Kiez der Gewalt, aber bei den Linken und G20- Verbrechern schauen alle weg. Danke weiter so.

Ein stadtbekannter Nazi steht im Verdacht, Politiker und Anwohner in Berlin-Neukölln zu terrorisieren. Greift jetzt die Polizei zu? Ja so wie bei den 300 Mann G20- Verbrechern und Frauen-Demo angreifer, wie denn sonst..!

DIE ZEIT 11/2018
Berlin-Neukölln: Rudow, im Süden Neuköllns, ist ein Szenetreffpunkt.

Blumenthal sitzt für die SPD in der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung, sie kümmert sich dort um die Themen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus. „Die Rechten hier im Stadtteil mögen mich deswegen nicht“, sagt sie, „aber ich lasse mir von niemandem den Mund verbieten.“ Es scheint, als ob jemand genau das versuche: Auf Blumenthals Anrufbeantworter drohten ihr Unbekannte mit dem Tod, vor gut einem Jahr ging ihr Auto direkt vor ihrem Schlafzimmerfenster in Flammen auf, Steine flogen durch ihre Fensterscheiben. Im Netz kursieren Listen rechter Schlägertrupps, auf denen ihr Name steht.

Blumenthal ist nicht die Einzige, der es so geht. Im Südosten Berlins werden Politiker und Flüchtlingshelfer seit Monaten regelmäßig Opfer von Pöbeleien, Drohungen und Anschlägen. Anfang Februar zündeten Unbekannte das Auto des Architekten und Linken-Politikers Ferat Kocak an. Die Flammen schlugen bis an die Wand des Hauses, in dem der 38-Jährige mit seinen Eltern wohnt, und kamen gefährlich nah an eine Gasleitung heran. Das Lodern des Feuers im Fenster habe ihn aufgeweckt, erzählt Kocak, nur deshalb habe er rechtzeitig die Feuerwehr rufen können. „Meine Mutter hat kurz darauf einen Herzinfarkt bekommen. Sie traut sich nicht mehr vor die Tür“, sagt er.

In derselben Nacht brannte auch das Auto von Heinz Ostermann, einem Buchhändler im Süden des Bezirks, der in seinem Laden seit Jahren Lesungen gegen Rassismus veranstaltet. Wenige Monate zuvor, rund um den 9. November, den Jahrestag der Pogromnacht von 1938, hatten Unbekannte 16 Stolpersteine ausgegraben, die im Gedenken an die von den Nazis ermordeten Anwohner des Viertels eingelassen worden waren.

Eigentlich gilt Neukölln als bunter Szenekiez, den sich Studenten und junge Kreative mit türkischen und arabischen Einwandererfamilien teilen, auch Rapper wie Bushido oder Massiv sind hier unterwegs. Bundesweit machte der Stadtteil zuletzt Schlagzeilen, als der CDU-Politiker Jens Spahn klagte, die Bedienung in den Kneipen von Neukölln sei so hip und international, dass man seinen Kaffee nur noch auf Englisch bestellen könne. Doch Blumenthal, Kocak und Ostermann leben nicht im angesagten Norden des Bezirks, sondern im bürgerlichen Süden, in Neuköllner Vierteln wie Buckow, Rudow und Britz, nahe der Landesgrenze zu Brandenburg gelegen. Die drei eint ihr Engagement: für Flüchtlinge und gegen Rassismus. Genau deshalb, so scheint es, werden sie zu Opfern. Die Zahl der rechtsextrem motivierten Straftaten im Bezirk nahm in jüngster Zeit deutlich zu, 125 waren es allein im Jahr 2017, ein Anstieg von 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Bezirksverordnetenversammlung forderte die Berliner Polizei am Dienstag dazu auf, die Brandanschläge endlich als „Terror“ einzustufen.

Neukölln ist mittlerweile nicht mehr nur für Hipster und Hip-Hopper bekannt, sondern auch für Anschläge von rechts. Doch wer steckt hinter den Angriffen?

Wer darüber mit Fahndern und Sicherheitsbeamten spricht, bekommt schnell einen Namen genannt: Sebastian T., 31 Jahre alt, mehrfach vorbestraft, unter anderem wegen Körperverletzung. „Ein in die Wolle gefärbter, hochaggressiver Neonazi“, nennt ihn jemand aus Berliner Sicherheitskreisen. Nicht nur Blumenthal und Kocak vermuten, dass T. hinter den Anschlägen steckt. Die Behörden tun es auch; mit ungewöhnlicher Offenheit nennen sie seinen Namen, obwohl auch für ihn die Unschuldsvermutung gilt, solange er nicht verurteilt ist.

Wer aber ist der Mann? Und wenn sich die Ermittler so sicher sind, dass er hinter den Taten steckt, warum sitzt er dann nicht in Haft?

5 Kommentare zu Kiez der Gewalt, aber bei den Linken und G20- Verbrechern schauen alle weg. Danke weiter so.

  1. leser sagt:

    Also, im Artikel steht, es gebe diesen einen Nazi T., der hinter allem stecke.

    Aber der Artikel suggeriert (auch mit dem Abstract), dass ganze Nazihorden da wüten. Was denn nun?
    Ja Nazi sind die neuen Asylikriminellen Banden und Linksverbrecher wie G20 Polizistenmörder- Frauendemo-Angreifer. Von hier kommt seit Jahren die Gewalt. Jetzt trifft es die anders Seite und hoffentlich in gleicher Agressivität wie die letzten Jahre von Links.

  2. leser sagt:

    Die Polizei und Strafverfolgung sind allzu oft machtlos, nicht nur bei Rechten, auch bei Linken seit Jahren. Es ist eine große Errungenschaft von Gesellschaften, dass Verdächtigen ein so großer Schutz zugesprochen wird und die Unschuldsklausel so ernst genommen wird; aber die Frage ist, ob ein solches Ideal bei zunehmender Verrohung der Gesellschaft und steigender Kriminalität realistisch noch umsetzbar ist. Machtlosigkeit ist da noch eine Verharmlosung, in manchen Milieus gehört es zum guten Ton, der Strafverfolgung regelrecht auf der Nase herum zu tanzen.

  3. leser sagt:

    Der Polizei mehr Macht geben geht dann aber in beide Richtungen, nicht nur gegen die Rechten.

    Im Artikel steht, dass mit Grillanzuender und Feuerzeug ein Auto schnell angesteckt ist (mit dem richtigen Grillanzuender sogar zeitverzoegert, man ist also schon 2 Kreuzungen weiter bevor irgendwer was mitbekommt).
    Da wurde glaube ich in Berlin auch nie wirklich einer eingebuchtet fuer und es gab jahrelang jede Woche ein paar Autos die brannten.
    Freunde von mir wurden damals ueberfallartig von der Polizei angehalten zur Rucksackkontrolle.
    Bin mir nicht sicher, ob Sie das als Dauerzustand haben wollen, und nicht nur punktuell in Neukoelln-Rudow.

  4. leser sagt:

    Es gibt in Berlin leider insgesamt zu viel Gewalt. Aber Sicherheitsmaßnahmen wie Videoüberwachung an neuralgischen Orten lehnt der Rot-Rot-Grüne Senat ab. Drogendealer werden auch kaum verfolgt. In München gibt es viel weniger Gewaltkriminalität und politisch motivierte Anschläge- auch weil die Polizei die volle Unterstützung der Landesregierung hat- im Gegensatz zu Berlin.

  5. leser sagt:

    Wow, Hörensagen reicht heute also schon aus, um Klarnamen eines Verdächtigen zu veröffentlichen.
    Dachte die Berliner Polizei hält sich an den Pressekodex.
    Machen die doch, hast du schon mal von Deutschem Mann gehört der echter Araber ist.
    Dann denk mal darüber nach. Deutscher Pass ist soviel wert wie €, nix.
    Kann jeder haben wer will. Wird verteilt wie im Fasching Kamellen.

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