Sebastian Kurz bei Steingart: „Habe in der EU auch Interessen des deutschen Steuerzahlers gewahrt“

Sebastian Kurz. Im Gespräch mit Gabor Steingart hat Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz seinen Widerstand gegen das Merkel-Macron-Konzept beim Budgetgipfel der EU verteidigt. Indirekt wirft er der deutschen Kanzlerin vor, sie sei von langjährigen deutschen Positionen abgerückt.

Die Ergebnisse des Europagipfels der Vorwoche, bei dem in vier Tage und vier Nächte langen Verhandlungen das heftig umkämpfte Corona-Hilfspaket in den mehrjährigen Finanzrahmen der EU für die Jahre 2021-2027 integriert wurde, werden von den Regierungen der Mitgliedstaaten mitgetragen.

Allerdings müssen die nationalen Parlamente und das Europäische Parlament noch zustimmen. Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hat am Dienstag (28.7.) mit dem Publizisten Gabor Steingart in dessen „Morning Briefing“ über die Bedeutung der Einigung gesprochen.

„Hohe Verlockung“ zur EU-Schuldenunion

Kurz zeigte sich einmal mehr zufrieden mit dem Inhalt der Einigung und spricht von einem Erfolg, der auch bedingt gewesen sei durch eine funktionierende Abstimmung mit den anderen kleineren Mitgliedsländern, die sich gegen den Merkel-Macron-Vorschlag gestellt hatten, Corona-Hilfen in Höhe von 500 Milliarden Euro als Zuschüsse an betroffene Länder auszuzahlen. Von den Hilfen werden vor allem die besonders stark betroffenen südeuropäischen Mitgliedstaaten wie Italien und Spanien profitieren – die jedoch auch ein lang anhaltendes Problem mit unausgeglichenen Haushalten haben.

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