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Gemeinderatssitzung vom 19.10.10 in Bad Buchau

… die gestrige Sitzung des Gemeinderates war wieder gespickt mit Themen zum Öffentlichen Leben in Bad Buchau. Kernstadt III Sanierung und die dazu anfallenden Fragen mussten diskutiert werden und zur Abstimmung gebracht. Diverse Baugesuche genehmigt sowie die Auftragsvergabe Federseesteg II. Bauabschnitt geprüft und freigegeben. Die anstehende Bürgermeisterwahl angesprochen  die notwendigen Regularien festgelegt sowie die Räte am Wahltag als Wahlhelfer eingeteilt in den zuständigen Wahllokalen in Bad Buchau und Kappel.

Zu Punkt 5 :  Aktuelle Berichte und Verschiedenes-

Wie des öfteren in letzter Zeit konnte es mal wieder Stadtrat Preißing nicht lassen die Schwäbische Zeitung in der öffentliche Sitzung zu kritisieren. Nicht einverstanden sei er über den Inhalt zu dem  Artikel vom Samstag den 16.10.10. Vieles sei in der ganzseitigen Informationsseite zum Missbrauchsskandal nicht richtig. Da und dort etwas unklar und überhaupt, wer, wie und was  für die Seite und deren Erscheinung verantwortlich. Dann die typische Reaktion von SR Preißing gleich einen Schuldigen für die Seitenveröffentlichung zu suchen.

Fragte er doch nicht Stadtrat Weiss ob er womöglich damit zu tun hätte. Dieser antwortet ihm: wie sie selber wissen werden Grundsätzlich von mir an die im Sitzungssaal anwesende SZ gerichtete Aussagen zur Veröffentlichung nicht akzeptiert. Sie selbst haben unlängst vehement dagegen protestiert Anmerkungen von SR. Weiss  zu Veröffentlichen. Wie soll dann jetzt eine ganze Seite plötzlich erscheinen. Hier zu müssen sie schon noch die restlichen 20 Leser der Bürgermeister E-mail vom 24.11.09 befragen. Tatsächlich ging die BM-mail an 20 Mitwisser also 6 Personen mehr als es im Rat Mitglieder sind. Das wiederum wollte SR. Preißing nicht hören und auch nicht kommentieren. SR Weiss  sagte deutlich zu den Räten wer glaube ihm im Missbrauchsfall etwas vorwerfen zu können solle dies bitte tun, gerne mit anwaltschaftlicher Unterstützung. Keine Reaktion aller Anwesenden.

Ich selbst möchte meine Freude darüber nicht verbergen und bin natürlich überrascht und sehr zufrieden wie das gelaufen ist. Offen und Ehrlich war schon längst fällig . Irgendwie hat SR. Preißing vergessen wer diese fast halbseitige E-mail  eigentlich verfasst hat. Einzig allein unser Bürgermeister, kein Leser, kein SR und kein Anonymer oder gar ein Heckenschütze … einfach nur der BM selber.ok.. Dass diese Zeilen nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren war klar, ganz gut  zu begreifen ist wer Wasserträger und Zündler waren. Ganz klar kommt hervor dass SR. Weiss laut BM.E-mail die Wahrheit gesagt hat, denn Abmachung und Verschwiegenheit sind durch die  schriftlichen Hinterlassenschaften unseres BM eine inzwischen gesicherte allen bekannte Tatsache.  Auch wenn er in seinem Interview vor fast einem Jahr zur Schwäbischen Zeitung am 30.12.09 genau das Gegenteil behauptete und ich der Lügner war , Abmachung und Verschwiegenheit an den Haaren herbei gezogen hätte!!!. Nun ja Herr BM, so ändern sich die Zeiten und „Seiten“.

Thema Missbrauch ist nun für mich beendet,dachte ich.

Gerade lese ich dass sich einige Räte sich immer noch wichtig machen zum Missbrauchskandal heute in der SZ unter Gemeinderatssitzung. Nun ja lieber Leser, her mit ihrer Meinung, alle Artikel sind ab sofort wieder für Kommentare zugelassen.

Nicht verstehen kann ich  Leserbriefschreiber die zuvor nicht lesen worauf sie antworten. Einfach schreiben, damit etwas geschrieben ist. Um jemandem einen Gefallen zu tun benötigt es doch nicht die SZ dazu, oder. Jubelperser sind nicht mehr gefragt. Also, wer keine Fakten hat soll lieber den Mund halten. Hätten sie sich am Anfang des Skandals besser informiert was jederzeit möglich war, könnten diese objektiv und aufklärend an der Diskussion teilnehmen. Allerdings zum verschweigen und dumm reden benötigt es kein Grundwissen zum „Vertuschen eines Missbrauchs“.

Bericht aus der Gemeinderatssitzung von einer anwesenden Artikelschreiberin. Sie sieht das ganze aus Sicht des Bürgermeisters und schreibt dementsprechend anderst ( Bericht 22.10.10 in der SZ zur Gemeinderatssitzung) z.B.

Nach Verlesen dieser Erklärung betonte Rat Dr. Sandmaier bei einer weiteren Wortmeldung, dass Gemeinderat Weiss seit Beginn seiner politischen Arbeit in diesem Gremium jeden Anstand vermissen lasse, immer gegen den Strom schwimme und die politische Arbeit massiv behindere. Immer wieder unterbrach Stadtrat Weiss und wurde von Bürgermeister Diesch zur Ordnung gerufen werden: „Bitte lassen Sie die Redner ausreden, bitte halten Sie sich an Reihenfolge der Wortmeldungen.“

Stadtrat Dr. Sandmaier beklagte diese Art Zusammenarbeit, die die Stadt in keiner Weise weiterbringe, sondern nur viel Arbeitspotential und Geld koste. „Ich arbeite jetzt schon seit elf Jahren im Gemeinderat, aber seit Herr Weiss Mitglied dieses Gremiums ist, kann man nicht mehr richtig arbeiten“, sagte auch Stadträtin Andrea Malmer. Rat Zippel mahnte unter anderem die Verantwortung an, die das Amt eines Rates innehabe.

„Herr Weiss, haben Sie die vertrauliche E-mail von Bürgermeister Diesch an die Schwäbische Zeitung gegeben?“ lautete die zweimalige direkte Frage von Stadtrat Preissing an Stadtrat Weiss, die von ihm jedes Mal vehement verneint wurde. Es hätten wohl mehr Adressaten als nur die Gemeinderäte diese Mail bekommen, meinte er lapidar.

Immer wieder erfolgten bis zur Beendigung dieses Tagesordnungspunktes und dem Ende des öffentlichen Teils wegen Zwischenrufen und des steigenden Lärmpegels im Ratssaal Hinweise auf die Ordnung.

„Ich bedaure sehr, dass ihr aus dieser Sitzung ein Beispiel für die Schule mitnehmt, das zeigt, wie negativ und peinlich eine Gemeinderatssitzung sein kann“, sagte Bürgermeister Diesch und wandte sich dabei an einige Schülerinnen des Kreisgymnasiums Riedlingen, die im Rahmen ihrer schulischen Pressearbeit eine Gemeinderatssitzung verfolgen wollten.

Anmerkung der Redaktion: Die Zuhören fragen, dann beurteilen.

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Die neue Hauptsatzung ist da!

Mit dieser viel zu kurzen Meldung berichtete die Schwäbische Zeitung von der historischen Entscheidung des Buchauer Gemeinderates die Hauptsatzung zu ändern. Warum die Hauptsatzung, die sich 30 Jahre lang sehr gut bewährte, geändert wurde und welche Folgen das hat, wollen wir den Bürgern etwas ausführlicher darstellen.

Unmittelbar nach den Gemeinderatswahlen letzten Jahres unterbreitete Bürgermeister Peter Diesch den Vorschlag, die in der Hauptsatzung niedergeschriebene Arbeitsteilung in Ausschüsse, aufzuheben und nur noch gesamtheitliche Gemeinderatssitzungen abzuhalten. Warum ihm das so wichtig war und weshalb er in der Öffentlichkeit behauptete, der Vorschlag sei vom Gremium ausgegangen, kann niemand so richtig nachvollziehen. Auf Drängen des Bürgermeisters wurde dann in nichtöffentlicher Sitzung am 22.9.2009 beschlossen, die Ausschüsse probeweise für 1 Jahr auszusetzen. Hinweise auf die Unrechtmäßigkeit des Vorgehens wurden einfach ignoriert.

Zumindest für einen Stadtrat war dieser Zustand unhaltbar. Nachdem er über mehrere Monate vergeblich Bürgermeister und Rat auf die fehlende rechtliche Grundlage hinwies, bat Heinz Weiss das Landratsamt Biberach um eine rechtliche Überprüfung des in geheimer Sitzung gefassten Beschlusses. Zwischenzeitig sickerte das Vorgehen in die Öffentlichkeit durch und Peter Diesch kamen nach 6 Monaten anscheinend selbst Zweifel, weshalb er am 16. April beim Landratsamt eine rechtliche Überprüfung nachfragte. Noch bevor dieses sich zur Sache geäußert hatte, ließ Peter Diesch verlauten das Vorgehen sei rechtmäßig – die Schwäbische Zeitung berichtete.

Die Tragweite des Vorfalls scheint vielen Buchauern bis heute nicht bewusst zu sein. Entscheidungen und Beschlüsse des Gremiums ohne Grundlage der Hauptsatzung wären rechtswidrig und damit anfechtbar gewesen. Man möge sich als Beispiel in die Lage es Bürgers versetzen, der eine Baugenehmigung erteilt bekommt, welche dann lange nach Baubeginn auf Grund des Verfahrensfehlers vom unliebsamen Nachbarn angefechtet wird und nachträglich für ungültig erklärt werden muss! Durch die fehlerhafte Amtsführung des Bürgermeisters hätten neben Schadenersatzleistungen für die Stadt, viel Ärger und Chaos auf die Bürger zukommen können.

Um so überraschender war für Fachleute die Entscheidung des Landratsamtes, denn dieses sah keinen Grund zum Einschreiten. Es hatte zwar mit seiner Entscheidung vom 10.05.2010 festgestellt, dass dieser nichtöffentliche Beschluss rechtswidrig war, sah aber keinen zwingenden Grund, diesbezüglich eine Beanstandung (Verfügung) auszusprechen, bzw. Konsequenzen zu ziehen. Das veranlasste Heinz Weiss Widerspruch beim Regierungspräsidium zu erheben.

Dr. Friedrich Weber vom Regierungspräsidium Tübingen beurteilte die Sache jedoch ganz anders als das Landratsamt. Er lies das Buchauer Experiment beenden und entschied: Spätestens in der ersten Sitzung nach der Sommerpause (am 21. September 2010) muss der Gemeinderat in öffentlicher Sitzung entscheiden, ob durch Hauptsatzungsänderung die Ausschüsse abgeschafft werden oder ob wieder Ausschusssitzungen durchgeführt werden (wie es in der Hauptsetzung festgeschrieben war).

Prinzipiell braucht ein Gemeinderat keine Hauptsatzung, sondern kann allein auf Grundlage der Gemeindeordnung walten. Diese ist eine Art „Verfassung“ für die Gemeinde und definiert den rechtlichen Rahmen und Spielraum der Gemeindeselbstverwaltung. Innerhalb dieses Rahmens kann die Gemeinde ihre Aufgabenbewältigung durch eine Hauptsatzung regeln und verfeinern. Mit der Hauptsatzung von 1980 wurde in Bad Buchau die Arbeit des Gremiums in Ausschüsse aufgeteilt und dadurch eine effizientere und sachorientierte Arbeitsweise festgelegt.

Durch das Experiment des Bürgermeisters und die dadurch entstandene Rechtswidrigkeit wurde eine Änderung der Hauptsatzung erforderlich. Doch was nun in der öffentlichen Sitzung am vergangen Donnerstag beschlossen wurde, war mehr als eine formale Änderung (Aufhebung der Ausschüsse). Die von Peter Diesch initiierte Neufassung stellt eine erhebliche Stärkung seiner Machtstellung gegenüber dem Gemeinderat dar. Über die normalen Vorschriften der Gemeindeordnung hinaus teilt er sich zusätzliche Aufgabengebiete und Verfügungsgewalten zu. Zuständigkeiten, die bisher von den Ausschüssen wahrgenommen wurden, werden teils direkt der alleinigen Verantwortung des Bürgermeisters überlassen. In der alten Hauptsatzung hatte der Gemeinderat freiwillig auf ein Zuständigkeitspaket verzichtet, das sehr ausgewogen auf die Ausschüssen und den Bürgermeister verteilt war. Nach Auflösung der Ausschüsse geht diese Paket aber nicht, wie man erwarten könnte, zurück in die Zuständigkeit des Gemeinderates, sondern wird größtenteils dem Bürgermeister zugeordnet. Im ursprünglichen Verwaltungsentwurf gingen die zusätzlichen Kompetenzen für Peter Diesch so weit, dass der Freien Wähler Vereinigung die eigene Entmachtung anscheinend doch bedenklich wurde. Sie konnte die Machtgelüste des Bürgermeisters im abgeänderten Vorschlag nicht unerheblich abspecken, insbesondere verschiedene Wertgrenzen nach unten reduzieren und vor allem in Personalangelegenheiten wesentliche Eingrenzungen anbringen. Dennoch sind die Machtzuwächse für Peter Diesch nicht zu unterschätzen.

Besser wäre es gewesen, die alte Hauptsatzung ersatzlos aufzuheben und nur noch nach den Vorschriften der Gemeindeordnung, die ausgewogene Machtregelungen zwischen Gemeinderat und Bürgermeister vorgibt, zu arbeiten. Bürgermeister Peter Diesch hat die Gelegenheit beim Schopf gepackt und sich weitere freie Verfügungsgewalten auf Kosten des Gemeinderats zugesprochen. Dieser schien zu schwach dem Machtbestreben des Bürgermeisters Einhalt zu gebieten und stimmte dem zweiten Entwurf und damit der eigenen Entmachtung zu. Erwähnenswert ist auch die unerklärliche Gegenstimme von Stadtrat Karl Sandmaier, der das Vorgehen von Heinz Weiss im Vorfeld stark kritisierte. Heinz Weiss enthielt sich der Abstimmung. Der Gemeinderat als eigentliches Kontrollorgan hat sich somit der Möglichkeit der Selbstbestimmung in diesen Punkten selbst beraubt. Eine Korrektur der Verwaltung kann hier nicht mehr stattfinden – Herzlichen Glückwunsch Bad Buchau.

Anders als die Schwäbische Zeitung und dem Bürgermeister selbst, wollen wir den Buchauern Bürger die wichtigsten Ermächtigungen vorstellen. Ab sofort darf der Bürgermeister allein entscheiden:

2.1 die Bewirtschaftung der Mittel nach dem Haushaltsplan bis zum Betrag von 10.000 € im Einzelfall
2.2 die Zustimmung zu überplanmäßigen und außerplanmäßigen Ausgaben bis zu 2.000 € im Einzelfall
2.3 die Einstellung und Entlassung von Aushilfs- und  Gelegenheitsbeschäftigten, Praktikanten und unständig Beschäftigten (wie z.B. Meßgehilfen, Grabenreiniger,Bootsvermieter, Saison- und Ferienarbeiter u.a.)
2.4 die Gewährung von unverzinslichen Lohn- und Gehaltsvorschüssen sowie Unterstützungen und von Arbeitgeberdarlehen im Rahmen der Richtlinien
2.5 die Bewilligung von nicht im Haushaltsplan einzeln ausgewiesenen  Freigebigkeitsleistungen bis zu 500 € im Einzelfall
2.6 die Stundung von Forderungen im Einzelfall
2.6.1 bis zu 3 Monaten in unbeschränkter Höhe
2.6.2 über 3 Monate bis zu 6 Monaten bis zu einem Betrag von 6.000 €
2.7 den Verzicht auf Ansprüche der Stadt und die Niederschlagung solcher Ansprüche, die Führung von Rechtsstreiten und den Abschluss von Vergleichen, wenn der Verzicht oder die Niederschlagung, der Streitwert oder bei Vergleichen das Zugeständnis der Stadt im Einzelfall nicht mehr als 500 € beträgt
2.8 die Erklärung des Einvernehmens der Stadt nach der Landesbauordnung für:
2.8.1 Einfriedigungen, Garagen und untergeordnete Bauwerke
2.8.2 Aus- und Umbauten ohne nennenswerte Auswirkungen auf die Außengestaltung des bestehenden Gebäudes mit der Maßgabe, den GR davon in Kenntnis zu setzen
2.9 die Stellungnahmen der Stadt zu Bauanträgen nach § 53 und § 54 Landesbauordnung für Baden-Württemberg
2.10 die Stellungnahmen der Stadt als Angrenzer zu Bauanträgen nach § 55 LBO
2.11 die Erteilung von Genehmigungen für Vorhaben und Rechtsvorgänge gem. § 144 und § 145 BauGB
2.12 die Veräußerung und dingliche Belastung, den Erwerb und Tausch von Grundeigentum oder grundstücksgleichen Rechten, einschließlich der Ausübung von Vorkaufsrechten, im Wert bis zu 5.000 € im Einzelfall
2.13 Verträge über die Nutzung von Grundstücken oder beweglichem Vermögen bis zu einem jährlichen Miet- oder Pachtwert von 3.000 € im Einzelfall
2.14 die Veräußerung von beweglichem Vermögen bis zu 5.000 € im Einzelfall
2.15 die Bestellung von Bürgern zu ehrenamtlicher Mitwirkung sowie die Entscheidung darüber, ob ein wichtiger Grund für die Ablehnung einer solchen ehrenamtlichen Mitwirkung vorliegt
2.16 die Zuziehung sachkundiger Einwohner und Sachverständiger zu den Beratungen einzelner Angelegenheiten im Gemeinderat
2.17 die Beauftragung der Feuerwehr zur Hilfeleistung in Notlagen und mit Maßnahmen der Brandverhütung im Sinne des § 2 Abs. 2 Feuerwehrgesetz

Da die Stadt Bad Buchau die Hauptsatzung nicht online veröffentlichen will, werden wir dem nachkommen:

Der erste Entwurf mit überdimensionalen Ermächtigungen
Die endgültige Fassung der neuen Hauptsatzung

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Was Sie schon immer unseren Bürgermeister Peter Diesch fragen wollten?

Auch AmFedersee.de beteiligt sich an der Aktion der SZ: Fragen Sie Ihren Bürgermeister!

Peter Diesch

Peter Diesch

Was Sie schon lange mal fragen wollten aber einfach keine Gelegenheit dazu hatten. Kurz vor der Bürgermeisterwahl bietet die Schwäbische Zeitung die Gelegenheit dazu. Alle sind eingeladen Ihre Fragen an unseren Bürgermeister Peter Diesch zu stellen. Wer keine SZ hat oder lieber über das Internet fragt macht bei AmFedersee.de mit. Dann mal los, aber bitte sachlich und höflich!

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Keine Demoktarie in Bad Buchau?

Peter Diesch

Peter Diesch

Wie die Schwäbische Zeitung heute berichtete, gibt es bisher noch keinen Gegenkandidaten zu Peter Diesch bei der kommenden Bürgermeisterwahl in Bad Buchau. Sollte sich bis zur Wahl am 7. November kein weiterer Kandidat bewerben, können die Buchauer Bürger wohl nur Peter Diesch wählen.

Bei der Bürgermeisterwahl 2002 bewarben sich ganze 8 Kandidaten um das lukrative Amt des Bürgermeisters unserer wohlhabenden und gutgestellten Stadt. Warum ist das Interesse potentieller fähiger Kandidaten diesmal so gering? Tatsächlich wurde die Demokratie beschnitten und eine Art Vorwahl an den Bürgern vorbei veranstaltet. Im Juli entschied der Gemeinderat gegen SR Weiss, die Klausel Der bisherige Stelleninhaber bewirbt sich wieder in die Ausschreibung aufzunehmen. Wir berichteten. Unter Fachleuten ist diese Klausel allgemein bekannt und deutet an, dass die Gemeinde mit ihrem Bürgermeister zufrieden ist und diesen mit hoher Wahrscheinlichkeit wiederwählen wird. Ein Bewerbung lohnt sich also nicht und so machen sich viele erst gar nicht die Mühe einer Bewerbung und des damit verbundenen Aufwandes.

Wie der Gemeinderat als ausführendes Organ die Demokratie derart beschneiden kann ist mir ein Rätsel. Der Bürgermeister wird von den Bürgern gewählt und diese sollten die beste Entscheidung für ihre Stadt aus einer möglichst großen Auswahl engagierter Bewerber treffen. Sollte sich wirklich kein Gegenkandidat finden hat der Gemeinderat die Wahl durch das Fernhalten anderer Kandidaten damit faktisch vorentschieden – zu beweisen ist dies natürlich nicht.

Selbstverständlich darf sich jeder gegen dieses Vorgehen beim Gemeinderat beschweren. Vielleicht sind doch nicht alle Bürger so zufrieden und würden ihren Bürgermeister gerne selber wählen. Es bleibt zu hoffen dass sich noch Kandidaten finden. Bewerbungsschluss ist der 13. Oktober. In diesem Sinne – ein Hoch auf die Demokratie.

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Rechtswidriges Verhalten von BM Peter Diesch und Gemeinderat

Pisa Mathematik sagt:

Aufgabe Klasse 2:
Ein Bürgermeister will die Ausschüsse ab Januar 2010 für EIN Jahr aussetzen. Das Regierungspräsidium sieht das als rechtswidrig an und fordert nun im Juli 2010 nach der Sommerpause (2 Monate) im September die Probe zu beenden. Im Stadtblättle schreibt der Bürgermeister, dass es genau dieser Zeitraum war, den er und der Gemeinderat plante.

Frage: Wie viele Monate hat nun ein Jahr in Buchau?
7 Monate
9 Monate
12 Monate

Bei einer falschen Antwort von gewählten Personen sollte dringend das Grundwissen Mathematik in einer Klausur aufgefrischt werden.

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Industriebrache Götzburg geht für 150.000 Euro über den Tisch

Der erste Zwangsversteigerungstermin für die seit Jahren insolvente Fa. Götz Mode GmbH & Co. KG, Margrethausen bzgl. des ehemaligen Firmengeländes in Bad Buchau war erfolgreich. In öffentlicher Verhandlung erhielt Harald Linder, Spezialist für die Revitalisierung von Bauflächen aus Winterlingen für die Summe von 150.000 Euro den Zuschlag.

Die Stadt Bad Buchau, die an der Weiterentwicklung des Geländes ein vitales Interesse hat, steigerte zunächst mit – überließ jedoch dem Bieter aus der Privatwirtschaft das letzte Gebot. Nach Auffassung von Bürgermeister Peter Diesch und dem Gemeinderat, von dem zahlreiche Vertreter der Versteigerung beiwohnten,  muss die Kommune nicht als Preistreiber auftreten und das Gelände zwangsweise erwerben. Es ist durchaus im Sinne des Subsidiaritätsprinzips, dass die Kommune nur dann eingreifen sollte, wenn die private Wirtschaft für keine Lösung sorgen kann.

Außerdem, so Bürgermeister Diesch, laufe dieser Zuschlag nicht den Interessen der Stadt entgegen – ganz im Gegenteil. Über die Bauleitplanung und über das Instrument von Stadtsanierungszuschüssen habe es die Stadt auch weiterhin in der Hand, was auf dem Gelände geschieht und wie es sich weiter entwickelt. Insofern werden in den nächsten Wochen intensive Abstimmungsgespräche geführt und Vereinbarungen getroffen, damit das Gelände inmitten des historischen Stadtkernes saniert und zeitgemäß entwickelt werden kann.  Er ist sich zudem sicher, dass mit Harald Linder ein Unternehmer den Zuschlag erhielt, der zupacken und dazu beitragen wird, die jahrzehntelang leerstehende und das heutige Stadtbild eines Kurorts störende Fabrikruine zeitnah aus dem Stadtbild verschwinden zu lassen.

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Bad Buchau, unser Juze kann mehr!

juze

zu dem Thema äußerte ich mich bereits am 29. Mai 09 in amfedersee.de im Gemeinderats- Wahlkampf unter Problem Juze:

Junge Leute wollen sich treffen, wollen unter sich sein und wollen gemeinsam etwas unternehmen – gerade eben auch abends.

In der Kernstadt steht eine Räumlichkeit in der ehemaligen Frauengewerbeschule zur Verfügung – aber nicht regelmäßig. Die Lage des JUZE führt zu Auseinandersetzungen mit Anwohnern wegen Lärmbelästigung. Während Jugendliche aus einigen Seegemeinden mit dem „Schützenbus“ zum Biberacher Schützenfest gelangen können, besteht diese Möglichkeit für die Buchauer Jugend nicht.

Lösung: Wir brauchen ein Jugendzentrum mit Betreuung, das regelmäßig und oft genutzt werden kann und das in einer Lage, welche Ärger mit zu nahe liegenden Anwohnern von vornherein ausschließt.

Um mein Versprechen einzuhalten ist und wird das Thema im Gemeinderat behandelt. Es ist dringend an der Zeit ein Ergebnis herbei zu führen. Wenn man bedenkt dass das GO-IN in Kanzach schließt dann wird es höchste Zeit sogar.
Was noch fehlt sind die Wünsche und Anregungen derer die es betrifft- unsere Jugendlichen!

Stadtrat Stefan Winkler und Heinz Weiss können hier als Bezugsperson kontaktet werden.

„Offen für die Jugend“

das Juze in Bad Buchau. Zu verstehen ist dies als  „Gestalten“ von Freizeit zur Förderung jugendlicher Entwicklung und Bildung. Ebenso bedeutet es „offen zu sein“ für Bedürfnisse junger Menschen nach Unterstützung, Beratung und Führung.

Um genau dies in der Praxis umzusetzen erwarten wir eure Ideen und Vorschläge dazu, wie ihr euch euer Juze in Zukunft vorstellen könnt und bei der Umsetzung daran mitarbeitet.

  • sind wir uns bewusst, dass wir für und mit unseren Jugendlichen mehr tun müssen.
  • Voraussetzung für ein gutes Gelingen ist unsere Jugend muss sich aktiv mit einbringen.
  • Gemeinsam ein attraktives Angebot schaffen in Sachen Juze.
  • Berücksichtigung aller Wünsche und Bedürfnissen unserer  Jugendlichen.
  • Vernünftige Öffnungszeiten in Absprache mit den  Verantwortlichen und Gästen.
  • Mit vorhandenen  Einrichtungen kooperieren, welche sich in  unserem Umfeld anbieten.

Dass hier dringend Handlungsbedarf besteht ist außer Zweifel. Also gilt es für Veränderungen und Zufriedenheit zu sorgen. Wo bleibt die Jugend mit ihren Wünschen, hier und jetzt dürfen sie sich melden und mit diskutieren. Eine Podiumsdiskussion mit euch sollte letztendlich Klarheit bringen über das

wer – wie – was – wo

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