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Bad Buchau am Federsee

WARTHAUSEN – Geldautomat manipuliert und betrogen

Ein Skimmingfall bei einer Bank in Warthausen beschäftigt derzeit die Kriminalpolizei Biberach. Dort hat ein unbekannter Täter bisherigen Erkenntnissen zufolge am vorletzten Wochenende (11./12.08.) Kundendaten abgefischt und auf diese Weise inzwischen durch missbräuchliche Geldabhebungen mehrere tausend Euro ergaunert. Nach den Ermittlungen der Kriminalpolizei manipulierte der Täter den Geldautomaten so, dass er die EC-Kartendaten samt PIN-Nummern der Kunden ausspähen konnte. Dies geschieht meist mit einem illegal angebrachten Kartenlesegerät am Karteneinschubschacht und einer verdeckt befestigten Minikamera, welche die PIN-Eingabe aufzeichnet. Kunden, welche während dieser Zeit Geld abgehoben haben, ist die Manipulation am Geldautomat nicht aufgefallen. Erst durch Geldabhebungen in den USA flog der Schwindel jetzt auf und betroffene Bankkarten konnten von der Bank gesperrt werden. Die Kriminalpolizei Biberach hat bereits Ermittlungen eingeleitet und warnt gleichzeitig vor dieser Betrugsmasche.

Ausführliche Informationen zum Thema Skimming finden Sie im Internet unter www.polizei-beratung.de in der Rubrik „Themen und Tipps / Betrug“. Die wichtigsten Verhaltensempfehlungen der Polizei lesen Sie hier:

So schützen Sie sich vor Skimming:

  • Gehen Sie bitte sorgsam mit Ihren Zahlungskarten um und bewahren Sie die PIN stets getrennt von der Karte auf.
  • Haben Sie mehrere Zahlungskarten? Betätigen Sie den Türöffner eines Bankinstitutes nicht mit der gleichen Karte, mit der Sie anschließend Geld abheben möchten.
  • Geben Sie Ihre PIN niemals an einem Türöffner eines Bankinstitutes ein. Kein Geldinstitut verlangt für den Zugang zum Geldautomaten die Eingabe der PIN. Der Kartenleser hat immer nur die Funktion des Türöffners. Verständigen Sie in solchen Fällen die Polizei und das Geldinstitut.
  • Achten Sie darauf, dass die Eingabe Ihrer PIN nicht von anderen beobachtet werden kann. Sorgen Sie für einen ausreichenden Sicherheitsabstand zum nächsten Kunden.
  • Decken Sie während der PIN-Eingabe das Tastaturfeld mit der anderen Hand oder einem Gegenstand (z. B. Geldbörse, Blatt Papier) als Sichtschutz vollständig ab. Das erschwert das „Ausspähen“ per Kamera oder Foto-Handy erheblich.
  • Nutzen Sie keinen Geldausgabeautomaten, an dem Ihnen etwas ungewöhnlich erscheint, z. B. angebrachte Leisten oder Verblendungen, abstehende und lockere Teile, Spuren von Kleber rund um den Kartenschlitz.
  • Bei Verdacht auf Manipulation sollten Sie den Automaten nicht nutzen. Verständigen Sie die Polizei, um mögliche Spuren sichern zu können.

Weitere Maßnahmen:

  • Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge und wenden Sie sich bei Auffälligkeiten sofort an Ihre Bank.
  • Bei dem Verdacht der Ausspähung Ihrer Kartendaten lassen Sie bitte umgehend die Karte über Ihre Bank bzw. den bundesweiten Sperrnotruf unter 116 116 sperren und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.