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Bad Buchau am Federsee

Wackelwald- Rehe verhungern im Kurpark

Heute morgen um 8.10 Uhr im Kurpark, neben den Wohnmobilstellplätzen finde ich ein gerade verendetes Reh, das Kitz dazu lief weg als ich etwa 5-8 Meter davor stand. Morgen werde ich dann das verhungerte Kitz finden da dies allein ohne jegliche Überlebenschance ist. Ein gesundes Reh in der Größe sollte etwa 18 kg wiegen wie in den umliegenden Jagdtgebieten anzufinden, das hier war weit davon entfernt mit seinem Gewicht, deshalb bei der Futtersuche verhungert an Erschöpfung.

Es gibt tatsächlich ein Fütterungsverbot in Bad Buchau, das muss man sich mal vorstellen. Eine handvoll Heu jeden Abend würde genügen den Tieren im Wackelwald ein Überleben im Winter zu sichern. Wer ist hier verantwortlich, mal ehrlich – wie immer in Bad Buchau: wahrscheinlich niemand!

Wir suchen dringend einen Futterpaten der hier sofort handelt und Heu auslegt. Gerne wird er von www.amfedersee.de unterstützt, da bin ich mal gespannt.

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Verherende Zustände meiner Meinung nach.

Tierschutz oder Qualhaltungsbestand
Müssen wir in diesem Winter mit ähnlich hohen Rehwildverlusten in diesem Bereich rechnen wie vor einigen Jahren. Damals gingen verschiedene Rehe (Kitze) auf die Spaziergänger zu – oder kratzten des Nachts an den Wohnmobilen.Vermutlich suchten sie Futter oder Schutz, weil das Muttertier verendet war. Da auch unsere Gäste u. Besucher sich an den Tieren erfreuen und dieses Geschehen mitverfolgen, wäre es sicher von Nutzen über das Fütterungsverbot zu diskutieren.

Natürliche Auslese
Da Füchse aus diesem Gebiet sich Nachts vorwiegend am Marktplatz aufhalten und selbst nicht so gesund aussehen, bringt ihnen das Nahrungsangebot an Rehkadavern auch nicht viel Nutzen. Zudem ist die Rehwildbestandsdichte im angesprochenen Gebiet zu groß im Verhältnis zum Äsungsangebot.

Wildschaden
Da die Rehe in der Nachtzeit bis hinter dem Terrassenbau, bei den Parkplätzen und Wohnmobilplätzen lagern, nebenher die Pflanzen abäsen, Sträucher benagen – wird die Stadt bald genötigt sein sich zu bewegen.

Ruhezonen
Da das Wild am Standort um den Kurpark ständig beunruhigt wird ist es ohnehin bei Schneelage in der Winterzeit körperlich stark geschwächt. Für derart großen Wildbestand sollten Ruhezonen oder Ruhezeiten geschaffen werden. Hierbei war es an mehreren Tagen beim Jahreswechsel Kanonenschläge im Eisweiher abzufeuern und nach 19 Uhr kleinere Bäumchen nieder zu reißen und zum Teil in den Mühlbach zu werfen. Die Aufsichtspflicht der Eltern gibt es doch noch? Auch hier ist Handlungsbedarf angesagt.

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Verhungerte Rehe neben einem Wohnmobil, sind ganz bestimmt kein Wohlfühl-Programm für unsere Gäste beim morgentlichen Spaziergang und Jogging. Gerade hungernde Tiere verursachten Wildschäden in Wald, Landwirtschaft und bebauten Bereichen. Das muss nicht sein.

Eine Futterkrippe im Wackelwald heißt hier die Lösung . Alle Buchauer sind gefordert hier zu helfen. Es genügt etwas Heu auszuwerfen an bestimmten Plätzen. Egal wem das gefällt oder nicht, einfach tun muss man es.

9 Antworten auf „Wackelwald- Rehe verhungern im Kurpark“

Wir haben doch in Buchau so viele Naturschützer…wie wäre es denn mit Herrn Einstein, sollen die sich darum kümmern!!

Im Streit um die Notwendigkeit der Wildfütterung kulminiert die Heuchelei!“ (Hespeler1990). Kaum ein Thema wird unter Jägern so emotional und hitzig diskutiert wie die Frage der Winterfütterung. Laut Bundesjagdgesetz in Deutschland beinhaltet der Jagdschutz auch den Schutz des Wildes vor Futternot. Die Länder haben ausnahmslos die Fütterung des Wildes in Notzeiten zur Pflicht gemacht. Man wundert sich, wie das Wild in jenen noch gar nicht so fernen Zeiten zurecht gekommen war, als es völlig ohne die Futtergabe der Menschen die Winter überstehen mußte. Ist diese Art der Hege immer und überall notwendig? Und ist sie noch zeitgemäß?

Es kann ja nicht sein, dass nun nach dem Fischsterben ein “ Rehsterben“ in Buchau kommt. Was macht denn der verantwortliche Förster und Jäger? Wir haben doch schon in der Grundschule gelernt, dass man Wild im Winter füttern muss, und zwar so, dass sie in Ruhe an die Futterstellen können. Rehe sind eigentlich sehr scheue Tiere, die die Nähe des Menschen
( Campingplatz ) nur aufsuchen, wenn sie nichts anderes mehr finden. Vielleicht sind sie auch im Sommer angefüttert worden und hoffen nun auf Heu und Kastanien….?
Wer eine Jagd hat, ist gesetzlich verpflichtet, die Tiere artgerecht zu pflegen ( nicht nur abzuschießen! ) sonst verliert er seine Rechte.
Dies könnte man schnell nachprüfen, indem man die Anzahl der Futterstellen überprüft.
Wenn ein Privatmann sein Tier verhungern lässt, bekommt er heutzutage eine Anzeige wegen Tierquälerei! Dies gilt meiner Ansicht nach auch für Jäger, denn ihm gehören schließlich die Tiere. Bei Wildunfällen muss auch der Jäger benachrichtigt werden… wenn ich das Rehh mitnehmen würde, wäre dies Diebstahl.

Ich bitte nun über dieses Forum den für den Jagdbezirk Verantwortlichen sofor Maßnahmen zu ergreifen und weitere Futterstellen einzurichten.

@ tierfreund

ob man wilde tiere füttern soll, ist sicherlich eine heiß diskutierte frage. Es handelt sich aber momnetan um eine NOTZEIT! Aufgrund der langen extremen kälte ist es notwendig, rehwild zu füttern.
Wenn hauskatzen aufgrund der kälte keine mäuse fangen, werden sie ja auch gefüttert!

ich kann mich da meinen beiden Vorschreiber(innen) nur anschließen. Hinzufügen möchte ich nur noch, wenn es was zu tun oder zu helfen gibt, ich bin dabei!

Bei einem einzigen verendet aufgefundenen Reh kann nicht von
Verhungern und Notzeit gesprochen werden.
Rehwild leidet bei dem wenigen nicht verharschten Schnee keine Not.
In Frage kommt Parasitenbefall oder sonstige Krankheiten. Ebenfalls die
Spätfolgen einer Kollision mit Autos. Eine Untersuchung beim Veterinäramt
Aulendorf würde bestimmt weiterhelfen.
Die Zutraulickkeit lässt sich leicht erklären:
Im Naturschutzgebiet keines Jäger`s Büchse knallt !!
Das geringe Gewicht der Rehe kommt vom relativ nährstoffarmen Gras.
Um meine Behauptungen zu untermauern und alle Tierfreunde zu be-
ruhigen, fungiere ich als “ Futterpate „.
Ich habe bereits 1 Ballen Heu ( ca. 20 kg ) auf meine eigene “ Seewies “
gebracht ( hinter dem Parkplatz am Teuchelweg ). Genau dort wo abends
oft zwischen 10 und 20 Rehe “ grasen „.
Ist die Not tatsächlich groß, müßte der Ballen in 1 – 2 Tagen weggeputzt
sein.
Die zuständigen Leute sind sich ihrer Verantwortung durchaus bewusst.

Liebe Tierfreunde genießt einfach die tolle Möglichkeit, Rehwild so
zutraulich und in so großer Zahl zu beobachten.

ok, danke für die tolle Erläuterung. Dann bin ich ja beruhigt, daß das Reh nicht an Hunger gestorben ist. Zwar auch traurig, aber das ist eben Natur.
Sollte aber Not am Mann sein, biete ich hier trotzdem weiterhin meine Hilfe an,

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