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Pfarrer Oliver Lahl erhält in Rom des Bundesverdienstkreuz

Rottenburg. 28. Mai 2009. Eine hohe Auszeichnung erhielt Pfarrer Oliver Lahl (41), Priester der Diözese Rottenburg-Stuttgart und derzeit Sekretär von Kurienkardinal Walter Kasper.
Der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland beim Heiligen Stuhl, Hans-Henning Horstmann, überreichte ihm am Donnerstag (28. Mai) in Rom das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
Mit dieser außergewöhnlichen Auszeichnung, so Lahls Heimatbischof Gebhard Fürst in einem persönlichen Glückwunschschreiben, würden vor allem die Verdienste gewürdigt, die Lahl „an der Seite und im Dienste von Walter Kardinal Kasper auf kirchlichem und politisch-diplomatischem Gebiet, national wie international“ seit vielen Jahre leiste. Für Kardinal Kasper, so Bischof Fürst weiter, sei Lahl durch seinen „stillen, aber effektiven und wichtigen Dienst im Hintergrund“ ein enger und unverzichtbarer Mitarbeiter, ohne den Kaspers Wirken für die Weltkirche und die weltweite Ökumene nicht möglich wäre.
Oliver Lahl, Jahrgang 1967, wurde 1995 zum Diakon und im Juni 1996 in der Basilika in Ulm-Wiblingen zum Priester geweiht. Als Vikar in den Friedrichshafener Pfarreien St. Nikolaus und St. Columban begann er im September 1996 seinen priesterlichen Dienst. Im September 1997 wurde er vom damaligen Rottenburg-Stuttgarter Bischof Walter Kasper als Bischöflicher Sekretär nach Rottenburg berufen. Als Walter Kasper von Papst Johannes Paul II. im Jahr 1999 zunächst als Erzbischof und Sekretär und dann als Kardinal und Präsident an die Spitze des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen an der römischen Kurie berufen wurde, begleitete Lahl ihn als engster Mitarbeiter dorthin.

Eine Antwort auf „Pfarrer Oliver Lahl erhält in Rom des Bundesverdienstkreuz“

Das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland wurde am 7. September 1951 vom damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss per Stiftungserlass gestiftet:

„Er wird verliehen für Leistungen, die im Bereich der politischen, der wirtschaftlich-sozialen und der geistigen Arbeit dem Wiederaufbau des Vaterlandes dienten, und soll eine Auszeichnung all derer bedeuten, deren Wirken zum friedlichen Aufstieg der Bundesrepublik Deutschland beiträgt.“

Jedes Jahr werden auf Vorschlag einige Tausend Menschen ausgezeichnet, insgesamt wurde die Auszeichnung bis Oktober 2005 ungefähr 210.000-mal verliehen. Im Jahr 2006 wurden genau 2.312 Personen ausgezeichnet. Bei einer Erstverleihung wird in der Regel maximal die zweite Stufe (Verdienstkreuz am Bande) verliehen. Nur in seltenen Sonderfällen sieht die Ausführungsbestimmung eine höhere Stufe bei der Erstauszeichnung vor. Personen, die jünger als 40 Jahre sind, sollten nur mit der ersten Stufe (Verdienstmedaille) ausgezeichnet werden. Die vom Bundespräsidenten verliehene Auszeichnung wird gewöhnlich durch den Ministerpräsidenten, einen Minister des Bundes oder des Landes, den Regierungspräsidenten, den Landrat, den Oberbürgermeister oder den Bürgermeister überreicht; bei Auslandsdeutschen und Ausländern auch oft durch den zuständigen deutschen Botschafter. In einigen Fällen nimmt der Bundespräsident die Aushändigung auch selbst vor.

Jeder kann die Auszeichnung eines anderen anregen. Dabei wendet er/sie sich an die Staatskanzlei des Bundeslandes, in dem der/die Vorgeschlagene seinen/ihren Wohnsitz hat. Lebt die Person im Ausland oder ist sie Ausländer, so ist das Auswärtige Amt für den Vorschlag zuständig. Die Auszeichnung eines Mitarbeiters/einer Mitarbeiterin einer Bundesbehörde kann beim zuständigen Bundesminister angeregt werden. Die jeweilige Protokollabteilung hat die Aufgabe, die Angaben zu prüfen, bevor sie an die Ordenskanzlei im Bundespräsidialamt weitergeleitet wird. In der Praxis machen bislang vor allem Behörden, Institutionen, Wirtschafts- und Sportverbände Vorschläge.

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