Staatssekretär Drautz besuchte Öchsle-Schmalspurbahn
Weiterer Bedarf an Landeszuschüssen
KREIS BIBERACH (tf) – Wirtschaftsstaatssekretär Richard Drautz besuchte gestern, 11. September, die Öchsle-Bahn und konnte sich vor Ort von der sinnvollen Verwendung der bisherigen Landeszuschüsse für die Streckensanierungen überzeugen. Öchsle-Geschäftsführer Klaus-Peter Schust und Ochsenhausens Bürgermeister Andreas Denzel wiesen allerdings auf weiteren Zuschussbedarf hin.
Von einer insgesamt sehr positiven Entwicklung der Museumsbahn berichteten Denzel und Schust dem Besuch aus dem Stuttgarter Wirtschaftsministerium. Die Besucherzahlen könnten in diesem Jahr gar einen neuen Höchststand erreichen, ließ Schust durchblicken. Drautz besichtigte den modernen Lokschuppen in Warthausen und ließ sich die Arbeiten an der Dampflok 99 788 „Berta“ erläutern, deren Fahrwerk derzeit überarbeitet wird. Schust wies besonders auf die ehrenamtliche Arbeit hin: „Wir sind stolz, dass Helfer aus dem gesamten süddeutschen Raum hier den Betrieb aufrecht erhalten“, betonte der Geschäftsführer.
Anschließend ließen es sich Drautz und seine Mitarbeiter Anja Opper, Otto Hertäg und Matthias Zink nicht nehmen, mit einer Öchsle-Fahrt selbst eine Zeitreise in die Pionierzeit der Eisenbahn zu unternehmen. Optisch ansprechend, jedoch als finanzielles Sorgenkind präsentierte sich den Besuchern dann der Lokschuppen in Ochsenhausen. Das denkmalgeschützte Gebäude aus der Gründerzeit der Schmalspurbahn werde derzeit als Unterstellmöglichkeit genutzt, man könne sich aber auch vorstellen, dort der Öffentlichkeit Exponate zu zeigen, sagte Bürgermeister Denzel. Hierzu seien jedoch erhebliche Investitionen erforderlich, für die der Schultes um Landesunterstützung warb. Schon die Reparatur des mittlerweile undichten Dachs ergebe einen dringenden Handlungsbedarf.
Geschäftsführer Schust bedankte sich für die bisherigen Landeszuschüsse, welche dringend notwendig gewesen seien. Er unterstützte jedoch Denzels Anliegen und erinnerte daran, dass auch bei der Streckensanierung noch weitere Bauabschnitte in Angriff genommen werden müssten. „Dafür brauchen wir auch politische Unterstützung“, appellierte Schust an die Delegation aus dem Wirtschaftsministerium.
Für diese stand anschließend noch ein Besuch des Ochsenhauser Klosters, der Ausstellung „HAP Grieshaber“ in der städtischen Galerie sowie der Musikakademie auf dem Programm.
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