Stadtstreicher No.122 – Bad Buchau’s aktuelle Kolumne

Stadtstreicher 122
Hoffnungsvoller Neubeginn
Jetzt schlagen wir neue Seiten auf, die mindestens für den Gemeinderat unbefleckt vor ihm liegen. Der BM hat bei der Einführungssitzung sehr eindrucksvolle Rede gehalten in deren Mitte „Vertrauen ist die Basis“ steht. Vielleicht hat er die Offenheit und Klarheit noch vergessen, ohne die Vertrauen nicht geht. Ansonsten ist theoretisch gesehen dem Vortrag kaum etwas hinzuzufügen.

Jetzt kommt es nur noch auf die Praxis an. Vertrauen ist nämlich ein feines Gewebe. Wenn da eine „Laufmasche“ drin ist, bekommt man dies kaum mehr in den Griff. Aus der Vergangenheit sollten da Lehren gezogen werden.
Der BM hat Recht, wenn er den Gemeinderat auffordert, die Stadt im positiven Sinne weiter zu entwickeln und zu gestalten. Die Erfahrung sagt uns aber auch, dass die eigentlichen Initialzündungen hierzu in erster Linie vom BM und der Verwaltung mit seinen Verwaltungsfachleuten ausgehen muss. Die ehrenamtlichen Kräfte des Gemeinderats wären hier oft überfordert. Ihre Aufgabe ist es, solche Ideen einzufordern, abzuwägen und zu bereichern oder gar Alternativen zu unterbreiten.

Noch eines:“ Ein weiteres wichtiges Ziel dieser Wahlperiode sieht BM Köhler (Ertingen) darin, Bürgerbeteiligung und Transparenz weiter auszubauen und zu stärken. Dazu gehöre, die Bürger frühzeitig und umfassend über alle anstehenden Planungen zu informieren und sie in die Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Denn sie sind es, die damit leben müssen, was Rat und Verwaltung für richtig befinden.“ SZ vom 24.07.14.

Wie wäre so etwas in Bad Buchau zu verwirklichen? In der Vergangenheit gab es fast nur Tatsachenkonfrontierungen! Punktum! Ausnahme: Bau des Kinderhauses und Einführung der Gemeinschaftsschule.
Sicher ist jeder Gemeinderat nach so viel Aufmunterung von dem Willen beseelt, es recht zu machen und das Gelöbnis durch Taten zum Leben zu erwecken.
Da macht die FWV als Gruppierung und Fraktion einen hoffnungsvollen Neuanfang. Sie stellt an die Verwaltung schriftliche Anträge und Auskünfte, mit der sich die Verwaltung sachlich auseinandersetzen muss. Das hat Stadtrat Weiss in der Vergangenheit allerdings auch schon getan, doch als Einzelperson hatte er nicht das politische und rechtliche „Gewicht“ besessen, seine Ideen ernsthaft zu diskutieren. Mit Lächeln wurden diese abgeblockt.

Wenn solche Initiativen von der FWV nun aber als geschlossene Gruppe ernsthaft verfolgt werden, geht das ohne wirkliche Auseinandersetzung im positiven Sinn nicht mehr über die Bühne des Gremiums. Und dies hoffentlich auch in öffentlichen Sitzungen.
Man darf gespannt sein, ob die FWV diesen Anfang auch wirklich durchhält und sich nur mit klaren Auskünften der Verwaltung zufrieden gibt und diese Aussagen weiterhin ernsthaft bis zur tatsächlichen Umsetzung beharrlich verfolgt.
Die Bevölkerung wird das mit Aufmerksamkeit verfolgen. Hier haben die Bürger den „fünften Sinn“.Stadtstreicher No.122 – die neue Kolumne ist da.

 

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