SPD trauert um Elke Linde

Die Biberacher SPD trauert um Elke Linde. Die ehemalige Kreis- und Ortsvereinsvorsitzende verstarb am Sonntagnachmittag im Alter von 83 Jahren. Fast 20 Jahre lang war Elke Linde Mitglied im Biberacher Gemeinderat, 1999 erhielt sie die Bürgerurkunde der Stadt Biberach, 2000 das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Geboren am 1. Juli 1929 in Berlin, kam sie mit Familie über ihren Mann, der an der Fachhochschule Architektur lehrte und früh verstarb, nach Biberach. Politisch trat Elke Linde zum ersten Mal 1972 in Erscheinung, als sie zur Bundestagswahl mit einigen Mitstreitern in Biberach die sozialliberale Wählerinitiative „Willy wählen“ für Willy Brandt ins Leben rief. 1974 trat sie in die SPD ein und wurde schon ein Jahr später zum ersten Mal zur Vorsitzenden des Biberacher SPD-Ortsvereins gewählt – ein Amt, das sie mit zwei kurzen Unterbrechungen bis 1994 innehatte. 1976 initiierte sie Unterstützungsaktionen für den Biberacher Kinderschutzbund.

Von 1979 bis 1983 war Elke Linde Mitglied im Vorstand der Kreis-SPD, davon zwei Jahre als Vorsitzende. 1979 berief sie die Landes-SPD zur Wahl des Bundespräsidenten in die Bundesversammlung. Erstmalig 1980 gewählt, war Elke Linde über zwei Jahrzehnte hinweg Mitglied im Biberacher Gemeinderat. Für ihr langjähriges Engagement erhielt sie 1999 die Bürgerurkunde der Stadt Biberach, 2000 das Bundesverdienstkreuz. Vor drei Jahren bekam Elke Linde bei einem Bürgerempfang in der Stadthalle aus der Hand von SPD-Landeschef Dr. Nils Schmid die Willy-Brandt-Medaille, die höchste Auszeichnung, die die Partei zu vergeben hat.

Die Trauerfeier findet am Mittwoch um 11 Uhr in der Aussegnungshalle auf dem Biberacher Stadtfriedhof statt. Den Nachruf wird der frühere SPD-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat, Dr. Wolfgang Grell, sprechen.

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