Verhältnis zur Stadt geklärt

Friedensabkommen

Der Konflikt mit der Stadt ist nun endlich beigelegt und dazu erklärt Bürgermeister Peter Diesch auf AmFedersee.de:

In einem ausgesprochen konstruktiven und auf freundschaftlicher Basis geführten Gespräch auf dem Rathaus konnten die Unstimmigkeiten und Missverständnisse der letzten Tage ausgeräumt werden.

An Gründonnerstag trafen sich im Büro des Bürgermeisters neben Heinz Weiss, Netzreporter und Betreiber von ‚AmFedersee.de’, Stadtrat Wolfgang Zippel und Bürgermeister Peter Diesch zu einem offenen, klärenden und richtungsweisenden Gespräch.

Bürgermeister Diesch betonte dabei erneut und ausdrücklich, niemals zum Boykott des Internetportals ‚AmFedersee.de’ aufgerufen zu haben – ganz im Gegenteil: er findet nach wie vor die Idee eines Bürgerforums für prinzipiell gut und unterstützenswert, legt jedoch Wert darauf, dass nur sachlich berichtet und kommentiert wird und persönliche Beleidigungen sowie unseriöse Kommentare verhindert werden. Der Deckmantel der Anonymität wurde in der Vergangenheit häufig zu abstrusen und diffamierenden Behauptungen, Unterstellungen und Beleidigungen benutzt. Dies schade dem guten politischen Klima und dem Image der Stadt – und schade letztendlich auch ‚AmFedersee.de’, dessen Niveau dadurch Schaden erleidet. Konstruktive und sachliche Kritik dagegen gehöre zur Demokratie wie das Salz zur Suppe – damit könne er wie auch jeder Gemeinderat umgehen.

Heinz Weiss räumte Versäumnisse ein und sagte zu, Sorge dafür zu tragen, dass derartiger Unfug künftig nicht mehr auf seiner Homepage erscheinen wird. Er wolle allerdings auch, dass sich die Stadt künftig konstruktiv in seinem Medium zu einzelnen kommunalen Themen zu Wort meldet. Der Bürgermeister sagte zu, für Stellungnahmen im Sinne einer kommunalen Öffentlichkeitsarbeit jederzeit zur Verfügung zu stehen – genauso wie er jedem Journalisten in kommunalen Angelegenheiten Rede und Antwort stehe. Zu einer seriösen Recherche gehöre schließlich immer die Darstellung aller Seiten dazu.

Die Misstöne und Missverständnisse hinsichtlich der Verwendung von Bildern und Daten einzelner Gemeinderäte wurden beseitigt, die Meinungsverschiedenheiten für beendet erklärt, gegenseitige Klageandrohungen zurückgenommen – und es wurde vereinbart, künftig wieder mehr miteinander als übereinander zu reden.

Also: Friede, Freude, Eierkuchen. Ein Neuanfang ist gemacht. Frohe Ostern!

11 Responses to Verhältnis zur Stadt geklärt

  1. carmen weiss sagt:

    na also 🙂

  2. u.k. sagt:

    Bravo Bravo!

  3. gerhard sagt:

    Nett, nett, da wird Bad Buchau einen Aufwärtstrend erleben- lass mich gerne überraschen und werde die Stadt tatkräftig unterstützen wo ich kann.

  4. mjb sagt:

    sehr schön das wieder miteinander geredet wird, was ein wenig „sanfter druck“ von außen nicht alles bewirken kann.

  5. langjähriger Kurgast sagt:

    Lieber Heinz Weiss, lieber BM Diesch,
    aus der Ferne habe ich den Fall “ Kritik unerwünscht“ mit Spannung verfolgt und freue mich über das positive Ende. Wiedereinmal hat sich gezeigt, dass ein öffentliches Medium eine breite Diskussion ermöglicht. Mündige Bürger haben zu rechtlichen Aspekten des demokratischen Verständnisses beigetragen und zur Zusammenarbeit von Gewerbe und gewählter Verwaltung in „schwierigen Zeiten“ aufgerufen.
    Die Zurücknahme der Anzeige von Herrn Zippel war wichtig und Grundlage dafür, dass eine private, weitsichtige und ideenreiche webseite des Herrn Weiss mit amfedersee.de weiterhin überregional und international zu lesen und mit Kommentaren zu bestücken ist.
    Besonders freut mich, dass die Stadt zukünftig zu kommunalen Themen Stellung nehmen wird und die Diskussionsbereitschaft der Bürger unterstützt. Ihnen, Herrn Weiss, danke ich für ihre Standhaftigkeit, ihren Mut, für die Möglichkeit der Werbung für die Gewerbetreibenden und für ihre lebhaften Themen aus allen Bereichen der Stadt.
    Ihre Stellungnahme, Herr Diesch, bei amfedersee.de zeigt, dass Sie überzeugt werden konnten, wie wichtig Bürgernähe und Kommunikation mit den Bürgern im Internet ist.
    Ich wünsche Ihnen für die Zukunft eine stets freundschaftliche Zusammenarbeit bei der Wahrnehmung des Interesses an der Stadt Bad Buchau.
    Und für die Leser und Schreiber wünsche ich mir weiterhin viele Kommentare zu den diskutierbaren Themen.

    Einen verschneiten, osterglockigen Gruß

  6. werner haas sagt:

    Schöne Ostern aus Korea.
    Und bitte viele neuichkeiten von zuhausse.

  7. Biberradio sagt:

    Freut mich sehr!
    Werde darüber auch erleichtert berichten in Biberadio!
    Das eine ist nun ausgeräumt und hat einen guten Abschluss gefunden.
    Bestens!
    Nun fehlt nur noch eines zu den Osterfeiertagen – das bessere Wetter!
    Aber dafür kann man schließlich niemanden verantwortlich machen.
    Oder hat Bad Buchau einen Wetter-Draht nach oben? …schmunzel…
    Schöne Osterfeiertage allen in Bad Buchau mit den besten Grüßen aus Biberach! MMI

  8. Guenther Schneider sagt:

    Womit wieder einmals bewiesen wäre, dass es sich lohnt miteinander zu reden und auszutauschen. Letztlich wollen beide Seiten nur das Beste für Bad Buchau.

    Freut mich. Weiter so.

  9. drachengoldglanz sagt:

    zwei Männer – zwei Worte ->> gentlemen agreement.
    Super!

  10. Siedler sagt:

    Es ist schade mitanzusehen, dass hier die Demokratie so mit Füßen getreten wird. Hierbei meine ich nicht den Bürgermeister und auch nicht den Stadtrat, auch nicht Herrn Weiss, sondern vielmehr selbst ernannte Verfechter der Demokratie, die keine Legitimation haben, aber glauben, sie können überall mitreden und den Leuten den streng erhobenen Zeigefinger zeigen: Weberberg, Biberradio und einzelne Bürger, die sich auf dieser Plattform profilieren wollen und eben nichts Konstruktives zur Demokratie beifügen. Zu einem guten Journalismus und auch zu einer guten Kritik gehört die Fähigkeit des Lesens, der sorgfältigen Recherche und der objektiven Betrachtung und Abwägung der Ereignisse. Nicht vergessen darf man hierbei die Unparteilichkeit, die oft auf der Strecke bleibt, da man im eigenen Nest sitzt, den Überblick verliert ob seiner Eitelkeit und Selbstgerechtigkeit und diese mit Floskeln zu rechtfertigen sucht.
    Verfolgt man einige Berichte, so auch den Bericht über „Kritik unerwünscht“ fällt zuerst ins Auge, dass hier oft auf „Hörensagen“ und Vermutungen aufgebaut wird, was im Folge der Diskussion zur Wahrheit manifestiert wird. Und schon ist der erste, grundlegende Fehler begangen. Auch fehlt es vielen an der Fähigkeit des gründlichen und sorgfältigen Lesens, was zur Folge hat, dass die Dinge falsch dargestellt werden (der oft durch PISA gerügte Mangel der Lesefähigkeit bei Kindern und Jugendlichen ist vielmehr bei den Erwachsenen zu suchen und nicht unbedingt bei den darin geschulten und geübten Kindern, die sich zweimal überlegen, was und wie sie etwas Gelesenes in eigene Worte fassen). So stört mich z.B. folgender Satz: „Der Konflikt mit der Stadt ist nun endlich beigelegt und dazu erklärt Bürgermeister Peter Diesch auf AmFedersee.de“. Nein, denn hier nimmt nicht der Bürgermeister Stellung auf Federsee.de, sondern das Gespräch, dass von allen Beteiligten geführt wurde, wird hier zusammengefasst wiedergegeben – und zwar nicht vom Bürgermeister. Aber alle springen auf den Zug auf und feiern ihren Verdienst, dass der BM sich auf Federsee.de zu diesem Thema äußert. Auch die so genannte Anzeige eines Stadtrates ist wohl laut Bericht keine Anzeige, sondern die Androhung einer Anzeige gewesen. Ja, was denn nun? Hier bahnt sich die Fama den Weg und führt dazu, dass Menschen an den Pranger gestellt und vorverurteilt werden. In dubio pro reo, das alte Sprichwort, dass im Zweifelsfalle erst einmal der Angeklagte als unschuldig anzusehen ist, gilt im oberschwäbischen Raum bei den selbst ernannten Beschützer der Demokratie in diesem Falle wohl kaum. Und dies ist der eigentliche Verlust der Demokratie, dass einige wenige sich mit Hilfe des Internets als Wichtigtuer aufblasen ohne das Fundament von Gerechtigkeit, Bürgernähe, Demokratie und Fairness zu achten. Selbstverständlich gilt es als Bürger die Augen offen zu halten und sich einzumischen, aber dies sollte doch nicht über Tatsachenverdrehung, Vermutungen, Verleumdungen, Selbstbeweihräucherung und maßloser Überschätzung der eigenen Person geschehen. Das Wohl der Mehrheit muss ge- und beachtet werden und so sollte auch gehandelt werden. Das Medium Internet ist eine schöne Sache, die es einem erlaubt, einen großen Kreis von interessierten Menschen kostengünstig und schnell zu erreichen. Aber gerade deswegen passiert es all zu oft, dass Dinge veröffentlicht werden, die bar jeder Wahrheit sind, die Menschen verletzten oder auch deren Ansehen vernichten können. Eine Entschuldigung bei Eingeständnis eines Fehlers des Autors ist schnell auf der Webseite oder dem Forum veröffentlicht – der Schaden, den die betroffenen Personen erleben oft irreversibel. Es gilt vor allem hier die Verantwortung zu sehen und auch zu vermitteln, die alle Personen haben, die sich des Internets und eines solchen Forums bedienen. Gerade die Möglichkeit der Anonymität ist ein großer Vorteil des Internets, zugleich auch sein größter Fluch. Früher, vor den Zeiten des Internets, hat man sich die Worte, die man der zu kritisierenden Person, der man gegenübertreten will, wohl überlegt und zurechtgelegt. Denn es erfordert Courage und einen Augenblick der Überlegung, wenn man einem Menschen etwas ins Gesicht sagen will – egal, was immer das auch sein mag. So mag auch ich Asche über mein Haupt werfen, der ich diese Zeilen anonym schreibe – nicht aus Angst, auf dem Marktplatz auf diese Zeilen angesprochen zu werden, sondern eher aus Vorsicht vor dem allzu schnellen Medium Internet.
    So bedenket nun all ihr da draußen und somit komme ich zum Schluss meiner Überlegungen und „Predigt“: Die Hybris kommt vor dem Fall und noch keinem hat Hochmut gut gestanden und genützt. Demokratie ist, wenn viele Bürger sich einsetzten und ihre Meinung sagen – auf Federsee. de kommt ein Bruchteil der Buchauer Bürger zu Wort. Dennoch, ein Forum wie Federsee.de ist wichtig für die Aufklärung unentdeckter Missstände, für Kritik und auch Lob, aber es muss das Fundament einer sauberen Kommunikation, Recherche und auch die Menschlichkeit und Fairness beachtet werden -dann kann auch Federsee.de als Plattform ernst genommen werden und erfolgreich in die Zukunft schauen.

  11. Heinz Weiss sagt:

    Zur Klarstellung:
    Das im Artikel deutlich erkennbare, etwas längere, Zitat ist die vom Bürgermeister Diesch verfasste Zusammenfassung der Gespräche und hier symbolisch zum Zeichen der Versöhnung unverändert abgedruckt.
    Die „Anzeige“ ist/war eine vom Rechtsanwalt von Herrn Zippel versandte Unterlassungserklärung, welche unter Klageandrohung innerhalb von 14 Tagen zu unterzeichnen gewesen wäre. Öffentlich angekündigt auf der letzten Stadtratssitzung und sogar im neuesten Federseejournal abgedruckt.
    Das leidige Thema ist jetzt vom Tisch und neue Themen, Wissenswertes und Geschehnisse warten auf ihre Recherche und Veröffentlichung, mit hoffentlich reger Beteiligung aller Leser.