Nur 20 Liter sind erlaubt

Benzin Schmuggel (Bild: ORF)

Benzinschmuggel bei grenznahen Tankstellen

Autos werden so zu rollenden Benzinbomben – bei einem Unfall mit katastrophalen Folgen. Ab 60 Litern gilt eine Fahrt als Gefahrguttransport – wer von der Polizei erwischt wird, hat mit Strafen bis zu 50.000 Euro zu rechnen. Auf deutscher Seite wacht der Zoll über die Einfuhr – wer mehr als 20 Liter mitführt, muss die Mineralölsteuer nachzahlen. Hinzu kommt ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung.

Nur 20 Liter sind erlaubt, der Rest ist Steuerhinterziehung!

Erlaubt ist es, 20 Liter im Kanister mit über die deutsche Grenze zu nehmen. Nicht selten landen jedoch weit mehr als diese Menge auf der Rückbank – und die Behälter sind oft nicht geprüft und nicht zugelassen. Seit der Euro-Umstellung und der Einführung der Ökosteuer in Deutschland profitieren die Vorarlberger Tankstellen in Grenznähe vom Tanktourismus. Damit einher geht auch ein – nicht ungefährlicher – Benzinschmuggel.

Tankstelle (Bild: ORF)

(Bildtext-tankstelle-orf)

Bis zu 1.000 Liter pro Tankfüllung für LKWs.
Zuhause in Deutschland klettern die Spritpreise auf immer neue Höchstmarken – da lohnt es sich, auch Umwege ins benachbarte Vorarlberg in Kauf zu nehmen.

Bei Hörbranz nahe der Autobahn, kommen vor allem Lkws und tanken vor dem Grenzübertritt noch mal voll – bis zu 1.000 Liter laufen da durch die Zapfpistole. Da lohnen sich auch Umwege, denn bei so großen Mengen kommen 100 Euro und mehr an Ersparnis zusammen.  Mehr als nur kleine Reservekanister . Viele Tanktouristen haben es sich angewöhnt, soviel Sprit wie möglich mitzunehmen. Zum Autotank dazu werden auch noch Kanister gefüllt – und damit ist nicht etwa nur ein kleinerer Reservekanister gemeint. Für die Tankstellen bleibt die Sache jedoch allemal ein äußerst lukratives Geschäft.

Dazu der Lacher der Woche von unserem Wissmann :

Der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, ermunterte die Autofahrer, sich für moderne und verbrauchsarme Fahrzeuge zu entscheiden. „Wer sein altes Auto stehen lässt und stattdessen auf einen Neuwagen umsteigt, schont seinen Geldbeutel und leistet gleichzeitig einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz“, erläuterte Wissmann. Was soll er auch anders sagen als Angestellter Lobbyvertreter der Autoindustrie, eben das was er sagen muss um weiterhin sein Gehalt zu erhalten.

Das neue Auto belastet den Geldbeutel natürlich nicht so Wissmann.   Ja Herr Wissmann nicht jeder erhält einen Firmenwagen, das wollten sie damit dem dummen Verbraucher erklären. Ist angekommen, danke.  Nur- das letzte neue 4 Jahre alte Auto ist noch nicht mal abbezahlt. Dann doch lieber Steuern hinter ziehen…lach.

Er war 1993 Bundesminister für Forschung und Technologie und von 1993 bis 1998 Bundesminister für Verkehr. Mit diesen Lorbeeren wurde er von der Autoindustrie mit offenen Händen eingestellt. Beim Fortschritt in Sachen erneuerbarer Energie konnte er als Minister so oder so nicht zufriedenstellend überzeugen. Der fliegende Wechsel von der Politik in die Wirtschaft, der unter anderem von der Initiative LobbyControl regelmäßig kritisiert wird, fand bei Wissmann am 1. Juni 2007 statt, als er aus dem Bundestag ausschied und sein neues Amt als Präsident des Verbandes der Automobilindustrie antrat.

One Response to Nur 20 Liter sind erlaubt

  1. Heinz Weiss sagt:

    Sind nun alle Urlauber potenzielle Steuerhinterzieher. Das ist ja furchtbar. Wo bleiben die Politiker mit dem Geschrei zur Steuerhinterziehung? Vermutlich zu gefährlich, könnte zu viele Wählerstimmen kosten.