Klausur in Bad Buchau – Glosse


Gaudeamus igitur,

geht der Stadtrat in Klausur.

Mit viel Streben und viel Fleiß,

doch leider nur:

.

Es fehlt der Weiss!

.

Zum Wohl der Stadt wollt’ er beraten,

sich brüsten mit den Heldentaten,

er, der Bürgermeister

– Scheibenkleister!

.

So gelang es nicht, den Weiss zu richten,

und auch nicht den Streit zu schlichten,

eigentlich galt die Klausur,

dem enfant terrible nur.

.

Und dann so was: nicht erscheinen!

Die „Schwäbische“ fängt an zu weinen.

Im Kommentar hebt sie sacht’ den Finger:

„Weiss, sei doch mal ein braver Dinger!“

.

Dabei sagte der doch klar,

warum er nicht beim Klausuren war.

.

Aus dem Rat wollt’ ihr ihn haben,

tut euch an Verweisen laben.

Merkwürdig doch, dass die nun jammern,

die ihn jagen wollten aus den Kammern.

.

Weiss ist wohl ein Revoluzzer

– aber doch kein Stadtbeschmutzer!

Ihr wollt ihn verächtlich machen,

dabei seid ihr doch nur zum Lachen!

.

Nachdem ihr ihn nicht ordnen könnt,

dem „schwarzen Peter“ die Wahl unter den Nägeln brennt,

wolltet ihr das Kriegsbeil in eurem Sumpf versenken,

nun, das könnt’ ihr euch halt schenken.

.

Macht doch einfach euren Job,

und zwar so, wie sich’s gehört,

und nicht vom RP verwehrt!

sonst gerät euch das zum Flop.

.

Noch in dieser Legislatur

– mit oder ohne die Klausur!

12 Responses to Klausur in Bad Buchau – Glosse

  1. objektiv sagt:

    geistreich, wahrlich richtig 🙂
    Ein Lob an den Literat!

  2. Heinz Weiss sagt:

    richtig, es sind nur 12 Räte in der Klausur gewesen. Ein weiterer Stadtrat konnte ebenfalls aus beruflichen Gründen nicht teil nehmen. Komisch dass das der Bürgermeister im Zeitungsartikel bewusst verschweigt, nur Stadtrat Weiss erwähnt der fehlt und so den Eindruck erweckt als hätten alle 13 Räte teilgenommen . Als alter Hase erkenne ich doch gleich wieder gezielt Mobbing, obwohl es das laut BM so was im Rat gar nicht gibt. Oder wie sehen sie das? Originalfoto der „zwölf“ ist im Monatsblättchen 21. Juli der Stadt zu sehen, lach.

  3. Pisa Mathematik sagt:

    Aufgabe Klasse 2:
    Ein BM will die Ausschüsse ab Januar 2010 für EIN JAHR aussetzen. Das RP sieht das als rechtswidrig an und fordert nun im Juli 2010 nach der Sommerpause ( 2 Monate) im September die Probe zu beenden. Im Stadtblättle schreibt der BM, dass es genau dieser Zeitraum war, den er und der GM plante.

    Frage: Wie viele Monate hat nun ein Jahr in Buchau?
    7 Monate
    9 Monate
    12 Monate

    Bei einer falschen Antwort von gewählten Personen sollte dringend das Grundwissen Mathematik in einer Klausur aufgefrischt werden.

    • Nicht mit mir sagt:

      Kann sicher nur vom Gremium gemeinsam und nur anhand der Mengenlehre nach Buchauer Uhrzeit bewältigt werden. Rein mathematisch käme ein viel zu hartes (denunzierendes) Ergebnis heraus. Würde nie akzeptiert oder nur mit langen, verbogenen Kommentaren zurecht gerückt angenommen werden.

    • plusminus sagt:

      hab auch eine Matheaufgabe entdeckt:

      Klasse 1
      a)Ein GM besteht aus 14 Räten. Laut Redakteur im FederseeBlättle sind darauf 12 Räte zu sehen. Wie viele Räte fehlten?

      (Rechnung: 14 minus 2 gleich 12)

      b) Der BM sagt in der SZ, dass ein Rat fehlte. Es sind aber nur 12 abgebildet.

      (Rechnung: 14 minus 1 gleich 12 )

      c) Wer hat Recht?

  4. Alternative sagt:

    Der Gemeiderat kann doch nicht schon wieder in Klausur gehen. Es wäre ja sonst kaum noch Zeit für Gemeinderatssitzungen gegeben. Selbst bei Abschaffung der Ausschüsse wäre das eine Überforderung. Aber vielleicht könnte man beides verbinden und anstelle der Ausschüsse jetzt Klausurtagungen einführen. Wäre wirklich zu prüfen, die Räte sind ja laut Zeitungsbericht klausursüchtig (wahrscheinlich weil der Weiss nicht hingeht und auch keine Zuhörer zu befürchten sind!) Schließlich sollte man mit der Zeit gehen und diese Begeisterung nutzen. Die Gemeindeordnung würde der Landtag in Stuttgart dann eben später – den in Buchau speziell erprobten, besonderen Verhältnissen – anpassen. Dann hätten sich bei der Gesetzgebung endlich einmal praxiserprobte Kommunalpolitiker durchgesetzt. Die Lex Buchau ist schon längst überfällig.

  5. ratgeber sagt:

    Guter Rat Du wirkst im Stillen
    doch soll nichts geschehen ohne Deinen Willen.

    Ohne lang zu überlegen –
    warum denn da in einer sooo wichtigen Sache
    zwei Räte fehlen –
    ich sag euch, das ist alles nur Mache.

    Und dann nur gezielt nur einen Fehlenden zu erwähnen
    da kommen einem ja die Tränen.

    Um eigene Defizite zu vertuschen
    soll Stadtrat Weiss jetzt endlich kuschen.

    Anstatt seine Fehler einzugstehen
    wird (fast) einstimmig beschlossen :
    derjenige der Mißstände aufdeckt
    soll gefälligst gehen.

    Kritik an den Handlungen eines BM zu wagen
    diese auch noch laut und deutlich zu sagen
    das darf man in Buchau nicht, das hab ich erkannt
    da läuft man gnadenlos gegen eine Wand.

    Mit Kanonen auf Spatzen schiessen das geht nicht gut
    den Bürger wirds verdriessen und er kriegt so langsam Wut.

    Doch die Wähler sind nicht dumm
    sie nehmen Hochmut und Ungerechtigkeiten krumm.

    Drum hört mit der Mobberei endlich auf
    Ihr zahlt am Ende doch nur drauf.

    PS: guter Rat an den BM

    einfach nicht mehr kandidieren
    dann kann man nicht noch mehr verlieren

    das übereifrige Streben nach Ansehen, Würde, Macht
    wirkt in Anbetracht des Geschehenen wahrlich nur noch lachhaft.

  6. mitglied sagt:

    Womit einmal mehr bewiesen ist, dass es Heinz Weiss und seine Anhänger nicht weitrer als bis zum Komiker gebracht haben.

    • Leser sagt:

      Welche Anhänger bitte, er ist der einzige der sich was traut zu veröffentlichen, Hut ab!

    • nicht mit mir sagt:

      Schwer zu sagen, wer zum Komiker geworden ist. Aber wenn schon, dann lieber Komiker als schlechter Komödiant.

  7. Unglaublich sagt:

    Wenn der Bürgermeister in den Spiegel schaut, sieht er wahrscheinlich den Weiss schon doppelt. Für ihn ist er schließlich ein Alptraum. Oder versucht der Bürgermeister mit Biegen und Brechen gar die Mathematik schon zu revolutionieren? Es ist halt schwierig gegen Gegebenheiten anzugehen. Da ist jedes Mittel, egal ob lauter oder unlauter, erlaubt. Schlimmer und bedenklicher ist, dass der Gemeinderat, bestehend aus gediegenen Frauen und Männern, sich so irritieren und manipulieren lässt. Es fehlt im Gremium einfach an Aufrichtigkeit, Einsicht und Gelassenheit mit sauberen, demokratischen Mitteln, sich aus der Zwangsvorstellung Weiss zu befreien. Man hat sich total in eine Person verrannt, die sachliche Arbeit ist zweitrangig geworden. Letztlich spricht das nicht gegen Weiss, sondern gegen das Gremium. Ohnmacht.

  8. buchauerin sagt:

    stimme „unglaublich“ vorbehaltlos zu. dieses gerangel seitens der mehrheit
    des gemeinderats um stadtrat weiss ist langsam nicht mehr zu ertragen. es werden anschuldigungen geäußert die nicht haltbar sind, es werden tatsachen und fehler versucht zu vertuschen indem die aufmerksamkeit auf sr weiss gelenkt wird. ihn einfach als „bad boy“ und „enfant terrible“ hinstellen zu wollen , es scheint ja bei einigen „nichtdenkern“ zu fruchten.
    kann man hier deutlich in einigen kommentaren nachlesen. ich fürchte aber, dass genau diese „bm-getreuen“ nach der bm-wahl (falls herrscher p. d. wiedergewählt werden sollte) dann am lautesten lamentieren und vielleicht dann nachdenken werden.
    ein stadtoberhaupt das für so viel wirbel sorgt, versucht unrecht als harmlos darzustellen –
    ein gemeinderat der bis auf wenige ausnahmen das auch noch für gut heißt
    kann nicht erstrebenswert für unsere gemeinde sein.
    noch einmal „chapeau“ vor heinz weiss der sich traut mißstände offen anzusprechen und öffentlich zu machen.
    er wusste sicherlich von anfang an dass seine courage persönliche angriffe zur folge haben würde.
    wir alle sollten froh sein stadtrat weiss hier zu haben.