Neue Kinderkrippe entsteht aus Holz.

Konzept erhält viel Lob – Baukosten belaufen sich auf etwa 4,4 Millionen Euro
Neue Kinderkrippe entsteht aus Holz aus dem Hospitalwald

Neue Kinderkrippe entsteht aus Holz aus dem Hospitalwald

Biberach / gem „Das ist heute ein Freudentag“, meinte der städtische Forstdirektor Hans Beck, als der Hospitalrat am Montag sein einstimmiges Votum zum Bau der neuen Kinderkrippe an der Gerhard-Storz-Straße im neuen Baugebiet Talfeld abgegeben hatte. Erstmals wird ein neues öffentliches Bauwerk in Biberach mit Holz aus dem Hospitalwald errichtet.

Möglich macht dies der Entwurf des Dornbirner Architekten Johannes Kaufmann. Der Vorarlberger und sein Unternehmen sind spezialisiert auf Holzbauten. Für die sechsgruppige Kinderkrippe des Hospitals hat er ein zweistöckiges Gebäude in L-Form geplant, das zum Großteil aus Fichten- und Tannenhölzern aus dem Hospitalwald erstellt wird. Etwa 2500 Festmeter werden dafür im Sommer eingeschlagen, anschließend soll es in einem Sägewerk der Region geschnitten und getrocknet werden. Daraus werden Fertigteile hergestellt, die dann auf der Baustelle nur noch aufgestellt und zusammengefügt werden müssen. Dies geschehe ohne Leim, sondern nur mit einem speziellen Holzdübelverfahren. Lediglich die Außenverkleidung des Gebäudes soll aus Lärchenholz hergestellt werden. Das Dach soll begrünt werden. Fertigstellungstermin ist der kommende Sommer.

Architekt Kaufmann erläuterte den Räten seine Entwurfsplanung, die die Kinderkrippe in einen reinen Krippenbereich sowie einen öffentlichen Bereich unterteilt. Knapp 4,4 Millionen Euro soll das Gesamtprojekt kosten. Kaufmann sprach sich für die Vergabe an einen Generalunternehmer aus.

Seiner Erfahrung nach seien Handwerker aus der hiesigen Region mit Holzbauten noch nicht so vertraut, sagte Kaufmann.

(Erschienen: 05.07.2011 20:10-sz-bc)

One Response to Neue Kinderkrippe entsteht aus Holz.

  1. Enttäuscht sagt:

    und wie sieht es in Buchau mit einem Ganztageskindergarten aus, wann kommt der? Lieber wird Zeit (und Geld) um die Diskussion wegen eines E-Bikes für einen Amtsboten verschwendet, als dass man sich um Wichtigeres kümmert. Kinderwüste Buchau! Die Spielplätze sind erbärmlich, einfallslos und gefährlich – aber Hauptsache der Amtsbote hat sein E-bike und die Kurgäste einen holperigen Steg. Für was soll Geld für die Buchauer Kinder ausgegeben werden, die sind doch nur störende Nebensache…