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Bad Buchau am Federsee

Stadtstreicher die aktuelle Kolumne Nr. 108

Echo vom Götzburg – Areal

götzburgplatz1

Nach mancher Häme an dieser Stelle in den letzten Wochen endlich einmal eine offizielle Information über das Götzburg Areal von unserem weihnachtlich gestimmten Rathaus. Ein Nikolaussäckchen, schön verpackt, für die Bad Buchauer. Allerdings nicht vom Bürgermeister sondern vom Hauptamtsleiter überreicht. Dem Bürgermeister scheint das alles nicht mehr so ganz geheuer zu sein, nachdem seine mehrfachen Versprechungen sich in Weihrauchduft aufgelöst haben. Jetzt muss der noch unbelastete Hauptamtsleiter Müller in die Bresche springen und neue Hoffnungen ausstreuen. Das könnte für die Bürger glaubwürdiger klingen als beim BM selbst. Und Helmut Müller macht das gleich mit Handschlag fest, wie früher auf dem Riedlinger Rindviehmarkt. Pünktlich am 15. April 2015 geht das wieder bebaute Götzburggelände in Betrieb (es fehlt nur noch die Uhrzeit). Noch genauer geht es nach 25 Jahren Ungewissheit wirklich nicht. Die Buchauer sollten sich das im Kalender als kleines Osterwunder 2015 dick vermerken. Dafür fällt auf, man hat jetzt auf die Festlegung eines Baubeginns ganz verzichtet. Das ist doch viel zu lästig und für den Gemeinderat wegen der Wahl 2014 viel zu risikobehaftet. Soll man eventuell während des Wahlkampfes einer weiteren Verzögerung zustimmen? Undenkbar! Warten wir’s ab. Kommt Zeit kommt Rat. Irgendwann muss ja schließlich begonnen werden, wenn die Einweihung am 15. April 2015 stattfindet. Bis dahin bitte warten oder hoffen. Die Spannung bleibt ungebrochen. Hoffentlich sind die Bauunternehmer nicht für längere Zeit völlig ausgebucht.

642.000 Euro hat die Stadt für den Abbruch der Industriebrache investiert. Gehören tut der Stadt gar nichts. Nicht einmal der Schotterberg, der gegenwärtig noch lagert. Auch kein Vorkaufsrecht. Bis jetzt haben wir nur einen freien Blick in der Stadtmitte. Das ist doch etwas. Halt! Für das Stocker Grundstück und den Abbruch hat man noch weitere – nicht genannte – beachtliche Summen aufgewendet.

Wie soll man diesen Teil der Stadtsanierung ohne einen gewissen Humor überstehen?

Nähgruppe Altersheim

Die Nähgruppe unter der Leitung von Frau Renate Reisch feierte vor kurzem das 25 jährige Arbeitsjubiläum (siehe Bericht SZ vom 22.11.13). Neben den Näh- und Strickfrauen, die sich wöchentlich einmal zum Arbeitseinsatz im Altersheim zusammenfinden, gibt es noch einige fleißige Heimarbeiterinnen, die dieser Gruppe zuarbeiten. Dieser kreative Zusammenhalt kann nicht genug öffentlich herausgestellt werden. Es ist die einzig noch aktive Gruppe der Bürgerinitiative Marienheim aus dem Beginn der 80iger Jahre, welche der verstorbene Herr Georg Frisch ins Leben gerufen hat. In den 25 Jahren Bazar im Marienheim konnten sehr hohe fünfstellige Beträge erwirtschaftet werden, die den Heimbewohnern durch Leistungen und Anschaffungen wieder zu gute kommen. Neben dem Bild mit den offiziellen Herren wäre es sicher nicht zu viel der Ehre gewesen, auch die Arbeitsbienen einmal abzulichten, die bei diesem Fest anwesend waren. Eine einmalige Gelegenheit öffentlicher Darstellung ist damit verstrichen. Generell ist es schade, dass bei solchen Anlässen auf die wichtigsten Personen am wenigsten geachtet wird. Umso mehr gilt diesen Kräften die öffentliche Achtung für ihre Uneigennützigkeit.