Umweltskandal in Bad Buchau ?

Schockiert meldeten uns Gestern zwei Wanderer ihre grausige Entdeckung. Beim Wandern am Waldrand zwischen Bad Buchau und Reichenbach stießen sie auf alte Rohre aus Faserzement, sogenanntes „Eternit“, das bis in die 80er Jahre für Trinkwasser- und Abwasserrohre verwendet wurde.

Umweltverschmutzung Bad Buchau

Umweltverschmutzung Bad Buchau

Die Rohre wurden wahrscheinlich illegal abgeladen und liegen dort dem Bewuchs nach schon mehrere Jahre. Die ortsansäßige Bauunternehmung Schützbach zeigte sich bestürzt über solches Vorgehen und verneinte bauliche Maßnahmen in diesem Gebiet in den letzten Jahren. Die Rohre wurden anscheinend nicht zwischengelagert, sondern gezielt an diesem einsamen Ort abgeladen. Ob die Rohre wirklich das giftige Asbest enthalten muss noch geklärt werden.


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Seltsamerweise scheint es bis heute noch keinem aufgefallen zu sein. Es führt zwar nicht unmittelbar ein Weg vorbei und der Ort liegt etwas abseits, doch die umliegenden Felder sind bewirtschaftet. Es müsste doch zumindest den Landwirten aufgefallen sein.

Umweltverschmutzung Bad Buchau

9 Responses to Umweltskandal in Bad Buchau ?

  1. spaziergänger sagt:

    Das ist mal wieder typisch, einfach in der Natur entsorgen. Sieht ja keiner. Mal gespannt was daraus wird, bitte dranbleiben und anzeige bei der Polizei erstatten. Der Verunreiniger gehört gleich saftig bestraft, Umweltverschutzung ist kein Kavaliersdelikt sondern Mord.

  2. Peter Diesch sagt:

    Also, ich würde mal vorschlagen, den Ball flach zu halten – und sich erst mal schlau machen, was denn eigentlich Sache ist. Es handelt sich dabei weder um eine wilde Ablagerung, noch um einen Umweltskandal.
    Der städtische Bauhof musste dort vor kurzer Zeit eine Wasserleitung ausbauen und erneuern – und weil es sich bei den ausgebauten Rohren in der Tat um belastete Rohre handelt (früher völlig normal!), wurden diese bis zu endgültigen Klärung der Entsorgung an Ort und Stelle vorübergehend zwischengelagert. Nicht mehr und nicht weniger. Ein völlig normaler Vorgang. Das hätte Herr Schützbach eigentlich wissen müssen.
    Im Übrigen: die Rohre wurden inzwischen einem anerkannten Entsorgungsfachbetrieb übergeben. Das ‚Problem‘ ist also längst erledigt. Also: Ball flach halten.
    Peter Diesch, Bürgermeister

  3. wanderer sagt:

    @Diesch,
    ja wenn es so ist, dass eine Wasserleitung ( wohin, woher) ausgetauscht wurde ( vor kurzer Zeit!!!! ) dann könnte man ja bestimmt noch den Verlauf der Leitung im Gelände sehen. Die Bauern, die die Felder bewirtschaften, können uns bestimmt nähere Auskunft geben.

  4. Repins sagt:

    Hallo Herr Diesch, schön das sie sich hier zu diesem Thema äußern!
    Nun ist es ja sicher, dass es sich nicht um einen Umweltskandal handelt, wo sich gleich die ganze Stadt sorgen machen muss.
    Jedoch sollten mal manche Menschen ihre Augen auf machen oder sehen sie nur die großen Dinge, welche in den Wäldern liegen? Denn um Bad Buchau liegen in den Wäldern genügend Mülltüten in der Gegend, aber das stört anscheinend niemanden…komisch.

    Noch eine kleine Frage am Rande:
    Aber das hätte Herr Schützbach wissen müssen….na ja, was mich mal interessieren würde, warum man in der Stadt fast nur noch auswärtige Bauunternehmen bei der Arbeit sieht, siehe der neue Kreisverkehr? Kann das eine Firma Schützbach nicht oder geht man hier auch nach der Devise, der billigste bekommt den Zuschlag, scheiß egal ob wir einheimische Unternehmen haben, sollen sie doch schauen wie sie über die Runden kommen?
    Wenn ich hier falsch liege, berichtigt mich!

  5. Jason sagt:

    Hallo Repins, schon mal was von Ausschreibungen gehört ????

  6. Repins sagt:

    Hi Jason, klar habe ich das gehört, bin ja nicht taub…..
    Aber schon einmal was davon gehört, dass größere (Bau-)Unternehmen die Preise so drücken, dass kleinere keine Chance haben?

  7. Buchauer sagt:

    @ Repins:
    Warum soll die Stadt unbedingt den hier ansässigen Unternehmen die Aufträge erteilen?
    Nur weil einer wie du herkommt und meint das müsste so sein?

    Wir haben eine freie bzw. soziale Marktwirtschaft in Bad Buchau, genau so wie in ganz Deutschland, warum soll dann nicht der billigste den Zuschlag bekommen, obwohl er die gleiche Dienstleistung mit der gleichen oder besseren Qualität abliefert?

    Ps: Einen Strukateurbetrieb aus Kappel sehe ich fast nur noch an öffentlichen Gebäuden rumgipsen.

    Also Repins, wies der Peter schon gesagt hat: „Ball flach halten.“

  8. Eder sagt:

    Das war ja klar, der Bauhof wars. Wenn man das im eigenen Hof macht hat man sofort einen von der Behörde am Hals, aber die Stadt darf das. Wenn die Dinger wirklich so eingewachsen sind wie auf den Fotos dann liegen die da nicht erst seit Gestern…
    An Repins: Öffentliche Aufträge werden ausgeschrieben, dann gibt jeder ein Angebot ab und der billigste darf es machen. Das ist schon recht so, sonst könnte einer vom Rathaus die Aufträge an seine Bekannten verteilen. Was man aber sagen muss: Wenn die Firma Schützbach was in der Stadt arbeitet ist es immer sauber. Und wenn mal was auf der Straße liegt genügt ein Anruf und es wird erledigt. Bei den fremden Firmen sieht die Straße teilweise aus wie eine Kiesgrube, und das über Wochen.

  9. Heinz Weiss sagt:

    UPDATE: Die Rohre wurden durch einen Entsorgungsfachbetrieb abgeholt. Die Stadtverwaltung hat sehr schnell und konsequent reagiert und die belasteten Rohre schon zwei Tage nach bekannt werden entsorgen lassen.
    In der Tat wurde die Wasserleitung von Sattenbeuren zum Wasserbehälter im November letzten Jahres durch den städtischen Bauhof in Kooperation mit einem fremden Bauunternehmen erneuert. Landwirte meldeten zuvor ungewöhnlich feuchten Boden, was einen Wasserverlust vermuten ließ.
    Glücklicherweise konnte die Frage der Entsorgung nun doch noch so schnell geklärt werden und Waldrand ist wieder für Wanderer freigegeben.