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Bad Buchau am Federsee

Maibaum oder Baukran, Klein-Cape-Canaveral in Bad Buchau

Bad Buchau hat seinen Maibaum gestellt. Beinahe wäre das verschoben worden weil exakt dort wo der Baum seit Jahren hinkommt ein Baukran stand. Dass der zum Abtransport bereit gestellt wurde konnte man leicht erkennen. Warum er dann aber doch nicht rechtzeitig abgeholt wurde ist unklar. Ein klares Wort hätte sicherlich Wunder bewirkt, war doch die letzte Gemeinderatssitzung vor 7 Tagen.  Wer ist nun schöner, der Kran oder der Baum. Letztere wird wahrscheinlich erst morgen Mittwoch richtig zur Geltung kommen wenn der Kran als Werbeträger weg gekarrt ist. Hoffe dass es dann auch geschieht.  Solange jedenfalls sieht man vom unteren Marktplatz eine Art Klein-Cape-Canaveral  Raketenstartgelände der U.S. Air Force.  Blaulicht und Gelblicht verstärkten den Eindruck einer Startrampe noch. Für manchen Betrachter sah es nach Schildbürger Streich aus, alle Mann den Kran stützen, was soll der Maibaum dazwischen…   Allen einen schönen Mai und denkt dran: alles neu macht der Mai.

3 Antworten auf „Maibaum oder Baukran, Klein-Cape-Canaveral in Bad Buchau“

01.05.2012 Stand: 10.00 Uhr BIBERACH – Mainacht im Bereich Biberach –

Aus polizeilicher Sicht verlief die Mainacht relativ ruhig. Neben einigen Beschwerden wegen Ruhestörungen wurden auch kleinere Sachbeschädigungen durch Eierwerfer sowie Ketchup- und Zahnpastaverzierungen gemeldet. Im Bereich der Birkenharder Straße wurde gegen 04.00 Uhr mitgeteilt, dass an der Baustelle Umgehungsstraße Verkehrsleiteinrichtungen und Verkehrsschilder umgeworfen wurden. Die Einrichtungen konnten von der Polizei unmittelbar wieder in Ordnung gebracht werden. Es entstand keine Gefährdung und kein Schaden.

Super schöne Bilder, Baukran und Maibaum.Die sind einmalig und können so bestimmt nicht mehr gemacht werden. Gratulation, Heinz!!!

Habe etwas länger gebraucht, um mich von dem Mairaketenschock am Federsee , genauer gesagt in Bad Buchau, etwas zu erholen. Ist ja schon ein Ding, so einen Maibaum zu setzten. Von Romantik und Liebesbezeugungen find ich da beim besten Willen nichts mehr. Schon eher denke ich da an eine Heeresparade der Roten Armee auf dem Roten Platz in Moskau.
Ich weiß, ich weiß, die Sicherheitsvorkehrungen und Unfallvorschriften ersticken alles. Und der Maibaum kann ja auch nicht hoch genug sein, 28 Meter, 30 Meter so hoch wie eine Mondrakete? Auf jeden Fall muss man bei uns ganz, ganz weit in den blauen Himmel blicken, sozusagen zu den Sternen des Firmaments und damit natürlich weit über die Hausdächer Bad Buchaus hinaus, um die Spitze des Maibaums auszumachen. Bei so etwas einmalig Gigantischem an Maibaum, braucht‘s natürlich auch besonderer Sicherheiten. Mit mittelalterlich anmutenden Aufrichtspangen und hau ruck, der Feuerwehr und des Bauhofes ist da natürlich nichts mehr drin. Da lag noch so richtige Spannung auf dem Marktplatz, wenn der Maibaum sich anfangs so richtig schwer nach unten bog und sich dann so allmählich Meter um Meter in die Höhe bewegte. Da konnte man noch so richtig mit anheben. Mindestens nach einer Halben hat es meine spannungsgeladene, trockene Kehle gelüstet. Die Einlösung war Ehrensache.
Also 10 Meter niedriger der Baum und brauchtumgetreu aufgestellt wären mir persönlich wesentlich lieber als dieses eigenartige Technikgeprotze auf dem Marktplatz. Stellt Euch mal vor, so ein junger Liebhaber würde bei seiner Angebeteten mit einem Mähdrescher oder Maisvollernter auftauchen. Schon ernüchternd genug, wenn er sich hinreißen lässt, das zarte Birkenbäumchen mit der Frontgabel seines Schleppers zu entehren
So gibt es eben gewisse Sachen, da kann mindestens bei mir mit Technik und Showgehabe einfach nichts mehr erreichen.

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