Mainacht im Kreis BC

Brennender Mülleimer setzt Schultüre in Brand – Polizeibeamtin verletzt

sich bei Löscharbeiten

RISSEGG – An der Waldorfschule in Biberach-Rißegg konnte am Freitagabend

in letzter Sekunde Schlimmeres verhindert werden. Zeugen hatten der Polizei gegen 22 Uhr

einen Brand bei der Waldorfschule an der Rindenmooser Straße

14 gemeldet. Die zuerst am Geschehensort eintreffende Polizeistreife

entdeckte am Hintereingang des Gebäudes zwei brennende Mülleimer. Durch die starke Hitze

war bereits eine Türe angesengt und das Glas zersplittert. Die Polizeibeamten

konnten das Feuer fürs Erste mit einem Feuerlöscher eindämmen, ehe

die rasch eintreffende Feuerwehr die Lage schnell unter Kontrolle brachte.

Bei den Löscharbeiten atmete eine Polizeibeamtin Rauchgase ein und

musste ambulant im Krankenhaus behandelt werden. Anschließend konnte

sie ihren Dienst mit Einschränkungen fortsetzen. Der Brandschaden an der

Türe wird auf rund 2500 Euro geschätzt. Täterhinweise gibt es bislang nicht.

Sollte jemand am Freitag zwischen 21 und 22 Uhr im Bereich der Waldorfschule

Kinder oder Jugendliche gesehen haben, wird um Mitteilung an das

Polizeirevier Biberach, Telefon 07351/447-0, gebeten.

Biberach

Zum Glück nur Müll ist bei einer weiteren Zündelei im Sonnenrain

in Biberach zerstört worden. Unbekannte setzten dort kurz nach 21 Uhr

einen im Freien stehenden Mülleimer in Brand. Dieser brannte komplett aus.

Ein Gebäude- oder sonstiger Schaden entstand nicht. Möglicherweise

besteht ein Zusammenhang mit der späteren Brandlegung an der Waldorfschule

in Rißegg. Die Polizei sucht auch zu dieser Straftat dringend nach

Zeugen.

WARTHAUSEN – Bei einer Party in Warthausen hat sich ein 19-Jähriger

kräftig daneben benommen. Ohne erkennbaren Grund und ohne Vorankündigung

schlug er am Samstag gegen 1 Uhr auf einen 20-Jährigen ein. Ehe

dieser reagieren konnte, hatte er drei Faustschläge aufs Auge bekommen.

Security-Mitarbeiter hielten den Schläger fest und übergaben ihn der Polizei.

Das Opfer erlitt zum Glück keine gravierenden Verletzungen. Der 19-Jährige

muss sich wegen Körperverletzung verantworten.

Laupheimer Polizei hat in der Mainacht alle Hände voll zu tun

Ketchup, Marmelade, Rasierschaum, Klopapier, prügelnde

Mädchen, abgeschraubte Verkehrszeichen, Beziehungsstress und psychische

Aussetzer – all das und mehr hat in der Mainacht die Laupheimer

Polizei auf Trab behalten. Maischerze der harmlosen Art sind aus mehreren

Gemeinden gemeldet worden; insbesondere aus Laupheim und Burgrieden.

Härter zugegangen war es bereits gegen 18.45 Uhr in der Mittelstraße. Ein

15-jähriges Mädchen war dort von drei Gleichaltrigen wiederholt geschlagen,

getreten und zu Boden gestoßen worden. Beendet war die Tortur erst, als ein

47-jähriger Passant eingriff. Der Mädchenzoff hat eine Vorgeschichte, die

von der Polizei erst noch hinterfragt werden muss. Ernsthafte Verletzungen

hat die Geschädigte zum Glück nicht erlitten. Eine Prügelei hat es gegen 21

Uhr auch an einer Bushaltestelle in Schemmerberg gegeben. Ein 26-jähriger

Mann verdrosch drei Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren. Der Beschuldigte

stand bei der Tat unter Alkoholeinwirkung. Er flüchtete noch vor

dem Eintreffen der Polizei; die Geschädigten kannten jedoch seinen Namen

und jetzt sind konkrete Ermittlungen gegen ihn im Gange.

Gegen Mitternacht waren ebenfalls Polizei und Rettungsdienst gefordert. Eine

stark alkoholisierte Frau hatte nach einem Streit mit Angehörigen die Fassung

verloren. Auch den Polizeibeamten gegenüber zeigte sie sich höchst aggressiv

und musste vorübergehend gefesselt werden. Anschließend wurde sie in

stationäre psychiatrische Behandlung gebracht. Schläge und Stöße hat es

gegen 4.30 Uhr in der Edith-Stein-Straße in Laupheim gegeben. Nachdem

eine 22-jährige Frau ihrem Bis-Dato-Freund das Ende der Beziehung erklärt

hatte, rastete dieser aus. Der 27-Jährige schlug die Frau auf offener Straße

mehrfach ins Gesicht und stieß sie rüde in ein Gebüsch. Die 22-Jährige

klagte über Schmerzen und wurde vom Rettungsdienst versorgt. Der 27-

Jährige muss sich wegen Körperverletzung verantworten. Mehr als einen

Scherz vollführten mehrere Jungmänner gegen 2.30 Uhr in der Kapellenstraße.

Sie montierten in der Innenstadt ein Verkehrsschild ab und nahmen es

mit. Ein Zeuge beobachtete die Tat und die Polizei konnte wenig später an

einer Tankstelle eine verdächtige Personengruppe feststellen. Das Schild

wurde in deren Umfeld entdeckt und konfisziert. Da alle sechs Personen zu

der Tat schwiegen, muss eine Spurensicherung durchgeführt werden.

Polizei registriert elf beschädigte Maibäume

Maibaumsäger sorgen für Ärger und Schaden

RIEDLINGEN – Im Raum Riedlingen hat in diesem Jahr die gefährliche

Unsitte des Maibaumansägens besondere Ausmaße angenommen. Zwischen

Mittwoch und Samstag sind in sechs Umlandgemeinden insgesamt elf noch

nicht aufgestellte Bäume beschädigt worden. Darunter befanden sich sechs

Gemeinde- und fünf private Maien. Die Täter benutzten jeweils eine Handsäge

mit dünnem Blatt. Der Gesamtschaden beträgt rund 1100 Euro. Die

Sachbeschädigungen sind aus Dietelhofen, Zweifaltendorf, Pflummern,

Daugendorf, Möhringen und Uttenweiler gemeldet worden. In Uttenweiler

waren die Täter sowohl von Mittwoch auf Donnerstag als auch von Donnerstag

auf Freitag am Werk. Der einzige Täterhinweis stammt aus Möhringen.

Dort wurden die Täter am Donnerstagabend in einem Fahrsilo in der Dorfstraße

überrascht, konnten aber unerkannt mit einem hellen Auto entkommen.

Eventuelle weitere Anzeigen sowie Hinweise auf mögliche Täter nimmt

das Polizeirevier Riedlingen, Telefon 07371/9380, entgegen.

n 07371/9380, entgegen.

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2 Antworten auf Mainacht im Kreis BC

  1. Heinz Weiss sagt:

    Maischerze der kriminellen Art.

  2. Nicht nur Mainacht sagt:

    Auch in der Mainacht sollte man vor dem aktiv werden, erst das Gehirn einschalten. Scherze, die Gefahren für andere bedeuten, sind kein Mainachtsbrauchtum. Für viele geht es wohl auch nicht mehr um Brauchtum, sondern nur noch um primitives ausleben. Auch die Mainacht unterscheidet sich nicht wesentlich von anderen Events. Manchen ist alles recht, was sich ihnen als Gelegenheit anbietet. Notfalls kann man ja noch nach Berlin fahren, um mit den Autonomen Krawall zu machen und sich direkt mit der Polizei zu messen. Ist auf jeden Fall mutiger, als Wehrlose oder Passanten oder Helfer brutal zusammen zu schlagen.
    Was Gewalttaten anbetrifft, die sich im „öffentlichen Leben“ abspielen (Radaubrüder), ist unser Staat viel zu human. Es gibt alte Demokratien, die hier m.E. effektiver durchgreifen (Umerziehungscamps). Vorbeugung und Aufklärung sind sicher gute und notwendige Mittel. Ich befürworte diese Bemühungen und den Einsatz des Geldes hierfür ausdrücklich. Aber es bleibt halt immer ein Kaffeesatz an unbelehrbar Gewalttätigen, die dann nicht mehr mit Nachsicht rechnen dürfen.

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