Konzertchor Federsee in der Stiftskirche Bad Buchau bietet Chor-und Orchesterkonzert

Haydns Oratorium „Die Schöpfung“ in der Stiftskirche Bad Buchau.

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Am Samstag, den 23.Juni 2012 um 19:30 Uhr veranstaltet der Konzertchor Federsee in der Stiftskirche Bad Buchau ein Chor-und Orchesterkonzert. Zur Aufführung gelangt das Oratorium „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn.

Auf dem Höhepunkt seiner künstlerischen Laufbahn angelangt und von seinen Zeitgenossen als bedeutendster Komponist Europas gefeiert, entschließt sich Joseph Haydn 1796 zu einem weiteren großen Wurf auszuholen. Von seinen äußerst erfolgreichen England-Aufenthalten brachte der Komponist nicht nur die Begeisterung für Händels Oratorien, sondern auch das Textbuch eines unbekannten Verfassers mit, in dem Teile aus John Miltons Epos „Paradise Lost“ mit dem biblischen Schöpfungsbericht zu einem Oratorien -Libretto verschmolzen werden. Die deutsche Übersetzung des Stoffes wurde vom Präfekten der Wiener Hofbibliothek, Baron Gottfried van Swieten besorgt. Im Herbst 1796 begann Haydn dann mit der Arbeit an der „Schöpfung“. Zahlreiche Skizzen aus dieser Zeit, belegen, dass der Komponist intensiv mit der Ausgestaltung jenes neuen Stils gerungen hat, der von den Zeitgenossen übereinstimmend als „neu und großartig“ empfunden wurde. Haydns berühmter Schüler Ludwig van Beethoven bezeichnete die „Schöpfung“ gar als ein spätaufklärerisches Lehrgedicht, ein Stück Unterricht in Musik. Die zahlreichen Anlässe für Tonmalereien, die die Textvorlage bietet, musikalische Darstellungen von Wetter, Sonne, Mond und Gestirnen, Pflanzen und Tieren, werden erst durch das Ohr quasi sichtbar gemacht, um dann mit Worten konkretisiert zu werden. Diese aus der Oper bekannte Technik des musikalischen Bilderbogens wird immer wieder von monumentalen Lobpreisungen des Schöpfers unterbrochen, kommentiert und verbunden, so dass die Gefahr des rein Illustrativen gebannt wird. Ohne liturgisch-institutionellen Zwängen zu unterliegen, gelingt es Haydn mit seiner „Schöpfung“ das Bedürfnis nach religiöser Erbauung zu befriedigen, eine Aufgabe, zu der die Kirche seiner Zeit, die durch tiefgreifende Säkularisierungsprozesse erschüttert wurde, immer weniger in der Lage war. So empfand das Publikum der Uraufführung vom 19. März 1799 im Wiener Burgtheater die „Schöpfung“ auch als glückhafte Synthese aus einer ganz neu empfundenen musikalischen Kunst und eines vom biblischen Schöpfungsbericht über die Grundlagen unserer Existenz inspirierten Gotteslobs.

Bei der Bad Buchauer Aufführung wirken mit die Solisten Heidi Albinger -Seel, Sopran, Simon Daiber, Tenor und Matthias Rolser, Bass, die capella novanta mit ihrem Konzertmeister Günther Luderer sowie der Konzertchor Federsee. Die Leitung hat Peter Schmitz.

Karten zu €15,- und €12,- sind an der Abendkasse sowie im Vorverkauf bei Schreibwaren Lutz, Marktplatz 25, 88422 Bad Buchau, Tel.: 07582-91220 erhältlich.

Weitere Informationen unter www.liederkranz-badbuchau.de

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