Merkels Medien: Die Hetzmeute lernt nichts

Erhobener Zeigefinder statt objektiver Berichterstattung

Eigentlich wäre bei den deutschen „Leitmedien“ nach dem Ergebnis der Wahlen in den USA wochenlanges schamvolles Schweigen und selbstkritisches Reflektieren angebracht. Doch das wird selbstredend nicht der Fall sein, denn diese „Leitmedien“ sind schon deshalb lernunfähig, weil sie nicht die geringste Bereitschaft haben, ihre blindwütige Ignoranz auch nur in Frage zu stellen.

Vielmehr zeichnet es sich bereits ab, dass nun alle Schuld an dem Ergebnis den dumpfen, unflexiblen und geistig beschränkten Republikaner-Wählern zugeschoben wird. Die sollen nämlich dafür verantwortlich sein, Trump nicht mit einem Erdrutschsieg der Demokraten abserviert und auch nicht für die erträumte Mehrheit der Demokraten im Senat gesorgt zu haben.

Wer solch große Schuld auf sich geladen hat, der sollte am besten überhaupt nicht mehr wählen dürfen. Das wird zwar (noch) nicht in dieser Offenheit ausgesprochen. Doch wer lauthals statt kleinlaut die „Unberechenbarkeit“ der Wähler, also des Souveräns der Demokratie, beklagt, der beklagt nichts anderes als das demokratische Wahlrecht.

Wie zum Beispiel am 4. November einer der FAZ-Herausgeber, der in dem so schändlich heruntergekommenen Feuilleton des Merkel-Zentralorgans zittrig fragt: „Ist das auch unsere Zukunft?“ und dann schreibt: „Diese Wahl ist eine Zumutung. Denn sie zeigt ein zweites Mal, dass Trumps Anhängern Verlogenheit, Niedertracht und Selbstverliebtheit ihres höchsten Repräsentanten gleichgültig sind.“ Mit dieser Wertung steht der Schreiber in der konformistischen deutschen Medienlandschaft nicht allein, er ist nur Teil einer inzwischen staatlich subventionierten Hetzmeute.

In seinem berühmten Buch „Masse und Macht“ hat Elias Canetti in dem Kapitel „Hetzmassen“ diese Meute, von der er zum Zeitpunkt seines Schreibens noch wenig wissen konnte, aber schon viel geahnt hat, treffend charakterisiert: „Die Hetzmasse bildet sich im Hinblick auf ein rasch erreichbares Ziel… Sie ist aufs Töten aus, und sie weiß, wen sie töten will.“ Umso größer ist die Wut dieser Hetzmasse, wenn das Opfer entkommt oder zu entkommen droht. Nachdem es den deutschen „Leitmedien“ nicht gelungen ist, jubelnd die politische Tötung von Donald Trump zu vermelden, werden sie jetzt im Chor brüllen, er solle sich gefälligst den so offensichtlichen Briefwahl-Manipulationen seiner amerikanischen Feinde beugen und das Weiße Haus räumen.

Diese Reaktionen auf die US-Wahlen sind eine unverblümte Warnung an die doch ohnehin schon sehr viel gehorsameren deutschen Wähler. Denn die sollen wissen, was sie keinesfalls tun dürfen, wenn sie nicht die Geduld der hierzulande Mächtigen übermäßig strapazieren wollen. Je wehrloser das Wild erscheint, umso gnadenloser ist unsere mediale Hetzmeute.

Bei Donald Trump lässt sich abschauen, wie sich ein Gejagter wehren kann. So einer ist der Alptraum jeder Hetzmeute. Wir sollten von ihm lernen.
(pi-news.net)