Schlag gegen den Rauschgifthandel im Rockermilieu

ULM/BIBERACH04.04.2008

Durchsuchungen im Rockermilieu: Polizei findet Rauschgift und Waffen – Haftbefehle beantraMit einer großangelegten Durchsuchungsaktion haben Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag einen Schlag gegen den Rauschgifthandel im Rockermilieu geführt. Die Ermittler durchsuchten dutzende Gebäude in Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz. Beschlagnahmt wurden mehrere Kilogramm Rauschgift und Waffen, darunter auch eine Kriegswaffe. Gegen vier Personen wird jetzt Haftbefehl beantragt.

Die Polizeidirektionen Biberach, Sigmaringen und Ulm ermitteln, gemeinsam mit Ermittlern des Polizeipräsidiums Schwaben für Organisierte Kriminalität, bereits seit Mai vergangenen Jahres gegen die Angehörigen einer Rockergruppe, nachdem sich Hinweise auf Rauschgift- und Waffenschmuggel ergeben hatten. Im Zuge der Ermittlungen wurde deutlich, dass einzelne Mitglieder, die eine herausragende Position in der nationalen und internationalen Struktur der Rockergruppierung haben, auch für die Organisation des Rauschgifthandels zuständig sind. Als zentrale Verteilerstelle fungierte dabei offenbar ein Clubheim im Kreis Biberach.

Der Verdacht verdichtete sich, nachdem im Oktober 2007 ein 37-Jähriger aus dem Kreis Sigmaringen im Raum Reutlingen kontrolliert wurde. Bei der Durchsuchung seines Fahrzeugs stießen die Beamten damals auf 10.000 Ecstasy-Tabletten und 150 Gramm Kokain. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung fanden die Ermittler ein Kilogramm Amphetamin. Nach den Erkenntnissen der Kriminalpolizei soll der Festgenommene rege Drogengeschäfte mit den Rockern im Kreis Biberach gemacht haben. Auch die Ecstasy-Tabletten und das Kokain waren wohl, so Staatsanwaltschaft und Polizei in einer gemeinsamen Pressemitteilung, für diesen Personenkreis bestimmt. Mittlerweile ermitteln die Behörden gegen insgesamt 24 Personen, Angehörige der Gruppierungen und Personen aus dem nahen Umfeld.

Aufgrund dieser Erkenntnisse erließen die zuständigen Amtsgerichte auf Antrag der Staatsanwaltschaften Ravensburg und Mainz Durchsuchungsbeschlüsse für 33 Wohnungen und Geschäftsräume im Alb-Donau-Kreis, den Landkreisen Biberach und Sigmaringen, im Raum Feuchtwangen, Memmingen und in Rheinland-Pfalz. Diese wurden am Donnerstagmorgen vollzogen. Mehrere hundert Polizisten der Polizeidirektionen Biberach, Sigmaringen und Ulm, der Bereitschaftspolizei in Biberach und Böblingen, des Sondereinsatzkommandos Baden-Württemberg, der Landespolizeidirektion Tübingen, des Polizeipräsidiums Schwaben, der Kriminalpolizeien in Ansbach und der rheinland-pfälzischen Polizei begannen zur gleichen Zeit mit den Durchsuchungen. Der hohe Aufwand hatte sich gelohnt: Die Ermittler stellten rund 1,6 Kilogramm Marihuana, 1,1 Kilogramm Amphetamin, 250 Gramm Kokain, 370 Ecstasy-Tabletten und LSD-Trips, 370 Gramm Haschisch, 60 Cannabispflanzen, Anabolika sowie wenige Gramm Psylocibinpilze sicher. Daneben beschlagnahmten sie eine Maschinenpistole, zwei Schrotflinten, vier scharfe Pistolen und Revolver, sechs Schreckschusswaffen, sowie verbotene Gegenstände wie Teleskop-Schlagstöcke, Schlagringe und gefährlich veränderte Messer. Außerdem 260 Schuss Munition, passend zu den Waffen. Auch Bargeld fanden die Polizisten: Knapp 30.000 Euro wurden als mutmaßliches Dealergeld beschlagnahmt.

Aufgrund der Sicherstellungen und des dringenden Tatverdachts wollen Polizei und Staatsanwaltschaft jetzt gegen vier Personen im Alter von 39 bis 41 Jahren, alle aus dem Raum Biberach, Haftbefehle beantragen.

 

 

 

STEINHAUSEN04.04.2008  Kurzbeschreibung: Zwei Verletzte und zwei total beschädigte Autos hat es am Freitagmorgen bei Bad Schussenried-Steinhausen gegeben. An der Unfallstelle waren Rettungsdienst mit Notarzt, die Feuerwehren Bad Schussenried und Steinhausen sowie die Polizei im Einsatz.

 

Zu dem Unfall kam es um 8.35 Uhr zwischen zwei ortskundigen Autofahrern. Ein 44-jähriger Kleinwagenfahrer war auf einer Gemeindestraße von Aichbühl Richtung Steinhausen unterwegs. An der Kreuzung mit einem von der Landesstraße 283 in Richtung Schienenhof führenden Weg missachtete er einen dort von rechts kommenden Mazda. Die Fahrzeuge prallten ungebremst zusammen und die Wucht war so stark, dass an den beiden Autos Totalschaden von 15000 Euro entstand. Der 44-Jährige war nicht angeschnallt und erlitt mittelschwere Verletzungen, der gleichaltrige zweite Fahrer hatte den Sicherheitsgurt angelegt und kam mit Blessuren davon.

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