Schloß Bad Buchau, Kinderheilstätte vor 30 Jahren

Erinnerungen-

Diese Einladung zum Tag der offenen Tür am 16.1.2011 für den Anbau an die Schlossklinik weckt Erinnerungen an vergangene Zeiten. Wer hätte sich träumen lassen, dass nach dem Aus für die Kinderheilstätte im Jahr 1981 – nach Unterkunft für Asylanten und Vietnamflüchtlingen, nach fast 10 jähriger Suche um eine neue Verwendung – in diesen historischen Mauern je wieder einmal die Fenster so hell erleuchtet wären? Eine solch dynamische Entwicklung bevorsteht? Ja, wer hätte gedacht, dass die 18.000 qm Nutzflächen der Stiftsgebäude nicht einmal mehr ausreichen würden? Dass innerhalb des Stiftsbezirks und sogar in der Seegasse noch Anbauten entstehen würden? Dass hier etwa 150 Arbeitsplätze neu entstehen? Dass das Schloss die Infrastruktur der Stadt so beleben und stärken könnte? Die Kinderheilstätte Caritasstift Bad Buchau vor der Einstellung des Betriebes 1981

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2 Antworten auf Schloß Bad Buchau, Kinderheilstätte vor 30 Jahren

  1. Chameur sagt:

    An diese Zeit erinnere ich mich sehr, sehr gerne, waren doch immer hübsche Erzieherinnen dort beschäftigt. Für uns Buchauer Jungens die Gelegenheit eine nette Freundin zu finden. War immer spannend wer wohl die eine oder andere Erzieherin als Beziehung gewinnt. Heute gibt es in Bad Buchau einige verheiratete Frauen welche damals als junge Mädchen im Schloß Bad Buchau ihren Dienst antraten und Bad Buchau treu geblieben sind. Nette Erinnerung für viele hier.

  2. Harald Müller sagt:

    Ja, wer kann sich noch an das „Schwarze Loch“ inmitten unseres Stadtzentrums, neben unserer Stiftskirche, erinnern? Neben den Flüchtlingen und Asylanten hatte sich während des Rathausumbaus auch die Stadtverwaltung im Kavaliersbau einquartiert. Manche dachten auch über den Erwerb des Stiftsgeländes durch die Stadt nach. Das Städt. Verkehrsamt unter Herrn Neugebauer versuchte durch verschiedene Aktivitäten, wie Kunstausstellungen, die verlassenen Gemäuer etwas zu beleben und damit der Vergessenheit zu entreißen. Aber die denkmalgeschützten riesigen Gebäudekomplexe waren ein sehr hohes Risiko für eine Neunutzung. Der Stadt wären allein für notdürftige Unterhaltung und Heizung jedes Jahr hohe fünfstellige Kosten entstanden. Sollte man allein den Kavaliersbau für ein erweitertes (neues) Rathaus erwerben? Man befürchtete jedoch, wenn das Filetstück aus der Anlage herausgebrochen würde, wäre das restliche Areal noch fragwürdiger an den Mann zu bringen. Über zwei Dutzend „Kaufinteressenten“ wurden durch die Gebäude geführt. Die anfängliche Kaufbegeisterung war aber meist nach zwei bis drei Stunden des Durchgangs merklich abgesunken. Nach einigen Tagen folgte Absage um Absage. Auch zweifelhafte Organisationen waren an dem in sich abgeschlossenen Areal interessiert. Das wiederrum galt es zu verhindern, was nur mit dem Deutschen Caritasverband (und der Kirche) als Eigentümer möglich war. Dann, endlich 1989, hatte sich der damals sehr engagierte Altersheimbetreiber aus Maierhöfen bei Isny, Herr Karras, in diesen historischen Komplex verliebt (oder vielmehr seine Frau als Nachfolgerin des Turn- und Taxischen Schoßherrn). Er kaufte das Areal mit der Auflage eines Umbaus zur Reha-Klinik für neurologische und psychosomatische Erkrankungen. Als Pächter und Betreiber gewann er im November 1990 Reinhard Dengg aus Bad Rothenfelde, einem erfahrenen Klinikfachmann, der wiederrum mit der Moorheilbad gGmbH eng kooperierte (Therapiezentrum Federsee). Die denkmalüberwachte Generalsanierung war mit 22 Millionen DM angesetzt, kostete dann aber im Mai 1993 bei der Einweihung (Umbau mit Anbauten) fast 50 Millionen DM, was den Eigentümer Karras in den Konkurs trieb. 1994 erwarb die Moorheilbad gGmbH das Schloßareal um das zwischenzeitlich erfolgreich angelaufene Konzept der ganzheitlichen Rehabilitation (Therapiezentrum Federsee) auf gesicherten Eigentumsverhältnissen fortsetzen zu können. Nach 3 jährigem Intermezzo der RHM- Altenheim-und Klinikgruppe von Rolf-Henning Mayer, Bad Dürkheim als neuen Pächter und Klinikbetreiber übernahm dann die LVA Württemberg diese Aufgabe selbst. Seit 1998 hat sich diese Formation und dieses Konzept weiter bestens bewährt und weiterentwickelt.

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