Überall das selbe, leere Läden und keine Kundschaft.

Strafzettel ade…

Gewerbevereine und Werbegemeinschaften müssen den Sprung in die Jetztzeit wagen und aufhören, ihre Gemeinschaft mit Rezepten der Vergangenheit zu versorgen, möglichst noch mit Seminaren, die ins Lächerliche reichen. . . In den Cities selbst von Kleinstädten träumen sie noch von alten herrlichen Geschäftszeiten und nehmen partout nicht zur Kenntnis, dass diese in größeren und großen Städten vorbei sind.

 

Auf dem Dorf sind  Vorzeiten eingekehrt, da ist Fortschritt, wenn der Laden auf Rädern mal vorbeikommt. Die Kunden haben sich schon lange auf das eingestellt, was in Politik und Medien als Wunderwerk Digitalisierung beschworen wird.

Auf der Strecke bleiben gerade die, welche wie Blinde von der Farbe Digitalisierung propagieren, aber selbst am wenigsten davon verstanden haben.

Das Internet ist das Transportmittel, für die Ladung müssen jene sorgen, die die Gesellschaft regieren. Händler und geschwätzige Unterhändler. Erst stirbt das eine Geschäft, dann das nächste, dann kommt der eine Telefonladen dazu, dann die andere Kebabbude oder eine weitere orientalische Räucherkammer, nachdem sich das Land gerade das Paffen abgewöhnt hat, so wie die Pfaffen Gott durch Allah ausgewechselt.

Alle wollen Digitalisierung, klagen sie aber gleichzeitig an, wenn sie auch genutzt wird.

Amazon, der größte Händler, der die Digitalisierung nutzt, während andere noch auf reitende Boten setzen, wird als Totengräber des Handels angeklagt, welcher die Digitaliserung nicht verstanden hat. Händler, die nicht liefern können, sind tot. Das ist seit allen Zeiten so und nicht neu. Chancen haben nur noch Geschäftsideen, welche können, was Amazon und Ko. (noch) nicht können. Wer glaubt zu überleben, indem er an an das Mitleid der Kunden appelliert, hat von Wirtschaft nichts verstanden.

Der Kunde bestellt, über das Internet, der Händler liefert. Geht es noch bequemer?

Schluss mit dem Herumgefahre in bürgerfeindlicher werdenden Städten, Schluss mit dem Versteckspiel zwischen Waren und Kunden in Läden,    wo das Personal ständig vor Regalen herumkriecht und dann noch geduldig vor Kassen angestanden werden muss, um Gefundenes zu bezahlen.

Schluss auch mit den Nacht- und Nebeleinkaufstagen, wo einer den anderen nachmacht. Das ist nicht die Zukunft. Der Handel muss auf schnellen Service setzen, wenn er lokal und regional noch überleben will. Er muss lernen, das Transportmittel Digitalisierung richtig zu gebrauchen.

Wer nicht liefern kann, ist geliefert. Nicht nur ältere Menschen hätten es gerne bequemer, um sich zu versorgen. Die Ware muss zum Kunden kommen und nicht der Kunde zuerst zur Ware. Lokale Händler haben nur noch mit Freihauslieferung eine Überlebenschance. Der ganze Lebensmittelmarkt, als erstes großes Beispiel, muss sich darauf ein- und umstellen.

Er braucht keine Läden mehr, dafür aber Lagerhäuser. Und die liegen dann außerhalb der unter die Räder gekommenen Städte.  Gleichzeitig werden die Kommunen und Straßen vom Verkehr entlastet, wenn nicht mehr mit dem Geländwagen eine Kiste Sprudel besorgt werden muss.

Gewerbevereine und Werbegemeinschaften müssen den Sprung in die Jetztzeit wagen und aufhören, ihre Gemeinschaft mit Rezepten der Vergangenheit zu versorgen, möglichst noch mit Seminaren, die ins Lächerliche reichen: Wie bedient man einen Kunden, nachdem man ihn begrüßt hat? Was Amazon oder Zalando usw betrifft: Die Kleinen müssen von den Großen lernen! Es gibt immer Lücken, in die nicht alle passen. Otto-Chef  Alexander Birken bestätigt dese Einschätzung in einem Interview der „Wirtschaftswoche“: „Sicher, für Händler, die sich bisher online nicht engagiert haben, wird es immer schwieriger, aufzuholen. Über ein Drittel des gesamten deutschen Onlinegeschäfts entfällt bereits auf Amazon, die Otto Group und Zalando. Der technologische Abstand wächst. Trotzdem gibt es Möglichkeiten, gegenzusteuern: Kleinere Firmen können sich vernetzen, um gemeinsam Programme und Projekte zu entwickeln. Am Ende hat das wiederum viel mit der Haltung in einem Unternehmen zu tun: Ich muss in Zeiten der Digitalisierung gewohnte Verhaltensmuster ablegen, alte Erfolgsrezepte infrage stellen, selbst wenn sie heute noch funktionieren. Der Onlineanteil am gesamten deutschen Einzelhandelsumsatz liegt heute erst bei rund 10 Prozent.

Im Fashion- und Elektronikbereich liegen wir deutlich darüber. Im Lebensmittelhandel beginnt die Entwicklung dagegen erst. Mit Blick auf Metropolen in anderen Ländern lässt sich aber schon absehen, dass der Onlinehandel mit frischen Lebensmitteln auch in Deutschland wichtiger werden wird“.  Die Innenstädte werden angesichts des zunehmenen Online-Hanels immer mehr Probleme bekommen, sieht der Otto-Chef voraus: „Es wird gravierende Veränderungen geben, vielleicht nicht in den A-Lagen, also auf den großen Einkaufsstraßen in den Metropolen. Aber viele Klein- und Mittelstädte werden Probleme bekommen.

Es reicht oft schon aus, wenn ein Händler im Stadtkern aufgibt, um einen Dominoeffekt in Gang zu setzen. Die Kundenfrequenz sinkt, andere Händler bekommen Probleme, die Straße kippt.  Die klassische Fußgängerzone, wie wir sie aus den Achtzigerjahren kennen, hat dagegen keine Daseinsberechtigung mehr“.

Städte könnten nur gegenhalten, wenn sie neben den Geschäften auch andere Kundenmagneten hätten. Dabei gehe es um Gastronomie, Spielplätze und Angebote für junge Familie und Kinder, um Kultur und Unterhaltung.

http://neuebürgerzeitung.de/

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