Sexueller Missbrauch, Aufklärer werden immer beschimpft, so auch in Bad Buchau.

MIssbrauchundbeschimpfung

Es nimmt kein Ende mit dem Versuch der Vertuschung.

Liest sich wie ein schlechter Kriminalroman wenn es nicht so ernst wäre. Auch Heinz Weiss, Stadtrat in Bad Buchau erging es gleich wie dem Münchner Erzbischof Marx. SR Weiss wurde konzertiert gemobbt nachdem er die Bürger von Bad Buchau am 23.11.09  aufgeklärt hatte über einen sexuellen Missbrauch an einem 11 jährigen Mädchens in Bad Buchau durch den amtierenden Jugendmusikschulleiter, der Onkel des Bürgermeisters übrigens.  Tags darauf wurde er vom Großteil seiner Gemeinderatskollegen/Kolleginnen übelst beschimpft und beleidigt, so wie in der Stadt in Misskredit gebracht. Auf solche Volksvertreter kann Bad Buchau stolz sein, ich bin es jedenfalls nicht mehr. Mal sehen was noch kommt zu dem Thema.

http://amfedersee.de/leiter-der-jugendmusikschule-wegen-sexuellem-missbrauch-verurteilt/

23 Responses to Sexueller Missbrauch, Aufklärer werden immer beschimpft, so auch in Bad Buchau.

  1. frau sagt:

    ….. und seither warten wir immer noch über eine offizielle Stellungnahme und Entschuldigung über das Vertuschen des amtierenden Bürgermeisters.
    Das wäre doch nach der groß aufgemachten Geburtstagsfeier ein Zeichen von Stärke. Im Federseejournal könnte stehen: Bürgermeister Diesch entschuldigt sich im Missbrauchfall Diesch.

  2. federseewanderin sagt:

    Ich bewundere Herrn Weiss für seine Zivilcourage, den durch das Urteil öffentlichen Missbrauch dem bereits wissenden Bürgermeister und seinen Ratsmitgliedern mitgeteilt zu haben.
    Ich bewundere ihn auch für seine Stärke, all diese Beschimpfungen und Beleidigungen ertragen zu haben und sich nicht niedermachen ließ.
    Er ist ein großartiger Mensch!

  3. zuviel sagt:

    # Mitte Januar: Der Leiter des Berliner Canisius-Kollegs, Pater Klaus Mertes, informiert rund 500 Schüler der „potenziell betroffenen“ Abiturjahrgänge 1975 bis 1983 per Brief über mögliche Missbrauchsfälle an der renommierten Jesuitenschule.Das Erzbistum Berlin räumt ebenfalls Ermittlungen wegen Missbrauchs gegen einen früheren Pfarrer der katholischen Heilig-Kreuz-Gemeinde in Berlin-Hohenschönhausen ein. Die Vorfälle, die sich 2001 ereignet haben sollen, sind dem Erzbistum seit Sommer 2009 bekannt.Außer den 20 Betroffenen am Canisius-Kolleg seien es drei an der Hamburger St.-Ansgar-Schule und zwei Personen am Jesuitengymnasium in St. Blasien im Schwarzwald. Die beiden beschuldigten Patres Peter R. und Wolfgang S. gehören dem Orden seit Anfang der 90er Jahre nicht mehr an, waren danach aber in anderen katholischen Einrichtungen im In- und Ausland tätig.
    # 2. Februar: Der Missbrauchs-Skandal erfasst nun auch das Bistum Hildesheim. Hier war einer der beiden beschuldigten Ex-Jesuitenpatres von 1982 bis 2003 als Seelsorger tätig. Zwei Fälle von sexuellen Übergriffen sind bekannt.
    # In Berlin wird nach Angaben des Jesuitenordens gegen einen weiteren Patres wegen Missbrauchs zwischen 1976 und 1981 ermittelt. Der Priester war als Religionslehrer auch an der katholischen Liebfrauenschule tätig. Das Erzbistum Berlin kündigt eine umfassende Aufklärung des Falls an. Kurz darauf sagt der Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, Hans Langendörfer, dass die katholische Kirche alle Fälle sexuellen Missbrauchs durch Priester aufklären wird.Dazu kommen bis zu zehn weitere Fälle in Jesuitenschulen in Bonn, Hamburg und St. Blasien. Bekannt wird auch, dass in einem 2004 erschienenen Buch ein Ex-Schüler bereits den Missbrauch durch Priester geschildert hat. Papst Benedikt XVI. verurteilt die Taten kurz darauf als Verstoß gegen die Rechte von Kindern.Mindestens 115 Opfer sollen bundesweit an Schulen des Jesuitenordens in Deutschland seit den 50er Jahren missbraucht worden sein. Die sexuellen Übergriffe seien nicht nur vereinzelt, sondern systematisch begangen worden, sagte die Missbrauchsbeauftragte des Jesuitenordens in einem Zwischenberichts. Derweil berichten auch die Pallottiner über Fälle sexuellen Missbrauchs in einer früheren Ordenseinrichtung: Ein Schüler des ehemaligen Konvikts Sankt Albert in Rheinbach bei Bonn habe vor zwei Jahren angegeben, er und zwei weitere Jungen seien Anfang der 60er Jahre von einem Pater missbraucht worden, sagt ein Sprecher der deutschen Pallottiner-Provinz.Der „Spiegel“ berichtet von Missbrauchsfällen auch in zwei ehemaligen Heimen der Salesianer Don Boscos in Augsburg und Berlin. Ebenfalls betroffen seien ein ehemaliges Kinderheim der Vinzentinerinnen im oberschwäbischen Oggelsbeuren sowie das Maristen-Internat im bayerischen Mindelheim und das frühere Franziskaner-Internat in Großkrotzenburg bei Hanau. Massive Missbrauchsvorwürfe gebe es auch gegen frühere Mitarbeiter des Franz-Sales-Hauses in Essen, einer renommierten Behinderten-Einrichtung. Laut „Frankfurter Rundschau“ soll es zudem im Sankt Ludwig Kolleg der Franziskaner-Minoritäten Vorfälle gegeben haben.Die Leitlinien zum Umgang mit derlei Fällen sollen überprüft werden. Am selben Tag wird bekannt, dass es offenbar auch im Internat des oberbayerischen Klosters Ettal über Jahrzehnte hinweg zu sexuellen Übergriffen auf Schüler kam.
    # 03. März: Das Bistum Limburg prüft Missbrauchsvorwürfe gegen „einige“ seiner Priester. Dabei handele es sich, so der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst, um einen Verdachtsfall, der bis in die 1940er Jahre zurückreiche und um einen aus den 1960er Jahren.
    Auch beim Knabenchor Regensburger Domspatzen werden Missbrauchsfälle aus den 1960er Jahren bekannt. Die beiden mutmaßlichen Täter – zwei frühere leitende Geistliche, die 1984 gestorben sind – sollen wegen der Taten zu Haftstrafen verurteilt worden sein. Bei der Staatsanwaltschaft Hanau geht unterdessen eine anonyme Strafanzeige wegen sexuellen Missbrauchs gegen einen Hanauer Priester ein.

    • zuviel sagt:

      Das wird echt immer schlimmer.
      Null Toleranz den Kinderschändern und ebenso Null Toleranz allen Mitwissern und Vertuscher…

      eine juristische Verjährung ist für mich unerträglich und nach meiner Meinung gehört alles ans Tageslicht, auch wenn keine Strafe mehr droht. Das ist man den Opfern einfach schuldig !!!

  4. buchauerin sagt:

    @frau und federseewanderin

    meine volle zustimmung.

    frage mich gerade: hätte ein anderer sr oder bürger den mißbrauch diesch publik gemacht, wäre der auch so angegangen worden?
    nachdenklich stimmt : kam es gewissen stadträten gerade recht, daß von „Weiss“ aufgeklärt wurde?
    nachdenklich stimmt auch : kritik an weiss ausüben scheint leichter über die lippen (bzw. die tastatur) zu gehen als eine entschuldigung.
    hört sich fast wie im mittelalter an : dem „überbringer“ schlechter nachrichten……….. .
    wie sähe unsere welt aus wenn keiner mehr zivilcourage aufbringen würde um mißstände zu benennen?
    ermunterung an heinz weiss so weitermachen wie bisher und seiner linie treu zu bleiben. wir schätzen seine aufrichtigkeit und seine bürgernähe.

    • buchauer sagt:

      Ich bin auch vom Bad Buchauer Bürgermeister und Gemeinderat sehr enttäuscht, dass sie so hinterfotzig gegen Herrn Weiss vorgehen und diese Straftat vom Jugendmusikschulleiter unter den Tisch kehren wollten. Von einer Entschuldigung an die vielen Opfer und auch Bürger Buchaus immer noch keine Spur. Die Sache ist noch nicht vergessen meine Herrn! Es scheint wohl leichter Herrn Weiss als Übeltäter zu beschimpfen, obwohl er richtig gehandelt und die Sache aufgedeckt hat. Vor allem finde ich dieses Verhalten auch gegenüber dem Opfer und seiner Familie eine Schande, und natürlich auch den anderen vielen Opfern, die ja auch vor vielen Jahren betroffen waren und leider wegen Verjährung der Tat ihre Anzeigen nicht mehr gültig (verjährt) sind. Schade! Sonst wäre Herr M. Diesch jetzt vielleicht schon im Knast. Trotz alldem wünsche ich Herrn Heinz Weiss viel Kraft so weiterzumachen, und vor allem so zu bleiben, wie er ist. Es bleibt zu hoffen, dass sich in Buchau doch noch Zivilcourage, Engagement, Hilfsbereitschaft, Aufrichtigkeit und vor allem Ehrlichkeit durchsetzen, auch wenn es unserm BM und Gemeinderat nicht immer in den Kram passt.

      • Kepiz sagt:

        Missbrauchsfälle und Courage:
        Nun lese ich zum ersten mal hier dazu Kommentare und kann nur sagen,es gehören auch die Fälle von 1950-bis heute an den Pranger, als man uns als Schüler geschlagen und missbraucht hat, obwohl hier die Qualen weit über die erlaubte Prügelstrafe oder Züchtigung ging. Bei der Gründung der BRD mit Konrad Adenauer wurde das heutige Grundgesetz ins Leben gerufen und wer hat sich daran gehalten? Man soll Tote eigentlich ruhen lassen,aber Ihre Namen stehen auch heute nicht auf der Privilegierten Liste, all zuwenige machen Ihren Mund auf.
        Ein Bürgermeister und seine dazugehörigen Stadträte, die den SR Weiß mobben und öffentlich gemobbt haben, diesen müsste man sofort das Vertrauen entziehen und Neuwahlen ansetzen. Das Problem in diesen Kleinstädten ist die Vetterwirtschaft und Weitervererbung eines Sitzes im Rathaus.
        Ich möchte daran erinnern,dass unser jetziger „Bundespräsident“ das Volk dazu aufgerufen hat, nicht „Wegzuschauen“,egal ob es die Angriffe von Gewalttaten, von Jugendlichen sei, oder auch Missbrauchsfälle.
        Aber für Buchau war schon früher „a-typisch“-:halt`s Maul sonscht hoscht a`Problem- hoscht nix gsehe gell!
        Ich bin absolut der Meinung dass die Bürger auf diese Vorfälle die absolut politisch nicht zu akzeptieren sind und umgehend ein Misstrauensvotum gestellt werden muss, aber von den Bürgern.
        Es wäre auch an der Zeit, die alten eingesessenen, Buchauer Statdräte auszuwechseln gegen Jüngere,auch politisch freidenkende Kandidaten, die müssen nicht immer von ansässigen Unternehmervertreter und Beamte sein oder geschulte Verwaltungsangestellte, die eh nur die Interessen des Landrates und BM vertreten.
        Zivilcourage sollte mal wieder größer geschrieben werden,sonst müsste man in Buchau an die Jahre 1939-1946 denken, als viele Bürger verraten und nicht nur gemobbt wurden,sondern Ihr Leben lassen mussten.
        Euer Kepiz Sascha

  5. Chris sagt:

    Kann mich meinen Vorrednern nur anschließen.
    Charakter hätte unser BM bewiesen, wenn er seinen Onkel direkt nachdem er von dem Prozeß gewußt hätte beurlaubt hätte!!!
    Charakter hätte er auch bewießen wenn er zumindest nach der Veröffentlichung mit mehr Engagement an die Sache gegangen wäre und nicht wie ein beleidigtes Kind!
    Aber dass unser BM kein Charakter besitzt hat man spätestens bemerkt, als er in seinem Geburtstagsbericht der SZ den Namen „Heinz Weiss“ erwähnt hat…. Dass er von diesem Menschen persönlich enttäuscht ist…
    Persönlich enttäuscht von einem Menschen, der einen „Kinderanfasser“ öffentlich macht??? Lieber BM, vielleicht überlegen sie sich mal wer alles von ihnen persönlich enttäuscht ist!! Ich hoffe genug!

  6. beobachterin sagt:

    wegsehen, vertuschen, herunterspielen…. damit die Stadt nicht an Ansehen verliert. Das Gegenteil ist eingetreten. Die Verlierer sind der BM und die Räte, die den Musikschulleiter decken wollten.
    Sie haben ihren gesellschaftlichen Ruf verloren, werden bei den nächsten Wahlen( es sei denn, sie lassen sich nochmal aufstellen) darauf angesprochen werden. Ihr Verhalten hat nicht nur in Buchau, sondern weit über die Stadtgrenze hinaus, Spuren hinterlassen.
    Es geht nun nicht mehr um den Missbrauch als solches, der wurde vor Gericht verhandelt, sondern vielmehr darum, wie vom Volk gewählte Personen ihre Ämter wahrnehmen.
    Da haben die Wähler viel mehr Tugenden erwartet und sind bitterlich enttäuscht worden.
    Es gibt ein altes Sprichwort: wer mit dem Finger auf andere zeigt, hat gleichzeitig drei Finger auf sich selbst gerichtet.

  7. Matze sagt:

    Ganz genau! Sehr richtig! Vor allem diese Doppelmoral mit dem sich die Räte brüsten…. Ein SR Preißing möchte eine Entschuldigung… Unglaublich!
    Herr Preißing sollte sich entschuldigen, für ein derart unmögliches Verhalten!!

  8. Fabian Weiss sagt:

    Das Thema scheint sehr brisant zu sein. Jedenfalls versucht jemand unsere Umfrage zu manipulieren. Wir mussten 10 Stimmen die alle von der gleichen Person für „Nein, man muss auch die Täter denken“ abgegeben wurden, wieder abziehen. Da scheint jemand massiv Angst vor Aufklärung zu haben!

  9. ehemalige-buchauerin sagt:

    ich war früher selbst in der situation mit dem musikschullehrer diesch und ich für meinen teil kann nur sagen, dass es mir völlig egal ist ob sich der bm entschuldigt oder nicht. er kann nichts dafür und rückgängig kann es durch eine entschuldigung auch nicht gemacht werden. ich mache ihm also keine vorwürfe, im gegenteil, ich sehe nicht warum er sich überhaupt entschuldigen sollte. also hört endlich auf den bm schlecht zu machen, die sache ist gegessen, schaut mal wieder in die zukunft!! ich jedenfalls finde, dass sich seit seiner amtszeit viel verändert hat. versucht doch mal das positive zu sehen und nicht immer nur das negative, das vielleicht eher auf der hand liegt.

    • ist nicht gegessen sagt:

      sie auch…. schon früher. Die Liste der Opfer wird länger. Ich finde es erstaunlich, dass Sie diese Situation verarbeitet haben und dem Musikschulleiter den sexuellen Übergriff verziehen haben. Das ist Ihre Lösung. Viele können damit nicht so leicht umgehen und haben ein traumatisches Erlebnis bis ins hohe Alter.

      Sie haben aber nicht verstanden, für Was sich der BM entschuldigen sollte.
      Nicht für den Missbrauch als solches, sondern für die Unterlassung der Aufklärungspflicht als BM. Auch dafür, dass er in der Presse den Fall herunterspielte und als harmlose Bagatelle bezeichnete. War er beim Missbrauch dabei um so zu dieser Aussage zu kommen? Wem soll mehr Glauben geschenkt werden, dem Richter oder dem BM? Warum ist er von seinem Sr enttäuscht, der ein öffentliches Urteil publik macht?
      Die Leute machen den BM nicht schlecht, sie bewerten lediglich sein Verhalten im Umgang mit Missbrauch seines Onkels. Er hat seine dunkle Seite selbst aufgezeigt, und die ist nun mal negativ.

      Information und Aufklärung sind ein wichtiges Element eines Stadtchefs.
      Er hat sicher auch Gutes geleistet, das steht aber hier nicht zur Diskussion und kann nicht vergleichend bewertet werden.

  10. buchauerin sagt:

    sorry, das sehe ich aber total anders und viele mit denen ich mich austausche ebenso.
    gerade wenn man wie die „ehemalige buchauerin“ selber betroffen war ist diese reaktion nicht ganz verständlich. sicherlich kann durch eine entschuldigung nichts rückgängig gemacht werden. Aber einfühlungsvermögen und betroffenheit ist wohl das mindeste was man erwartet.
    (siehe andere aufgedeckte mißbrauchsfälle : entschuldigungen der heutigen schulleitung und direktoren, diejenigen die sich für vergehen ihrer vorgänger entschuldigen können auch nichts dafür, aber sie übernehmen verantwortung).
    vielleicht wäre auch eine entschuldigung für das „unter den tisch kehren wollen“ und die ganze sache nicht richtig ernst genommen haben (zumindest nach der ersten information im sommer wäre eine reaktion fällig gewesen), angebracht.
    und nochmal sorry, für mich persönlich hat sich seit der amtszeit des bm diesch absolut nichts verändert. die äußerlichen veränderungen im stadtbild wurden nicht von einer einzelnen person beschlossen und angeregt. wollen wir doch einfach mal die kirche im dorf lassen und gravierende versäumnisse und nachlässigkeiten nicht auch noch beschönigen.
    und ja, es hat sich einiges verändert, ich bin seit über 60 jahren buchauerin, hier geboren – aber ich habe von keinem vorgänger des bm diesch – weder von bürgermeister knittel noch von bürgermeister müller – in der presse über persönliche angriffe auf einen stadtrat lesen müssen.
    auch habe ich in all den jahren noch nie eine weihnachts- und neujahrsbotschaft mit soviel seitenhieben gelesen wie im vergangenen dezember.
    der letzte satz meiner vorgängerin ist korrekt, das negative liegt wirklich eher auf der hand. wen wunderts?

  11. buchauerin sagt:

    möchte einfach noch anmerken : kritik üben, mißstände ansprechen hat absolut nichts mit „schlechtmachen“ zu tun.
    das „schlechtmachen“ wurde und wird schon zur genüge von anderer seite praktiziert. (einfach aufmerksam zeitung und federseejournal lesen).

  12. wilems sagt:

    Hallo Heinz, ich verfolge täglich „amfedersee“. Toll!!!!! Mach weiter so, denn nur so kann man gewinnen. Du weißt: Genug ist nie genug!!!!!! Endlich mal Menschen, die es wagen offene Worte zu sprechen.

  13. hedi sagt:

    was sind denn das für stimmabgaben ?
    wer um himmels willen kann so voten : „weniger einsatz für aufklärung von kindesmißbrauch, man muß an die täter denken“.
    doch nur jemand der total krank, ignorant ist oder aber selber eine riesen angst vor eventuellen aufdeckungen hat.

  14. hört,hört. sagt:

    Der 46-jährige Bischof Ackermann steht beim Thema Kindesmissbrauch für lückenlose Aufklärung. Schon früh erhob der Trierer Bischof als einer der Ersten im Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche die Stimme: Eine „Verharmlosung oder ein Vertuschen“ dürfe es nicht geben, forderte er. Die Vorgänge seien „erschütternd und verheerend“ für Ansehen und Glaubwürdigkeit der Kirche. Ackermann ist seit Frühjahr 2009 Bischof von Trier, der ältesten Diözese Deutschlands. Er bezieht regelmäßig zu aktuellen politischen, gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Fragen Stellung. Ackermann will sich am Freitag in Trier zu seinen Zielen und Aufgaben äußern.

  15. Heinz Weiss sagt:

    SZ, 12.3.2010

    Ordensbrüder sollen bis in die 80er-Jahre hinein Schüler des Studienkollegs St. Johann sexuell missbraucht haben. Dies hat am Donnerstag Pater Bernd Werle mitgeteilt, das Oberhaupt der deutschen Steyler Missionare. Der katholische Orden hat das Studienkolleg bis 2008 betrieben.
    Bischof am Montag informiert

    „Daraufhin habe ich Pater Devis beauftragt, hier in den Akten in Blönried gezielt zu suchen, um die anderen Verdachtsmomente zu erhärten“, sagt Werle. Schulleiter Klaus Schneiderhan habe er informiert, dass er Nachforschungen anstellen lasse. Zudem habe er aber auch mit ehemaligen Blönrieder Oberen im Missionshaus in St. Wendel gesprochen. Seit Ende vergangener Woche ist er sich auch bei den anderen beiden Verdächtigen sicher. Am Montag hat er den Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit einem Brief über die Ergebnisse seiner Untersuchungen informiert.

    Über die Art des mutmaßlichen Missbrauchs am Studienkolleg sagt Werle: „Es waren keine Vergewaltigungen – es ging eher um sexuelle Spielereien.“ Doch weil sie mit Minderjährigen geschahen, seien sie verletzend und zerstörerisch gewesen. „Es hat keine sadistischen Übergriffe gegeben“, sagt der 54-Jährige.

    Schulleiter Klaus Schneiderhan zeigt sich gestern schockiert: „Es ist ein scheußliches Verbrechen.“ Wichtig sei, dass die Sachen geklärt werden würden, dass man aus dieser Situation lerne. Werle hat gestern bereits den Elternbeirat informiert, der zufällig eine Sitzung hatte. Schneiderhan möchte heute ebenfalls die Eltern informieren. Der Schulleiter sagte gestern: „Ich muss das jetzt auch erst einmal verarbeiten.“
    Wenigsten werden hier die Eltern aller Schüler informiert, geht auch anders, nicht so wie bei uns hier in Bad Buchau.

  16. beobachter sagt:

    ich bin erstaunt, erschüttert, verzweifelt, wütend…

    ich beobachte dieses ganze geschehen mit genügen abstand schon seit einiger zeit… ich komme mir vor wie in einem schlechten film… miserabler geht es eigentlich kaum…

    die großkopfigen sind eben doch meist nur dazu da aufm sessel zu hockn und däumchen zu drehen…. und wenn dann einer mal aufsteht und in die welt spricht dann muss der sich auch noch übelste beleidigungen anhören und sehen wie sich die welt gegen ihn wendet.

    wo bleibt bei dieser sache der „klare menschenverstand“ oder ist man in buchau im rathaus deren beraubt worden?
    seid froh dass es jemanden wie h.w. gibt, der sich für die bürger der stadt einsetzt, gerechtigkeit fordert und der geholfen hat….. man beachte allein was alles er auf sich genommen hat… strapazen, beleidigungen, beschimpfungen, nachreden, sogar öffentlich als „Enttäuschung“dargestellt, vom „KÖNIG“ persönlich, (der sich im übrigen wohl keine finger schmutzig machen wollte)
    das alles….. hat er auf sich genommen, ertragen und geduldet… FÜR ANDERE…. nicht für sich selbt!
    Er denkt an ANDERE! DAS IST MENSCHLICHKEIT!
    So etwas braucht man in dieser schrecklichen Welt…. aber stattdessen werden wir regiert, überwacht von Monster… kalt, herzlos, EGOISTISCH!
    Und dann wird man vom OPFER zum Täter… ich kann es nicht glauben, dass das die Realität von und in Buchau sein solle…..ganz schlechtes Hollywood ist das!

    Hein Weiss, weiter so!… es gibt immer geteilte Meinungen, auch wenn ich nicht dachte, dass es in solch einem Falle, soviele „SCHLECHTE“ Meinungen gibt….. aber so Menschen wie Sie es einer sind, sollten im Herzen froh um ihr Leben sein, da sie ruhigen Gewissens glauben können, dass sie ihr möglichstes und vorallem das RICHTIGE getan haben……die andern tun dies mit hundsmiserablem Gewissen… und das ist richtig so!

  17. buchauerin sagt:

    es bleibt nicht nur bei der spitze des eisbergs, leider.
    ermutigt durch aussagen, aufdecken, anklagen und reden über mißbrauch hat diejenigen jetzt über ihren schatten, ihre ängste und scham, über verdrängtes springen lassen, so daß die ganzen ausmaße so allmählich verheerend deutlich werden.
    nur durch dieses „aufdecken, reden, öffentlich machen“ werden in zukunft eltern, kinder, jugendliche, lehrer,( bms und stadträte hoffentlich auch) sensibilisierter werden. – denn nur so kann man „den anfängen“ einhalt gebieten und wehren.
    in den ganzen aussagen der vergangenen tage in den medien liegt ein tenor : aufklärung – nicht weiterhin vertuschen.
    da frage ich mich im nachhinein immer noch, wie kann es angehen, daß eine person die um aufklärung gegenüber der bevölkerung bemüht war, (hier bei uns halt zufällig der sr weiss) derart niedergemacht wird.
    ich betone und wiederhole immer wieder, wir können froh sein einen heinz weiss als vertreter im sr zu haben.
    wach, kritisch, demokratisch und nicht duckmäuserisch.

  18. Urlaub sagt:

    Das kann doch einfach nicht wahr sein! Ich frage mich schon seid Jahren, warum es immer noch das Zölibat in der katholischen Kirche gibt. Denn ich bin mir sicher, dass es damit zusammenhängt! Wer möchte denn in der heutigen Zeit auf Familie und Sexualität verzichten? Das zieht doch einfach Menschen mit krankhaften Neigungen an und begünstigt ihren perversen Dran noch zusätzlich. Jeder Mensch hat sexuelle Wünsche und braucht Befriedigung auch ein Priester! Es ist einfach erschreckend, was oder passiert ist und das die Kirche bescheid wusste, aber nichts unternommen hat ist für mich ein Grund aus der Kirche auszutreten!Jeder der die Aufklärung der Fälle verhindert oder negativ bewertet, sollte sich wirklich schämen! ich frage mich wie sich diese Menschen noch im Spiegel anschauen können…..

  19. heute gelesen sagt:

    wir wissen, dass 95% des Missbrauchs im familiären Umfeld passiert.
    Die Pädophilen kommen in allen Schichten vor, also auch in kirchlichen Einrichtungen. Das hat mit Zölibat nichts zu tun, sondern damit, dass der Täter Kinder braucht, um sich sexuell zu befriedigen.Da hilft auch keine Frau oder ein Freudenhaus. Wir sollten uns vielmehr um die Opfer kümmern und Pädophile therapeutisch behandeln, damit sie vom Missbrauch lassen,damit solche Nachrichten uns nicht mehr fassungslos machen:

    Heute gelesen:
    Ein in Koblenz in Untersuchungshaft sitzender Familienvater könnte nach Polizeiangaben ein seit Jahren gesuchter Serienvergewaltiger sein. DNA-Analysen hätten den Tatverdacht erhärtet, teilte die Polizei in Krefeld am Freitag mit. Die DNA des 45-Jährigen stimme überein mit Spuren, die nach Vergewaltigungen in Krefeld, Bonn und Aachen gesichert worden seien. Der Mann war am Montag im rheinland-pfälzischen Teil der Eifel festgenommen worden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Ihm werden rund 100 Sexual-Delikte in Deutschland, Belgien und den Niederlanden vorgeworfen, darunter auch 20 Vergewaltigungen.