Kategorien
Bad Buchau am Federsee

Kripo hofft über die ZDF-Sendung Aktenzeichen XY-ungelöst Hinweise zu erhalten

Schwere Straftat gibt Rätsel auf – Kripo hofft über die ZDF-Sendung Aktenzeichen XY-ungelöst Hinweise zu erhalten

Mittwoch, den 25. September 2013, ab 20.15 Uhr, in der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY-ungelöst

http://presse.polizei-bwl.de/Lists/Pressemitteilungen/Attachments/73422/Phantombild%20T%C3%A4ter.JPG

 

Nicht ermittelt werden konnte bislang der Gewalttäter, der im vergangenen Jahr in Biberach eine junge Frau überfallen und lebensbedrohlich verletzt hatte. Über den Fall wird am Mittwoch, den 25. September 2013, ab 20.15 Uhr, in der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY-ungelöst berichtet. Die Polizeidirektion Biberach richtet ein Hinweistelefon ein.

 

Zu der Tat kam es in der Nacht zum 1. November 2012 in der Ulmer Straße in Biberach. Die junge Frau befand sich nach einem Gaststättenbesuch auf dem Nachhauseweg. Gegen 4.10 Uhr ging sie auf der Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Riß und überquerte anschließend die Kreuzung Ulmer Straße/Memminger Straße. Auf der anderen Straßenseite benutzte sie den Gehweg entlang des Friedhofs in Richtung Bergerhauser Straße. Auf Höhe der Heilig-Geist-Kirche kam ihr auf dem Gehweg ein Mann entgegen. Als dieser sie erreicht hatte, schlug er plötzlich mehrfach mit einem unbekannten Schlagwerkzeug massiv gegen den Kopf der jungen Frau. Die 26-jährige erlitt mehrere schwerwiegende und stark blutende Verletzungen. Aufgrund lauter Hilferufe und Gegenwehr ließ der Täter von seinem Opfer ab und flüchtete in Richtung Stadtmitte. Die lebensbedrohlich verletzte 26-jährige brach auf dem Gehweg zusammen. Ein kurze Zeit später vorbeifahrender Autofahrer und eine Autofahrerin sahen sie dort liegen, hielten an und leisteten Erste Hilfe. Die Verletzte kam mit dem Rettungswagen zur stationären Behandlung ins Krankenhaus. Nur Dank schneller Hilfe konnte schlimmstes verhindert werden. Die beiden helfenden Verkehrsteilnehmer wurden später für die gezeigte Zivilcourage geehrt.

 

Die Polizei leitete umfassende Fahndungsmaßnahmen und Ermittlungen ein. Aufgrund der Vorgehensweise des Täters und der Schwere der Verletzungen wird von einem versuchten Tötungsdelikt ausgegangen. Dass Opfer kannte den Angreifer nicht.

Rätselhaft ist die Motivlage. Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass der Mann die junge Frau ausrauben oder ein Sexualdelikt begehen wollte. Bei dem Täter handelt es sich um einen ca. 25-jährigen Mann, der zum Tatzeitpunkt eine sportlich durchtrainierte Figur und sehr kurze Haare hatte. Er ist etwa 1,75 Meter groß und hat eine rundliche Gesichtsform. Im rechten Bereich der Oberlippe hatte er eventuell ein Muttermal oder eine sonstige Hautveränderung. Er trug eine dunkle, gefütterte Bomber- oder Blousonjacke.

In der Folge wurde ein Phantombild angefertigt und veröffentlicht (siehe Anlage). Von der Staatsanwaltschaft Ravensburg wurde für Hinweise, die zur Ermittlung des Täters führen, eine Belohnung in Höhe von 2500 Euro ausgelobt.

Die Biberacher Kripo ging einer Vielzahl von Spuren und Hinweisen nach, der entscheidende Ermittlungsansatz blieb aber bis heute aus. Mit dem Fahndungsaufruf im Rahmen der Sendung Aktenzeichen XY-ungelöst hoffen die Ermittler an weitere Erkenntnisse zu gelangen, um diese schwere Straftat aufklären und den Täter dingfest machen zu können. So hatte sich aufgrund der Presseveröffentlichungen im vergangenen November ein Autofahrer gemeldet, der eine wichtige Beobachtung machte. Diese wird jetzt in der Sendung konkret angesprochen. Es geht hierbei um einen 20- bis 30-jährigen Mann, der um kurz nach vier Uhr, auf der parallel zur Fahrzeugbrücke über die Riß führenden Fußgänger- und Fahrradfahrerbrücke stand. Er hatte sich mit dem Oberkörper weit über das Geländer gelehnt. Der Mann trug eine graue Kapuzenjacke und eine dunkle Hose. Den Ermittlungen nach scheidet der Gesuchte als Täter zweifelsfrei aus, er wäre jedoch ein sehr wichtiger Zeuge.

Als Hinweistelefon der Sendung schaltet die Biberacher Kriminalpolizei mit Beginn der Ausstrahlung die Rufnummer 07351/447-333. Darüber hinaus nimmt auch jede andere Polizeidienststelle sachdienliche Hinweise entgegen.