Zukunft der Förderschule Bad Buchau – Allein der Schulträger entscheidet! Kultusministerium ein Verein mit verwaschenen Ideen ohne konkrete Ziele.


innenminister1Junge Junge, was sich das Kultusministerium so alles vorstellt und dazu noch ernsthaft vorträgt in öffentlicher Sitzung ist meiner Meinung nach schon Haarsträubend und eher was für den Fasching als für den Schul-Alltag.  Alles nach dem Motto:  sie dürfen wünschen und entscheiden was mit ihrer Förderschule Bad Buchau geschehen soll, weiter Unterricht oder schließen. . .Wir nehmen es später sowieso wieder zurück.  So geschehen in der GVV- Sitzung heute Abend in Dürnau. Aus Frust musste ich diese vorzeitig verlassen,  das war mir dann an Ungereimtheiten und unklaren Aussagen vom  doch etwas zu viel.

. . . darum ging es heute 30.7.25  in der öffentlichen Sitzung in Dürnau im GVV. Ein Vortrag ohne Hintergrund der anwesende Zuhörer mit Erstaunen und Kopfschütteln reagieren lies.

förder1Zukunft der Förderschule Bad Buchau – Allein der Schulträger entscheidet!

 

Es spielt auch keine Rolle, was das Schulamt sagt, denn es bleibt dabei: Der Schulträger ist Herr des Verfahrens und damit sind die Gemeinderäte als gewählte Bürgervertreter in der Lage, zu verhindern, dass die Schließung der Förderschule hinter verschlossenen Türen in Vorabsprachen geräuschlos über die Bühne geht, und die Öffentlichkeit dann nur noch vor vollendete Tatsachen gestellt wird. Andernfalls wäre das ein absolut undemokratischer Vorgang.

Tenor am Abend in Dürnau,  bitte bedenken sie aber dass wir,  das Kultusministerium,  ihre Entscheidung zum Thema Förderschule Bad Buchau nicht ganz ernst nehmen aber sicherlich Beifall klatschen. Allerdings interessiert uns das auf Zeit wenig da wir ihre Anstrengungen sowieso nicht respektieren müssen für die  Zukunft sondern je nach Lust und Laune diese wieder aufheben und die Schule einstellen zur gegebenen Zeit, also schließen und fertig.

Bis dahin haben allerdings sie als Schulträger die alleinige Entscheidungsgewalt darüber was sie tun wollen und wie viele Jahre sie noch unterrichten möchten. Wir respektieren jeden Entschluss und haben auch keine Eingriffsmöglichkeiten. . . . Ein Satz später genau die  Gegenteilige Aussage wieder vom Kultusministerium durch dessen anwesender Vertreter Herrn Mäder. Keine klare Aussage, nur wachsweiches Ministerium- Gewäsch und keine Prioritäten zum eigentlichen Thema “ Förderschule Bad Buchau. Herr Mäder konnte zu keiner Zeit eine klare Position zum Thema Förderschule und deren angekündigten Ablauf beziehen.

Einigen Fragen zur Zukunft wich er aus und konnte keine zufriedenstellende Antwort geben , das war einfach nur schade um die Zeit. Der GVV selber ist seiner Sache nicht ganz sicher und auf Grund der Argumentation durch Herrn Mäder eher verunsichert als gut Informiert oder gar Entscheidungsfest . Alles in allem nur ein peinlicher nichts sagender Sitzungsabend der viele Fragen zur Politischen Landschaft im Kultusministerium offen lässt. Halt gut bezahlte Positionslose Beamte die ihre Aufgaben vermutlich sehr ernst nehmen, vorinformiert sind und das auch gerne weiter geben an den Schulträger, soweit das eben möglich war. . . hm.

Es spielt auch keine Rolle, was das Schulamt sagt, denn es bleibt dabei: Der Schulträger ist Herr des Verfahrens und damit sind die Gemeinderäte als gewählte Bürgervertreter in der Lage die  Schließung abzulehnen.  Auf den Prüfstand gehört meiner Meinung nach der Umgang des Kultusministeriums mit dem Thema Förderschule und nicht die Frage wird eine gut funktionierende Förderschule Bad Buchau geschlossen oder nicht.  Dabei sind die finanziellen Aspekte ebenso von großer Wichtigkeit an die im Moment keiner laut darüber nachdenken will in der Öffentlichkeit.

Eines ist immerhin klar und deutlich gesagt worden, der Buchauer Gemeinderat hat Mehrheitlich entschieden: wir wollen unsere Förderschule  in Bad Buchau weiterhin betreiben. Ein neuer Schulleiter muss her und sonst gar nichts.  In den Augen Vieler ist die frühzeitige Schließung dieser Einrichtungen ein überhasteter Schritt, denn die meisten Regelschulen sind noch nicht in der Lage den Anforderungen einer inklusiven Schule gerecht zu werden. Da gehen schon noch einige Jahre ins Land.

Auch finde ich es sehr bedauerlich, dass der vermutlich eigentliche Grund für die unselige Diskussion immer noch nicht der Öffentlichlichkeit bekannt gemacht wird. Ein Gemeinderatsmitglied, ich glaube Herr Feurle sprach es gestern zwar an, dass finanzielle Interessen (Erweiterungsbau der GMS) Ursache der Diskussion seien und es ginge gar nicht um Inklusion oder Förderschule…..aber Herr Diesch sagte ja, dies sei nur eine Einzelmeinung.  Alle Entscheidungsträger wissen aber, dass die Finanzen im Vordergrund stehen.
Es wäre eben einfacher gewesen, der Öffentlichkeit unter dem Deckmantel der Inklusion (man tut Behinderten ja Gutes) die Förderschule zu schließen, als zu vermitteln, dass auf dem Rücken Behinderter finanzielle Interessen durchgesetzt werden.

Allerspätestens jetzt hat die Öffentlichkeit ein Recht darauf, dies zu erfahren und im Entscheidungsbildungsprozess mit den nötigen Informationen mitzureden wie in der öffentlichen Sitzung gestern angesprochen aber gleich wieder abgeblockt vom BM Diesch. Es war ja eine öffentliche Sitzung! Das Thema Finanzen wurde völlig überraschend für BM Diesch angesprochen aber nicht darüber gesprochen, leider, es darf jetzt kein Tabuthema mehr bleiben!

Inklusion ist für viele Eltern ein Meilenstein im Kampf um Behindertenrechte. Sie ermöglicht überhaupt erst eine Wahlmöglichkeit. Trotz Inklusionsangebot entscheiden sich viele Eltern für eine Förderschule, auch wenn Nichtbetroffene das nicht verstehen können. Was viele nicht wissen: Inklusion ersetzt nicht die Förderschulen, sondern erweitert das Angebot. Inklusion sollte von Eltern aus echter Überzeugung gewählt werden können. Sie darf nicht zu einer notgedrungenen Alternative werden, weil etwa Förderschulen nicht mehr wohnortnah zu erreichen sind und Eltern weite Fahrwege und lange Fahrzeiten schon für die kleinsten Kinder in Kauf nehmen müssen. Das würde das Elternwahlrecht einschränken und wäre eine Bevormundung der Eltern

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Noch so ein Trugschluss vom Kultusministerium:  Mengenlehre, als sich herausstellt dass durch Einführung der Mengenlehre das Rechnen sich in der 1. Klasse verschlechtert wurde diese vom Kultusministerium schnell wieder angeschafft. Darüber redet heute keiner mehr, zu dumm halt auch.

 

Interessant: Baustelle Kultusministerium,  do guck na:

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.baustelle-gymnasium-die-unendliche-reform.a3bef2e7-f2e2-4df5-b3a3-92cfe63f35e9.html

 

4 Responses to Zukunft der Förderschule Bad Buchau – Allein der Schulträger entscheidet! Kultusministerium ein Verein mit verwaschenen Ideen ohne konkrete Ziele.

  1. Bankrotterklärung sagt:

    Klarheit ist heutzutage das rarste was es gibt. Das ist auch mit der Sonderschule so. Jeder verbiegt sich nach allen Richtungen, weil er verunsichert ist. Konturen werden verwaschen, absichtlich oder gesteuert. Gegenseitiges Vertrauen oder Beständiges, auf das man bauen kann, gibt es nicht mehr. Wen wundert‘s, dass immer mehr Bürger sich desinteressiert und enttäuscht von einer Mitgestaltung der Entwicklung abwenden. Viele haben einfach die Nase voll von dem Blütenstaub der überall ziellos versprüht wird, ohne zu wissen, an welchen Blüten sich dieser niederlässt. Letztlich sind es nur noch Zufälligkeiten, die eine Ernte hervorbringt.
    Da kann man nur noch fragen: Quo vadis?…. und auf Gott vertrauen.

  2. halt au sagt:

    unglaublich was uns von der Landesregierung zugemutet wird; Skandal;
    aber wie immer — jeden darf mitentscheiden, aber am Ende entscheidet die Landesregierung!!!

    ich kann hier keine Bürgernähe erkennen; sehe hier definitiv keine Verbesserung zu FDP/CDU !!!!!
    Schlimmer geht also immer!!!

  3. Schussenrieder sagt:

    Hey ihr Buchauer,
    ihr seid die Besten. Bitte schließt eure Förderschule, damit wir diese endlich bei uns in Bad Schussenried eröffnen können, wir stellen immerhin den meisten Anteil dieser Schule.
    Wenn ihr die Förderschule schließt, dann haben wir endlich alles was wir brauchen; Förderschule, Grundschule, Haup-WerkRealschule und Realschule. Das Vollgymnasium bekommen wir dann auch noch!
    Schaut zu, dass eure Schulleiterin noch weitere Gemeinschaftsschüler zu uns überwandern lässt, dann dürft ihr aber bald für diese Schüler zahlen!
    Wir kaufen Euch also bald auf und Euer Schultes ist der größte Verräter, Frau Grüninger hatte was von schwarzem Peter geschrieben, wen sie damit wohl meinte?
    Und wenn wir erst mal Buchau haben, dann holen wir und den ganzen Federsee und ihr müsst dann auch unser Schussenrieder trinken, ob ihr wollt oder nicht,
    Vielen Dank vorab!
    Viele Grüße aus BAD Schussenried!!!

    • Heinz Weiss sagt:

      na ja, für den ganzen Federsee wird es wohl zu groß. Das setzt voraus das man ganz oben schwimmt sonst geht man plötzlich unter, das will nun wirklich keiner.