Remmo-Clan sorgt offenbar für Tumult an Berliner Notaufnahme

Inklusive Verfolgungsjagd mit der Polizei

50 bis 60 Clan-Mitglieder versammelten sich wohl vor Berliner Krankenhaus

Trauer und Wut über den Verlust eines geliebten Menschen können Angehörige in einen Ausnahmezustand versetzen – doch was sich deswegen jetzt in Berlin abgespielt haben soll, geht eindeutig zu weit. Vor der Notaufnahme des Kreuzberger Klinikums am Urban versammelten sich nach RTL-Informationen in der Nacht zum Dienstag wohl 50 bis 60 Mitglieder des kriminellen Remmo-Clans.

Mutter des Clan-Bosses ins Klinikum eingeliefert und verstorben

Dort war kurz zuvor eine ältere Angehörige des Clans eingeliefert worden und verstorben. Nach RTL-Informationen soll es sich dabei um die Mutter des Clan-Bosses Issa Remmo handeln. Auf dem Weg zum Klinikum sollen zwei weitere Clanmitglieder durch eine Geschwindigkeitskontrolle der Polizei gerast sein – die Beamten vor Ort konnten sich nach eigenen Angaben offenbar nur durch einen Sprung zur Seite retten.

Durch Geschwindigkeitskontrolle gerast: Polizeibeamte können sich offenbar nur durch Sprung zur Seite retten

Bei dem Manöver sollen auch die Anhaltekellen zu Bruch gegangen sein. Die Polizei lieferte sich daraufhin offenbar eine Verfolgungsjagd mit den beiden Autos. Einer der beiden Fahrer konnte angeblich in seinem Porsche fliehen. Ein weiterer Mann soll nach einer Kollision seines VWs mit einem Streifenwagen in der Nähe des Klinikums festgenommen worden sein.

Vor dem Urban-Klinikum waren währenddessen mutmaßlich mehrere Einsatzkräfte damit beschäftigt, die Clan-Mitglieder zu beruhigen und dafür zu sorgen, dass die Corona-Abstandsregeln eingehalten werden. do guck na: das hätte ich gerne mal gesehen..lach

Zufahrtswege zur Notaufnahme sollen dabei nicht blockiert worden sein, insgesamt soll der Einsatz ruhig verlaufen sein. Das Krankenhaus selbst hatte zuvor die Polizei gerufen.

Polizeigewerkschaft spricht von versuchter Tötung

Ein Sprecher der Berliner Gewerkschaft der Polizei sagte zu dem Vorfall, es habe sich um ein versuchtes Tötungsdelikt gehandelt. „Bei allem Verständnis für den schmerzhaften Verlust eines geliebten Menschen – In unserem Land gelten Gesetze, an die sich alle Menschen zu halten haben. Wer Rettungsstellen bei der Arbeit behindert, riskiert Menschenleben. Wer sich einer Verkehrskontrolle entzieht und nicht davor zurückschreckt, einen Menschen umzufahren, begeht ein versuchtes Tötungsdelikt. Wer das anders sieht und klein redet, pflegt genau die falsch verstandene Toleranz, die uns zu den heutigen Problemen bei arabischen Clans in der organisierten Kriminalität gebracht hat.“

TVNOW-Doku „Clans in Deutschland“: Einblick in die Welt der kriminellen Großfamilien

Meist arabische Großfamilien machen der Polizei in Berlin, im Ruhrgebiet oder in Niedersachsen viel Arbeit – teilweise sollen sie sogar ganze Straßenzüge beherrschen. Wie konnte es so weit kommen? Wie ticken die Clan-Mitglieder? Und wie will man sie jetzt endlich in den Griff kriegen?

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