, dass es eine gerechte Strafe gibt.

Ein Handgerangel unter Jugendlichen ok, aber würgen, und das noch von einem erwachsenen Mann, der selbst 2 Kinder hat, NEIN, so was geht gar nicht.   Schade, dass so was unter den Tisch gekehrt wird.

8 Responses to Weihnachts-Demo in Bad Buchau, im Gerangel lebensgefährliche Körperverletzung

  1. schnelle reaktion sagt:

    Fällt niemand auf, dass die Polizei um 1.20 uhr alarmiert worden ist, aber erst um 1.45 uhr eingetroffen ist!!!
    DAS IST EIN SKANDAL – was hätte in dieser Zeit noch alles passieren können…

    • kappler sagt:

      Dabei hat sich die Polizei trotz meiner letztjährigen Petition ganz heimlich, still und leise davongeschlichen. Es steht noch Polizei da, aber drinnen ist es leer und die Beamten haben diesen Herbst ihre Sachen nach B.S. disloziert. Da aber die neue Regierung sich ihrer Reformen nicht ganz sicher zu sein scheint ist das Objekt immer noch definitiv Polizeipräsenzstelle mit Anrufweiterschaltung.

      Wenn einer mal über Weihnachten eine Woche verreist und feststellen muss, dass hier in der Nacht zum 1.Weihnachtsfeiertag beinahe ein Mensch umgebracht wir, dann ist augenfällig eine bessere Polizeipräsenz von Nöten. Mit einer Volksabstimmung zu dieser Frage wäre nichts über die Köpfe der Einwohner des Federseeraumes verfügt worden.

      Deshalb aufpassen und noch wichtiger, denn http://www.mitentscheinden.de kämpft seit nunmehr 15 Jahren für unsere Bürgenrechte in B-W, die BI für http://www.Mehr-Demokratie.de und siehe GG Art. 20 (2) wurde die letzten 63 Jahre noch nicht verwirklicht. Hierzu sind auch Infos unter http://www.volksentscheid.de abrufbar.

      In diesen Sinne einen entspannten, gewaltfreien und unverkrampften Jahresausklang und vielleicht auch etwas mehr Demokratie im nächsten Jahr?

  2. Kneipenoffen sagt:

    Alles wegen uraltbackener Gesinnung auf dem Rathaus. Der Altersdurchschnitt des Gemeinderates hängt bei 55 Jahre, woher soll es denn kommen das fortschrittliche leben und denken im Städtle. Kneipen auf und Ruhe kehrt ein.
    Wo soll die Jugend noch hin in Buchau, GO-in zu, Juze zu, wegfahren ist das Beste. Mir reicht es, nach einem Gespräch mit Jugendlichen die auf die Weihnachtstage heimkommen vom Studium. Tenor allerseits kein Anziehungspunkt in unserer Kurstadt. Verblödet, vergammelt, unmöglich, verpennt, uncool, krass, oberkrass und stehengeblieben, ein ungepflegtes Dorf halt, viele viele Worte der Unlust über den Zustand der hier herrscht.
    Biberach hat ab 00.00 – 05.00 Uhr Hochsaison in den Kneipen, und das beste zum Schluss: man wartet wie immer auf die Buchauer, wohl wissend dass in Buchau bereits der Bürgersteig hochgeklappt ist. Herzlich willkommen in der Kreisstadt.

  3. Mal generell betrachtet sagt:

    Gesetze und Verordnungen werden durch öffentliche Bekanntmachung publiziert. Das offizielle Bekanntmachungsorgan für Bad Buchau ist das Federseejournal und die öffentlichen Bekanntmachungstafeln des Rathauses. Weitere Hinweise sind nicht vorgeschrieben Wenn hier angemahnt wird, dass die Gasthäuser und Cafes keine schriftliche Mitteilung des Rathauses über die neue Sperrstundenregelung erhalten haben, ist das rechtlich gesehen also völlig falsch.
    Etwas ganz anderes ist es natürlich, wie das Rathaus eine solche Entscheidung generell behandelt. Im Vorfeld kann man natürlich durch öffentliche Versammlungen, Umfragen, Presse und sonstige Informationen in eine breite sachliche Diskussion eines solchen Problems einsteigen. Da können der Gemeinderat und das Rathaus sich über die Stimmung in den einzelnen Bevölkerungsgruppen informieren. Aber um so ein Stimmungsbild in der Öffentlichkeit kümmert man sich im Buchauer Rathaus nicht intensiv genug. Es gibt auch eine Menge Arbeit, auf die niemand scharf ist. Schließlich weiß jeder Gemeinderat schon von vornherein aus eigener Bewertung was der Gemeinschaft dienlich ist. Ob dieses „Wollen“ auch in der Meinung der Öffentlichkeit verankert ist, erscheint da oft zweitrangig. Dies ist eine gewisse Ignoranz und Selbstherrlichkeit unserer Volksvertreter und offenbart eine Abgehobenheit zur Basis. Dieses Problem ist nicht nur bei unseren Abgeordneten in Berlin sondern auch viel weiter unten in den Gemeinden immer wieder anzutreffen.
    Die Wurzeln der Demokratie liegen meist nicht am Ende eines Entscheidungsprozesses sondern kommen meist schon am Anfang zum Tragen. Um eine Entscheidung demokratisch zu tolerieren und mit zu tragen, bedarf es intensiver Meinungsprozesse und objektiver Beurteilungsmöglichkeiten. Fehlt dieser Weg, kommt es zu Frustrationen, die sich in verschiedenen Richtungen äußern können.
    Es ist sicher an der Zeit, sich darüber einmal Gedanken zu machen.

    • Trauriger Altbuchauer sagt:

      Dem Beitrag von „mal generell betrachtet „kann man vollinhaltlich zustimmen. Es ist nicht die einzige Angelegenheit, in der das demokratisch gewählte „Stadtparlament “ Bad Buchaus Schnellentscheidungen trifft, die parlamentaristisch und verfassungstechnisch zwar legal sind, bei denen aber weder die sogenannte Gesetzfindung (Notwendigkeit) noch die Meinungsbildung in der Bevölkerung vorher basisdemokratisch bewerkstelligt wurden.
      Diese Vorgänge sind natürlich aufwändig und erfordern verwaltungstechnisch Mehrarbeit. Außerdem läuft man dabei Gefahr, dass Vorschriften und Verordnungen, die man gerne eingeführt hätte, weil irgendwelche Lobbyisten das gerne so wollen, so ohne weiteres oder gar nicht beschlossen und verabschiedet bekommt.
      Um es auf Klardeutsch zu formulieren: Die Regierung der Stadt nach eigenem Gutdünken oder in Bequemlichkeit würde durch Basisdemokratie auf lästige Weise behindert.
      Obwohl ein solches Vorgehen durch parlamentarische Vorschriften durchaus legal ist, würgt es das Leben in Buchau langsam ab und obendrein ist es noch sehr schlechter Stil.
      Wir brauchen im Rathaus keine pflichterfüllenden Kopfnicker, keine pragmatischen Passt-schon-Durchwurstler und vor allem auch keine Weg-des-geringsten-Widerstandes-Geher. Was wir brauchen, sind Menschen mit Verantwortungsbewusstsein, mit Herz und Hirn und vor allem Kreativität, und mit dem Fleiß und dem Mut, das umzusetzen, was ihnen richtig erscheint, um das sterbende Buchau wiederzubeleben. Ich kann allen meinen Buchauer Mitbürgern und Freunden nur aufs Wärmste empfehlen, vor den nächsten Gemeinderats- und auch Bürgermeisterwahlen aufs genaueste zu schauen, wer von den Kandidaten diese Eigenschaften mit sich bringt. Es reicht eben nicht aus, wenn jemand schon 18 Jahre Gemeinderatsmitglied ist, oder wenn er bestimmten angesehenen Familien angehört. Und auf dem Marktplatz wohnt. Vor allem das nicht.

      Warum gibt es am Heiligabend über 100 Leute, die sich auf dem Marktplatz zusammenfinden? Denn sie haben sich wohl gefunden, da sie sonstwohin nirgends können, oder etwa nicht? Was ist mit der Bad Buchauer Jugendarbeit. Wo ist das Bad Buchauer Juze? Ich sag mal, wo das Bad Buchauer Juze ist: Es ist die Bar 14.

    • In Bad Buchau wird hauptsächlich eben nur verwaltet und nicht eigentlich demokratisch lebendig gestaltet.
      Es fehlt im Rathaus an Aufbruchstimmung, Ideen und Unternehmergeist, welche die Bevölkerung mitnimmt und begeistert. In den seltenen Bürgerversammlungen wird nur berichtet und festgestellt aber Vorhaben werden nicht mit der Bevölkerung erarbeitet , z.B. in Workshops . Man vermisst tatsächlich den Weg der Vermittlung. Mit der Bekanntgabe der Gemeinderatsbeschlüsse, die ohne ausreichende Bürgeraufklärung gefasst wurden, soll man sich dann zufrieden geben. Das was wirklich interessant ist und zur Meinungsbildung beitragen könnte, wird in nicht öffentlichen Sitzungen verpackt. So wird ein Menü nach Gutsherrenart serviert nach dem Motto „Friss oder stirb“. Der armen Bevölkerung bleibt nichts anderes übrig als mehr oder weniger frustriert, das herunter zu würgen, was da oben zusammengebraut wurde. Meist kennt man nicht einmal richtig die Zusammenhänge, die zum Ziel führen.

  4. Nicole sagt:

    Kurzer hinweis dazu, es hat keiner geholfen. Es haben welche geholfen ! Ich danke dem Freund von meinem Sohn und den zwei Ersthilfen die sofort zu stelle waren !!! Vielen Dank nochmals von mir

  5. auch nachgedacht sagt:

    Ob die Äußerung von Stadtrat Dr. Karl Sandmaier in der SZ zur Lösung der Frustration der Jugendlichen beiträgt, erscheint mehr als fragwürdig. „Ich nehme das satirisch. Ich nehme diese Buben nicht ernst, das ist eine verzögerte pubertäre Phase.“ Nein, diese Worte sind nicht am Stammtisch gefallen, sondern in einem Interview.
    Also Menschen in der Pubertät braucht man nicht ernst zu nehmen. Auch wenn das satirisch gemeint ist. Dabei habe ich bis jetzt angenommen, in dieser schwierigen Lebenslage, müsse man sich mit den Jugendlichen noch intensiver beschäftigen, als sonst. Das Problem ist, die Jugendlichen haben in Bad Buchau überhaupt keinerlei Rückhalt. Das hat sicher vielerlei Gründe und scheitert an der Vielfalt der Meinungen unter den Jugendlichen selbst. Es gibt zwar eine schwammhafte Generallinie, dass hier nichts aber auch gar nichts geboten wird. Aber dann platzt es wie bei einem Feuerwerk auseinander. Hunderte von Vorschlägen, was fehlt oder wie besser sein könnte. Keine Absprache auf zwei oder drei wirklich ernst zu nehmende Vorhaben unter zuverlässiger Federführung der Jugend selbst oder unter Mithilfe deren Eltern.
    Ja, richtig verstanden, auch die Eltern sind hier mit zu benennen. Mindestens zusammen mit den Stadträten. Den Jugendlichen fehlen Rückhalte, die das Rathaus, als Ersatzelternhaus, nicht bieten kann. Aber vielleicht nimmt nicht nur Stadtrat Dr. Sandmaier die Buben nicht ernst, sondern auch manches Elternhaus steht vor diesem Problem und ist völlig hilflos. Aber damit sollte man sich eben nicht zufrieden geben.