Stadtstreicher Kolumne Nr. 118

Transnationales LEADER-Projekt: ,,innovative, barrierearme Wohnformen mit Betreuung für ältere Menschen“

Aufgrund eines Zeitungsartikels aus der SZ Riedlingen haben wir aus Unlingen folgendes in Erfahrung gebracht:

Im Jahr 2013 wurde mit professioneller Unterstützung im Auftrag der Gemeinde und unter Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern das Leitbild “Unlingen 2028“ erarbeitet. Dabei wurde in 4 Gruppen mit unterschiedlichen Themen herausgearbeitet, was in den nächsten 15 Jahren für unsere Gesamtgemeinde wichtig ist.

Wir haben das große Glück, dass wir in zwei Programme aufgenommen worden sind, bei denen wir, ebenfalls mit professioneller Unterstützung, die dringendsten Schwerpunktthemen, wieder mit hoffentlich viel Bürgerbeteiligung bearbeiten können. Ziel dabei ist, die konkrete Umsetzung von Maßnahmen.

Zum einen handelt es sich dabei um das ,,lntegrierte Managementverfahren:

Familienfreundliche, bürgeraktive und demografiesensible Kommune“.

Bei diesem Programm geht es schwerpunktmäßig um den Bereich Kinderbetreuung, Schule, Jugend und Vereine. Unterstützt und betreut werden wir bei diesem Verfahren durch den Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS).

Zum anderen handelt es sich um das ,,Transnationale Leader-Projekt:

lnnovative, barrierearme Wohnformen mit Betreuungsmöglichkeiten für ältere Menschen zur Belebung der Ortszentren“.

Der Bewilligungsbescheid des Regierungspräsidiums Tübingen hierzu ist erst vor wenigen Tagen bei der Gemeinde eingegangen.

Bei diesem transnationalen Projekt (Europäisches Förderprogramm), an dem mehrere LEADER-Aktionsgruppen aus Baden-Württemberg und zwei aus Osterreich beteiligt sind, geht es um die Entwicklung von Konzepten für innovative, barrierearme Wohnformen mit Betreuungsmöglichkeit bis zur Rund-um-die-Uhr-Betreuung für ältere und hilfsbedürftige Menschen.

Unter aktiver Bürgerbeteiligung (Bürgerschaftliches Engagement) sollen Projekte erarbeitet und entwickelt werden, die maßgeschneidert für die jeweilige Gemeinde sind und auch umgesetzt/verwirklicht werden können. Enthalten sind dabei Fachvorträge, Workshops und das Aufzeigen von gelungenen Projekten in anderen Kommunen. Erfahrungen, die in anderen Gemeinden in diesem Bereich bereits gemacht worden sind, dienen letztendlich dazu, Projekte in gleicher oder ähnlicher Art in andere Kommunen zu übernehmen.

 

Anmerkung:

Die Gemeinde Unlingen zeigt mit diesem Bespiel auf, wie man Projekte in anderen Gemeinden bürgernah/-freundlich erarbeitet. Auch Bad Buchau gehört zum Leader- Fördergebiet und hätte theoretisch die gleichen Chancen für solche Unternehmungen.

Bad Buchau besitzt nach den Recherchen als einzige Stadt im Landkreis weder ein barrierefrei begleitetes Wohnprogramm noch betreute Wohnungen oder Wohngemeinschaften. Die früheren Wohnungen in den Walz-Hochhäusern genügen dem heutigen Standard schon lange nicht mehr. Auch die jetzt im Götzburgareal entstehenden „altengerechte“ Wohnungen sind ohne jegliche betreuerische Begleitmaßnahmen. Der demografische Wandel mit infrastruktureller Anpassung scheint in Bad Buchau trotz idealer Voraussetzungen als Kurort ein Fremdwort zu sein. Auch das wird dem Zufall überlassen.

 

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