Stuttgarter Zeitung, anonyme Leserbriefe zu 21

Die Achse der Macht in Stuttgart – Verkehrsministerin Tanja Gönner ist die engste Vertraute von Stefan Mappus – und seine mögliche Erbin

Anonyme Leserbriefe in der Stuttgarter Zeitung zu Stgt 21. Genau wie in amfedersee.de
Was wohl die erzkonservativen Buchauer dazu sagen , wenn sie diese Anonymen Kommentare sehen. Bricht jetzt Ihre heile Welt rund um den Federsee aus allen Angeln vor entsetzen. Anonym in Stuttgart- das gibt es doch nur bei uns in Buchau…
so sieht die Stuttgarter im Internet aus: Leserbriefethema rein zufällig ausgewählt.
1.10.2010
Achse der Macht
Der MP duckt sich in der aktuellen Diskussion weg. Klar: Schlichtung, der Austausch von Argumeten oder gar politischem Gegenwind sachlich zu begegnen sind nicht seine Stärke. Da schickt er lieber Frau Gönner an die Diskussionsfront.
Ob man deren Lächeln sympathisch (Plasberg, STZ), oder ihre Argumente glaubwürdig findet, mag jeder selbst entscheiden. Mir fiel sie in den Verhandlungen vor allem durch Ausweichen (Ihr Lieblingsspruch: „…das müssen wir jetzt nicht diskutieren..“) und ein, für mich, wenig sympathisches, gekünsteltes, herablassendes und kaltes Lächeln auf.
Horge,
31.10.2010
Wie hoch ist die Achslast?
@harm, nur kurz, Sie müssen es doch nicht lesen, wie viele Leute hier ihre Meinung kundtun. Die Redakteure der Stgt. Zeitung aufzufordern, den Kommentarservice einzustellen, ist auch eine Art von Stellungnahme, die ich lese und akzeptiere. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Machen Sie es gut.
Ein Gedanke zur Machtachse. Meine Lebensphilosophie richtet sich darin aus, das ich selber mehr Verantwortung fürs Ganze tragen möchte und nicht von Leuten wie Gönner, Mappus und anderen Belegschaften politisch, wirtschaftlichen Gruppierungen „verwaltet“ und permanent „wertabgeschöpft“ werde.
An Teile der Demonstranten, die ständig „Mappus raus“ skandieren oder „Lügenpack“ richte ich meine Bitte, mal kurz innehalten und sich zu fragen, wurde irgendwas sinnstiftender in der MP-Ahnenfolge von Filbinger bis Mappus?
Wir stellen doch alle fest, wie wir aufs „Kreuzchen machen“ reduziert wurden und werden. Also wenn jetzt Gönner quasi oder irgendwer sonst nach Mappus kommt? Was ändert das daran, das diese Großprojekte wie S21 die Gegenwarts- wie Zukunftsaussichten des Einzelnen immer diffuser überlagern und die eigentlichen Wegelagerungen die über die Girokonten des Einzelnen „herfallen“ überdecken?
Wir haben doch u.a. festgestellt, das sich diese parlamentarische Demokratie sehr nett und effizient eingerichtet hat im Abschöpfen dessen, was wir jeden M0nat erarbeiten und stellen fest, das wir uns die Eigenkapitaldecke die aus unseren Arbeitsleistungen resultieren soll, vielerorts gerade noch bis ans Knie „hochziehen“ können.
Also könnte es doch bei diesem Protest gegen S21 oder die Laufzeitverlängerung oder die Wasserrechte vs. Cross Boarder und Bürger irgendwo in der Republik auch um eine Art Rückbesinnung gehen, wo es nicht im immer schneller, höher und weiter geht, auch nicht um das neu besetzen von MP-Stühlen, sondern wie kriegen wir wieder Vertrauen in die Politik. Ich denke, Politik und Kapital müssen rigoroser getrennt werden und vor allem, Politik muss in der Gesetzgebung und in deren Aussenwirkung verständlich sein, aus meiner Sicht in der Form, das bei S21
klar werden muss, das die Feinstaubbelastung in Stuttgart nicht weniger wird durch den Bahnhof und die NBS. Es muss klar werden, das wir zuerst den ÖPNV so ausgebaut haben wollen, das auf´s Auto öfters zu verzichten wäre und erst dann, wenn dies mal funktioniert, können wir, falls noch genügend Kapital im Geldspeicher ist, unseren Fernreisenden zeitverkürzte Geschäftsreiseverbindungen anbieten.
Gerald,
31.10.2010
Karrier
Mir gönnet uns ja sonscht nigs! Aber mol dem Volk gnauor auch aufs Maul gucka, des dut se au net.
Peter Knauber,
31.10.2010
Die Achse der Macht -T. Gönner
Warum den nicht Frau Gönner als Nachfolgerin zu MP Mappus vorschlagen, sie wird ihn dann mit ihrer „scharfen“ Zunge als Oppositionsführerin im BW Landtag gut vertreten !Noch 1 4 6 Tage bis zur Wahl.
MfG Peter Knauber / Zeitzeuge
Ich bin heute,
31.10.2010
am Landtagsgebäude vorbeigekommen – und dachte: „Kann man abreissen, braucht in einer Demokratie keine Sau mehr.“
Widerspruch?

Fred,
31.10.2010
Die Finanzkrise
hat uns nicht verunsichert – ganz ehrlich ! Uns verunsichert auch nicht, dass die Stuttgarter Staatsanwaltschaft bei der LBBW Immobilien GMBH nicht in die Gänge kommt. Nein – wir Bürger haben kapiert wie das System der Deutschland AG funktioniert und das sollte Gönner verunsichern. Und spätestens wenn der Landtag überflüssigerweise zum Vollzeitparlament mutiert, ohne Grund übrigens, dann wird die Politik noch mehr „verunsicherte“ Bürger erleben – denn damit bestätigt man das, was wir eh schon wissen.
Peter Finkeldey ,
31.10.2010
Stuttgart 21 Bau- und Immobilienlobby
Für manche Stuttgarter Zeitgenossen immer noch unbekannt, aber sehr wichtig, auch wenn es heute zufällig mal wiederholt wird:
Im engen Zusammenhang mit dem umstrittenenen Projekt von Stuttgart 21 kam die Stiftung Lebendige Stadt in die Diskussion, weil in ihren Gremien wichtige EntscheidungsträgerInnen oder Unterstützer von Stuttgart 21 sitzen:
Im Vorstand d der Stiftung sitzt seit 2005 Friederike Beyer, die heutige Lebensgefährtin des ehemaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger. Die Stiftung verweist in ihrer Verteidigung darauf, dass Beyer aber erst seit 2008 mit Oettinger liiert sei.
Im Stiftungsrat saßen Stuttgarts Oberbürgermeister Wolfgang Schuster und die baden-württembergische Umwelt- und Verkehrsministerin Tanja Gönner. Schuster musste nach Stern-Recherchen im September 2010 von dem Gremium zurücktreten, „um jeglichen Anschein eines Interessenkonflikts zu vermeiden“.
Tanja Gönner lässt ihre Mitgliedschaft seit dem 11. Oktober 2010 ruhen, nachdem das Handelsblatt über ihre Verbindung zur Stiftung berichtet hatte. Weiter im Stiftungsrat sitzt der Architekt des geplanten neuen Stuttgarter Hauptbahnhofs, Christoph Ingenhoven.
Zu dieser Immobilienlobby gibt es nach wie vor viele offene Fragen: Wie ist die Lobbyarbeit organisiert? Gibt es ein Lobbybüro/ eine Repräsentanz in Berlin oder Brüssel? Welche POLITISCHEN INTERESSEN verfolgt diese Organisation neben den konkreten Immobilienprojekten. Gibt es Einflussnahmen auf Rahmenbedingungen?

harm,
31.10.2010
Kommentare
Landtag abreissen? Um Himmels willen nein! Wir lassen die ‚Berufsaktivisten‘ ran an die Politik.Dann wird alles besser!
Keine Finanzkrise,keine Leasingvertraege nix mehr–nur das suesse Chaos.
(jetzt hab ich doch wieder die Kommentare gelesen)
weiter 150 leserbriefe selber anklicken unter

http://www.stuttgarter-zeitung.de http://www.kopfbahnhof-21.de


One Response to Stuttgarter Zeitung, anonyme Leserbriefe zu 21

  1. miss sagt:

    ja, warum in Buchau anders? auch andere Zeitungen haben ebenfalls anonyme Kommentare, z. B. Die ZEIT ! Diese Kommentare kann ich sogar als e-mail , an facebook oder twitter weiterverschicken. Das hat amfedersee noch nicht, macht nix.

    Oder lesen Sie doch mal zu Kachelmann in der ZEIT oder die EMMA, da gibts über 200 mit für und wider, von Frauen und ! Männern geschrieben. Alles anonym.
    Wer regt sich denn hier auf? Sind es die, die mit Kritik nicht umgehen können?
    Können ja antworten, wenn sie was drauf haben.