Unabhängige Berichterstattung

Nicht nur in Bad Buchau gibt es zunehmend Probleme mit unabhängiger Berichterstattung. Vor allem in kleinen Städten und Gemeinden wird von den lokalen Medien immer unkritischer berichtet. Hofberichterstattung des Rathauses führt zu mangelnder Transparenz und Fehlinformation der Bürger. In Brandenburg sind die Bürger nun dagegen auf die Straße gegangen und fordern mehr kritischen Journalismus anstatt Schreiberlinge des Rathauses. Bemerkenswert sind hier die parallelen zu Bad Buchau, selbst ein altes Fabrikgelände auf dem ein Einkaufszentrum mitten in der Stadt entstehen soll, gibt es in der kleinen Stadt Zossen. Und auch das Sommerinterview mit Peter Diesch vor der Bürgermeisterwahl kommt einem sofort ins Gedächtnis.

In Buchau hatten wir im letzten Jahr den Fall gravierender Einflussnahme auf die Lokalpresse seitens der Politik, als ein ehrbarer Journalist seine Aufgabe verantwortungsvoll wahrnahm und über den Buchau Missbrauchsskandal berichtete. Dies führte so weit dass der Journalist seiner Aufgabe entbunden wurde weil er angeblich „Skandaljournalismus“ betreibe. Heute weiß jeder was damals wirklich passierte und die Vertuschungsversuche des Rathauses sind amtlich.

Was passiert wenn die Zeitung nicht mehr objektiv und kritisch berichtet kann man vielerorts sehen. Scheinbar plötzlich fallen dem Bürger große Missstände in der Gemeinde auf, über welche zuvor nur positiv berichtet wird. Besonders im Bereich Finanzen wird oft zu wenig auf die Finger geschaut und ehe man sich versieht ist die Stadt hoch verschuldet. Wie ist das denn nun in Bad Buchau? Mehrfach hat die SZ in letzter Zeit widersprüchliche Informationen bezüglich der Buchauer Schulden publiziert. Mal wird Bürgermeister Peter Diesch zitiert die Stadt sei schuldenfrei, mal hört man wieder anderes. Ist Bad Buchau wirklich schuldenfrei?

Den Zossener Bürger können wir nur das empfehlen was sich immer mehr als Lösung der gegenwärtigen traurigen Entwicklung abzeichnet – selbst berichterstattend tätig zu werden! Eröffnen sie einen Blog und berichten sie selbst wie viele tausende Deutsche über Ihre Stadt und Ihr Umfeld!

Der hervorragend recherchierte Artikel der Kollegen von Zapp.

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