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Bad Buchau am Federsee

Kreisel-Kunst muss bald weichen

Ministeriums-Erlass will kunst- und baumfreie Kreisverkehrs-Inseln
Kreisel-Kunst muss bald weichen

Kreisel-Kunst muss bald weichen

Von Gerd Mägerle SZ

Biberach So mancher Kreisverkehr im Landkreis wird zum Jahresende wohl anders aussehen als im Moment. Grund dafür ist ein Erlass des Landesverkehrsministeriums, wonach die Gestaltung von Kreiseln an Bundes- und Landstraßen mit Blick auf die Verkehrssicherheit neu festgelegt wird. So dürfen auf freier Strecke außerorts grundsätzlich keine starren Hindernisse mehr auf den Kreisel-Mittelinseln stehen. Bei Kreisverkehren an Ortseingängen ist zu prüfen, ob auf der Mittelinsel Kunstwerke oder Bäume stehen dürfen.

Grund für diesen Erlass seien einige schwere Unfälle im Raum Karlsruhe gewesen, wo es Schwerverletzte gab, weil die Autos auf Hindernisse in der Kreiselmitte gestoßen sind, sagte der Biberacher Straßenamtsleiter Georg Stolz. Seine Dienstsstelle hat deshalb mit Vertretern der Verkehrsbehörden aus Biberach und Laupheim in den vergangenen Wochen 45 Kreisverkehre außerorts und an Ortseingängen im ganzen Landkreis unter die Lupe genommen.

Das Ergebnis: „Wir haben beschlossen, alle festen Hindernisse zu entfernen“, sagt Stolz. Dies betrifft vor allem viele Bäume, die in den vergangenen Jahren auf den Inseln in den Kreisverkehren gepflanzt wurden. „Wir werden versuchen, möglichst viele davon zu versetzen. Bei allen wird das aber nicht gehen“, sagt der Straßenamtsleiter. Geschehen werde dies frühestens ab November, weil Baumfällarbeiten vorher nicht zulässig sind. Versetzen werden sollen die Bäume auch deshalb, weil Städte und Gemeinden in der Vergangenheit Geld dafür ausgegeben hätten, um die Kreisverkehre zu verschönern, sagt Stolz.

Schon vor November werden fest installierte Kunstwerke aus der Kreiselmitte weichen müssen, darunter das stilisierte Stadttor am Ortseingang von Biberach (Waldseer Straße/Leipzigstraße). Auch der Kreisel am Ortseingang von Erolzheim aus Richtung Edelbeuren, der das Erolzheimer Wappen, ein Wagenrad, darstellt, muss sich verändern. So muss die dort fest installierte Radnabe aus der Kreiselmitte verschwinden. Das gleiche Schicksal wird die großen Steine ereilen, die im Kreisel in Altheim aus Richtung Riedlingen dekorativ platziert sind.

Eine Frage der Verantwortung

Während der Landrat des Alb-Donau-Kreises, Heinz Seiffert, stinksauer über den Erlass des Ministeriums ist, sieht Georg Stolz das Thema in Biberach etwas gelassener. Er finde ihn zwar auch etwas kurios, letztlich gehe es aber um Verantwortlichkeiten. „Wir hatten im Kreis Biberach bislang zum Glück noch nie sehr schwere Unfälle in diesen Kreiseln, aber die Frage ist natürlich schon, wer am Ende die Verantwortung übernimmt, wenn es wegen solcher Hindernisse zu Verletzten kommt.

5 Antworten auf „Kreisel-Kunst muss bald weichen“

Dass Biberach an der Riss den bekanntesten Kreisverkehr hat ist keine Ehre. Das hier ist ein Abfallprodukt vom Bürgerpark der 500 Meter weiter rechts in der Stadt liegt. Der Betonkasten dient dort als vermeindliches Tor zum Bürger-Park, für den tut es das alle mal. Der zweite Betonkasten wurde aus Kostengründen einfach auf den Kreisverkehr gestellt. Außer dass er seit dem ersten Tage total schief steht hat er keinen nennenswerten Baustil noch erinnert er an ein Tor. Eher schon an eine zerfallene Hütte bei der die Türe fehlt. Das die Biberacher Bürger hier nicht gleich nach Fertigstellung vor Jahren moniert haben sagt vieles über deren Kunst- und Gestaltungsverständnis aus. Nur Lachhaft und total Ideenlos. Weg damit, wird höchste Zeit.

Fortgesetzter Irrsinn! Kurz nach dem 2.Weltkrieg baute Deutschland überall Kreisverkehre zur Beschleunigung der Verkehrsflusses und dann verschwanden diese nach und nach.

Jetzt erkannten die Planer dass der Verkehrsdurchsatz ohne Ampel besser sei und die rückgebauten Einrichtungen kamen wieder zur Ehre der Strassenbauverwaltungen.

ist da der kreisel in der schussenriederstraße in bad buchau.da kann man schön drübersehen, und kann sich auch mal einen(kleinen) ausrutscher erlauben .der ist übersichtlich für alle autofahrer und fussgänger.an die arbeiter die das kreiselmonster in bc instandhalten müssen sollte auch mal gedacht werden,da es auch nicht so ungefährlich ist an so einer stelle immer wieder mal arbeiten durchzuführen.

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