Stadtstreicher Kolumne No.128 – Gänseblümchen an Weihnachten

Wer in seinem Garten etwas genauer Ausschau hält kann sie entdecken: Gänseblümchen. Wir sind also nicht mehr auf Weihnachtssterne oder Christrosen angewiesen, um unser Blumenherz zu erfreuen. Frühjahr an Weihnachten. Die extremen Situationen des Klimas, der Umwelt insgesamt und der Weltpolitik haben sich nicht unwesentlich verschoben. Darüber kann niemand mehr einen Zweifel haben. Und die Ursachen all dieses Geschehens sind wir Menschen auf dieser Welt, die Krönung der Schöpfung. Uneinsichtigkeit und Kurzsichtigkeit überall, wo man nur hinsieht. Macht, Geld und Eigensinn bestimmen unsere Existenz in erster Linie. Diesen Ego-Trips werden alle erprobten ethischen Werte unterworfen und selbst Religionen gegenseitig ausgespielt und damit Moral und Verantwortung völlig missbraucht. Jeder ist sich selbst der Nächste, das gilt vor allem in der Politik und in der Völkerfamilie.
Nun so ganz wesentlich anders, war es ehrlich gesagt, noch nie auf der Welt. Der rote Faden zieht sich durch alle Jahrhunderte. Bedauerlich, dass der Mensch sich letztlich überhaupt nicht ändert, wen es wirklich darauf ankommt. Das einzige, was sich geändert hat, ist der unglaublich technisch-wissenschaftliche Fortschritt und die weltweite Verquickung unserer Taten. Aber letztlich ist das ohne Gewinnung an moralischer Verantwortung auch kein Fortschritt, als eher noch eine zusätzliche Belastung. Unsere Welt ist viel zu unterschiedlich wirtschaftlich, politisch und gesellschaftlich aufgespalten, als dass Frieden und Weitsicht auf einen Nenner gebracht werden könnte. Es geht immer nur um Gewinner und Verlierer und damit um Machtstreben, das neue Ungerechtigkeit aussät. Die Angst nach dem Verlust dieser Macht treibt die Welt um, im Kleinen wie im Großen. Dabei werden wir alle die Verlierer sein.
So können wir sicher sein, dass die Weihnachtsbotschaft vom Neubeginn, mit der Sehnsucht nach Frieden und Geborgenheit in dieser Welt, uns immer erhalten bleiben wird. Erreichen werden wir es wohl nie. Aber wir haben wenigstens ein Ziel vor Augen. Und wenn wir mit diesen Augen uns nicht nur selbst sehen, sondern über den Zaun blicken, auch einen direkten Nachbarn, dem wir ganz persönlich helfen können. Fangen wir ernstlich einmal damit an.
Der neue Gemeinderat hat sich 2014 eingeführt. Er verdient den Namen „Neu“, denn sein Engagement ist beachtlich. Er steigt tiefer in die örtlichen Gegebenheiten ein als sein Vorgänger und bemüht sich die bürgerlichen Belange ausgewogen zu gestalten. Das kostet viel Zeit und Mühe aber es wird sich beim Durchhalten auszahlen.

Auch ist es mehr als erfreulich, dass nicht die einzelne Person im Gremium im Vordergrund steht, sondern die Gemeinsamkeit der Aufgabe. Auf Personalattacken innerhalb des Gremiums können wir verzichten. Das ist mehr als angenehm. Diesbezüglich haben wir in Bad Buchau tatsächlich einen Neuanfang geschafft. Aber es ist noch einiges zu gestalten.
Die Stadtstreicher wünschen allen Bürgern ein besinnliches Fest.

Eine Antwort auf Stadtstreicher Kolumne No.128 – Gänseblümchen an Weihnachten

  1. schon lange Beobachter sagt:

    Dem Stadtstreicher ein frohes Weihnachtsfest!
    Ihre Botschaft liest sich so, daß in Zukunft mit einer kooperativen Zusammenarbeit des Stadtrats zu rechnen ist. Ich freue mich sehr über die positive Entwicklung.
    Alles Gute!

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