Kategorien
Bad Buchau am Federsee

„Schwitzen statt am Schreibtisch sitzen“ für Bad Buchau auch interessant.

„Schwitzen statt am Schreibtisch sitzen“

Klar dass Hermann Strampfer  gemeinsam mit den diesjährigen freiwilligen Helfern erneut kräftig mit anpackte.

… das 20-jährige Jubiläum des Naturschutzgebiets „Spitzberg-Ödenburg“ war im letzten Jahr Grund genug für Regierungspräsident Hermann Strampfer und die Beamten der Naturschutzverwaltung des Regierungspräsidiums, an einem Freitagnachmittag mit Rechen und Planen bewaffnet loszuziehen und die abschließenden Handgriffe eines Pflegeeinsatzes am Spitzberg, das Wegschaffen großer Ladungen Gras, selbst durchzuführen.

Die Arbeit unter freiem Himmel stellte sich dabei als eine derart erfrischende Abwechslung heraus, dass die Kolleginnen und Kollegen auch in diesem Jahr wieder etwas für das schöne Naturschutzgebiet tun wollen.

Mit Heugabeln und Rechen bewaffnete Beamte aus der Naturschutzverwaltung des Regierungspräsidiums, mitten in einem wunderschönen Naturschutzgebiet – wer meint, dieses Bild bereits einmal gesehen zu haben, erinnert sich richtig. „Fast auf den Tag genau vor einem Jahr verabschiedeten wir uns an dieser Stelle nach getaner Arbeit und mit müden Gliedern“, so fasste Regierungspräsident Hermann Strampfer den letztjährigen Termin zugunsten des Naturschutzgebiets „Spitzberg-Ödenburg“ noch einmal zusammen, bevor er  gemeinsam mit den diesjährigen freiwilligen Helfern erneut kräftig mit anpackte.

Regierungspräsident Strampfer erinnerte daran, dass die reiche Artenvielfalt der terrassierten und besonnten Steilhänge des Spitzbergs ohne den stetigen Einsatz der Pflegetrupps des Regierungspräsidiums sowie privater Pflegefirmen in wenigen Jahrzehnten verloren gehen würde. Viele Naturschutzgebiete könnten nur durch die jährliche Landschaftspflege auf Dauer in ihrem Wert erhalten werden. „Das Naturschutzgebiet „Spitzberg-Ödenburg“ ist hierfür ein besonders prägnantes Beispiel. Nur durch regelmäßige Mahd kann die Vielfalt der hier typischen Pflanzen und Tiere gesichert und für künftige Generationen bewahrt werden“, hob Strampfer die Besonderheiten des Gebiets hervor.

Ebenso wie im letzten Jahr nahmen sich die Beamten der schutzwürdigen Wiesengesellschaften sowie einer vom Vordringen der Goldrute gefährdeten Fläche an. Mittels einer Mahd soll die nicht heimische Goldrute zurückgedrängt und geschwächt werden, um den lebensraumtypischen Pflanzenarten wieder mehr Möglichkeiten zu geben, sich durchzusetzen. Die maschinelle Vorarbeit hatte bereits der Pflegetrupp des Regierungspräsidiums übernommen. Anschließend räumten der Regierungspräsident, der Leiter der Abteilung Umwelt, Dietmar Enkel und die Mitarbeiter aus den Naturschutzreferaten von Hand das Mähgut aus dem unzugänglichen und steilen Gelände ab.

Die Rechtsverordnung zur Ausweisung des Naturschutzgebiets „Spitzberg-Ödenburg“ erging am 22. Oktober 1990. Nach der Unterschutzstellung erfolgten Entbuschungsmaßnahmen und die Mahd brachgefallener Wiesen zur Erstpflege. Einsätze des Pflegetrupps der damaligen Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege unterstützt durch Freiwilligen-Workcamps, sorgten für die Erhaltung und Optimierung der wertvollen Lebensräume.

Eine Antwort auf „„Schwitzen statt am Schreibtisch sitzen“ für Bad Buchau auch interessant.“

Nun, die etwas älteren unter uns, können sich vielleicht noch erinnern. Nicht nur Regierungspräsidenten auch Bürgermeister und Beamte zusammen mit dem Bauhofpersonal können schwitzen und nicht nur hinter dem Schreibtisch sitzen. Zum Beispiel am Tag des Umweltschutzes über viele Jahre hinweg jetzt Anfang November beim Pflanzen oder Aufräumen. Das waren auch noch Aktionen voller Leben und Zusammenstehen in gemeinsamen Zielen. Und dann das Zusammensitzen im Bauhof bei Leberkäs, Bier und Schnaps. So etwas verbindet mehr, als das Regieren im Rathaus. Leider gehören solche handfesten und schweißtreibenden Gemeinsamkeiten der Vergangenheit an. Für viele Bürger waren das immer sehr verbindende und wirklich ehrliche Gesten einer gelebten Gemeinschaft zwischen Rathaus und Bürger.

Kommentare sind geschlossen.