Politik ist die Zeitung

Wer zahlt, schafft auch Nachricht an

(tutut) – „Politik will Verlage unterstützen – Zukunft der Lokalzeitung“ titelte der MDR vom Sterbebett der Zeitungen:

„Deutschlands Lokalzeitungen stecken in einem Dilemma. Alle wollen ihre Informationen, weil man so am besten erfährt, was vor der eigenen Haustür passiert. Vielen Menschen ist aber gar nicht so klar, wo diese lokalen Informationen herkommen und halten deshalb Lokalzeitungen für verzichtbar.

Deshalb lässt sich Lokaljournalismus immer schwerer finanzieren, sagen die Verlage. Weil Alternativen fehlen, wenn die Zeitung stirbt, will jetzt die Politik mit Fördergeldern helfen“. Wer bestellt und zahlt, will natürlich auch was Passendes für sein Geld.

Das die Lieferanten dabei immeröfter übertreiben, das fiel schon Goebbels auf, weshalb er die versammelte Mannschaft der Schriftleiter im Oktober 1933 in Berlin wegen ihrer überschießenden Willfährigkeit rügte: Sie sollten nicht päpstlicher sein als der Papst. Von Angela Merkel war sowas noch nicht zu hören, obwohl sie allen Anlass hätte, Medien als Bückware vor ihrem Thron aufzuhelfen. Nicht nur mit Millionen.

„Auf den ersten Blick sehen Lokalzeitungen im digitalen Zeitalter alt aus: Was in der gedruckten Ausgabe drinsteht, ist zwangsläufig ‚von gestern‘. Denn das Blatt muss ja noch über Nacht gedruckt und früh morgens zu seinen Leserinnen und Lesern gebracht werden. Doch die haben sich längst im Netz oder in anderen Medien informiert.http://neuebuergerzeitung.de/politik-ist-die-zeitung

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Ein Buchautor hat einen Wikipedia-Schreiber auf Schadenersatz verklagt und den Prozess gewonnen. Ein Politiker der Grünen scheint davon nichts mitbekommen zu haben und hat den nach dem Urteil geänderten Wikipedia-Artikel zurück geändert und einen Shitstorm erhalten. Die Süddeutsche Zeitung ist dem Grünen beigesprungen und hat ihre Leser dabei bewusst falsch informiert. Markus Fiedler ist mit … „Süddeutsche Zeitung und Wikipedia: Was nicht passt, wird passend gemacht“