Sonntagspredigt einmal anderst von Stadtrat Heinz Weiss

Es ist wichtig, dass ich vor den Gemeinderatswahlen im Mai 2014 den Buchauer Bürgern einiges klarstelle.

War es richtig aus der CDU auszutreten?

Jeder Buchauer weiß, dass ich auf dieser Liste in den Gemeinderat gewählt wurde. Die CDU Leute brauchten 2009 dringend noch jemanden zum Stimmenfangen. Mangels anderer schlagkräftiger Kandidaten akzeptierte die Versammlung „gezwungenermaßen“ auch meine Kandidatur. Ich ging allerdings schon während des Wahlkampfes meinen ganz eigenen persönlichen Weg. Das akzeptierten meine Mitbewerber überhaupt nicht, obwohl ich Jeden freistellte, ja sogar anbot, mit zu machen. Als ich mich dann auch noch akzeptabel bei der Wahl schlug, war das Band schon zerschnitten. Das was man vorher nicht für möglich gehalten hätte, war eingetreten. Ich war im Gemeinderat. Diese Ungebundenheit gegenüber dem Etablissement der CDU setzte ich all die Jahre hinweg durch. Trotz aller Drohungen und persönlichen Verunglimpfungen, blieb ich meinem Weg der Unabhängigkeit und meines Gewissens treu. Aufgrund dieses Verhältnisses war eine Parteifreundschaft oder gar eine Unterstützung nicht zu erwarten. Allerdings hatte ich auf etwas mehr Akzeptanz gegenüber einem Andersdenkenden gehofft. Aber die Front war gnadenlos. Mein Schritt jetzt zur Neuwahl des Gemeinderates war unausbleiblich, ehrlich und nur konsequent.

Eintritt in die FWV?

Das Verhältnis zur Freien Wählervereinigung, einer Fotokopie der CDU, konnte sich deshalb nicht besser entwickeln. Eine Unterscheidung dieser beiden Fraktionen in der Sache war kaum auszumachen. Völlige Einheit praktizierten beide gegenüber meiner Person. Wenn es gegen mich ging, spielte die Sache selbst sowieso keine Rolle mehr. Da sehen Sie mal, was ich all die Jahre für ein Kristallisationspunkt war. Lach… Also von hier erwarte ich keine Trendwende. Auch eine Absage möchte ich mir ersparen.

Zweite bzw. Dritte Kraft unbedingt notwendig?

Da CDU und FWV Fotokopien sind, gibt es gegenüber der Kontrolle der Verwaltung überhaupt keine Opposition. Sofern diese Kräfte die Worte „Kontrolle“ oder „Opposition“ schon einmal gehört haben sollten. Sie schlüpfen der Verwaltung blindlings in den Hintern und machen alle Machenschaften und Klüngeleien mit. Ja noch mehr. Sie machten das teilweise schon im vorauseilenden Gehorsam, wenn sich die Bürgermeisterstellvertreter im Bürgermeisterdienstzimmer zur Absprache bzw. zum Apell der Tagesordnung trafen. Vor den Sitzungen war das Ergebnis schon gescheckt. Die anderen waren zum Nicken vorgesehen. Deshalb trauern die Buchauer auch so dem kleinen Negerlein vom Krankenhaus nach. Jedenfalls kann man Buchau als eine Mann-Demokratie bezeichnen.

Wer das ändern will,

muss bereits vor der Wahl eine Entscheidung treffen. Ich biete die Gelegenheit mit einer Wahlliste an. Es geht nicht um mich und nicht um mein Gesicht. Sie brauchen mich nicht mit ins Bett zu nehmen. Ich werde auch andere Meinungen innerhalb unserer Liste akzeptieren. Das kann ich Ihnen versichern. Es geht um Ehrlichkeit und Offenheit und die Entwicklung Bad Buchaus in der Zukunft mit aufgeweckten Kräften.

Es ist höchste Zeit hier zusammenzustehen. Mehr als appellieren kann ich nicht. Das allerdings sehe ich als meine Pflicht an.

 

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