Kein Stress mehr in Bad Buchau

Unsere Innenstadt will blau werden, nein nicht von schwarz wechseln, sondern das Geldeintreiben beim Parken revolutionieren. Auch nicht blau sondern nüchtern betrachtet ein gute Idee. Was das Parken anbelangt wird die Stadt das Wahlgeschenk unseres BM die neue Parkordnung, einführen  noch vor den Sommerferien.  Ab dann sind nur noch zwei Parkplätze gebührenpflichtig, ansonsten die ganze Innenstadt mit der Parkscheibe frei.  Das neue Alte  Konzept wurde jüngst im Gemeinderat vorgestellt , so sind im innerstädtischen Bereich werktags von 8 bis 18 Uhr Parkzeiten von zwei Stunden gebührenfrei, was darüber hinausgeht erhält wie gewohnt ein Strafzettel wenn es länger dauert.  Ausnahme auf dem Marktplatz gilt nur nur eine Stunde mit der Parkscheibe. Große Freude beim Besitzer der Radstube und der neuen Cocktail-Bar Namens „Vierzehn“ auf dem Marktplatz. Endlich mal nicht nur gestresste Gäste die laufend irgend ein Geldschein zu Kleingeld machen mussten. Vorbei der Stress, einfach parken zum Mittagessen in der Radstube oder am Spätnachmittag zu einem Cocktail in der Cocktailbar „vierzehn“ am Marktplatz 14.

Weg mit den gammeligen Bazillenträgern in Form von Parkautomaten. Vorbei das ewige suchen nach der Strafzetteldame und Ihren beruflichen Verpflichtungen: die da sind- Strafzettel verteilen im Stadtgebiet. Endlich zufriedene Bürger und Gäste in den Straßen und Geschäften, solange es welche gibt…(hmmm). Endlich mal was in die richtige Richtung, nur eben 10 Jahre zu spät, plus ein Jahr auf die Ausführung warten macht 11 Jahre.

Dafür können die Besucher des Federseeparkplatzes  fürs Parken auf dem dortigen Parkplatz neuerdings ordentlich in die Tasche greifen.

so leer wird der Marktplatz dann nie wieder sein am hellen Mittag…

Immerhin ist es doch gelungen die Verwaltung davon zu überzeugen in den letzten Jahren die Parkuhren ab zu schaffen. Ich selbst hatte ja in meiner Vorstellung und Bewerbung zur Gemeinderatswahl im Jahre 2009, die ich wie bekannt mit überzeugender Mehrheit gewonnen habe, dies in meinem Programm laut und deutlich vorgetragen. Hat zwar lange gedauert aber wenn man lange genug dran bleibt am Thema wird jeder vernünftig.

Dazu eine interessante Nachlese aus 2009: Einzelhandel, wo steht Bad Buchau definitiv.

Publiziert am 4. Juni 2009 von Heinz Weiss

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Problem:
Mehr und mehr Ladengeschäfte schließen, unsere Innenstadt verliert Anziehungspunkte – schlimmer noch: durch Leerstände fühlt man sich abgestoßen.

Buchau blickt auf eine lange Geschichte als Stadt und als Marktflecken zurück. Unser Stadtbild wurde seit vielen Generationen geprägt zum einen durch das Stift, zum anderen durch Handel und Gewerbe – und das heute immer noch sichtbare Zeichen seiner Prägung durch Handel und Gewerbe ist unser herrlicher Marktplatz.
Deswegen leidet Buchau besonders am Rückgang des Einzelhandels und an der Schließung von mehr und mehr Ladengeschäften.

Keine Lösung, aber Abhilfe:
Der Absturtz des Einzelhandels ist sicherlich nicht nur ein Buchauer Phänomen, er ist leider Gottes landauf, landab festzustellen – mehr und mehr Städte und Gemeinden empfangen uns an ihren Zufahrtsstraßen mit den hinlänglich bekannten Discount-Märkten.
Langfristig wird das Aussterben der Innenstädte nur dadurch bekämpft werden können, wenn wir auf breiter Mehrheit in unserer Gesellschaft zu der Einsicht gelangen, dass es uns nicht egal sein kann, wenn unsere Städte und Gemeinden flächendeckend von Discountern verschandelt werden und dass dies dann eine Veränderung unseres Kaufverhaltens zwingend voraussetzt.
Da war z.B. die Anmerkung eines Besuchers bei der Kandidatenvorstellung im Bischof-Sproll-Haus, dass es zu Zeiten seiner Eltern (muss wohl schon etwas her sein) den Grundsatz gab: „Was am Ort erhältlich ist, kauft auch am Ort!“
Aber da ist leider nicht mehr viel zu kaufen am Ort.
Kurzfristig sehe ich keine andere Möglichkeit  als unserem Einzelhandel zu helfen, wo es nur geht und ihm das eh schon schwierige Dasein zu erleichtern durch Abschaffung der Kurförderungsabgabe und eine wahrnehmbar kundenfreundliche Parkregulierung. Weg mit den Parkuhren, mehr kann ein gesunder Menschenverstand nicht hervorbringen dazu. . . . . . . . . usw….

Die Antwort: kunden- und gastfreundliches Verhalten. Blaue Zonen sind freundlicher, da freizügiger – unsere sture Parkregulierung und v.a. deren oftmals kleinliche und pedantische Überwachung erwecken den Eindruck der Gängelei und nerven Gäste und Bürger gleichermaßen. Aus diesem Grund ist sie den Buchauer Geschäftsleuten keine Hilfe, sie schadet und sollte umgehend abgeschafft werden.
Deshalb: Stück für Stück- nicht zum grünen Glück sondern zum Städtischen Glück. Auch unser Buchauer Einzelhandel braucht eine starke Lobby, mal sehn wo die bleibt.

3 Responses to Kein Stress mehr in Bad Buchau

  1. VonWähler sagt:

    Die gute alte Zeit! Erreichte Stimmen der gewählten Kandidaten zur Gemeinderatswahl 2009 in Bad Buchau.

    Preißing, Rolf 1847
    Malmer, Andrea 1621
    Konrad, Stefan 1603
    Mayenberger, Charlotte 1347
    Vötsch, Walter 1179
    Schuster, Markus 1100
    Weiss, Heinz 1047
    Dr. Sandmaier, Karl 1037
    Hirschle, Franz 958
    Einstein, Jost 850
    Hohl, Stefan 811
    Winkler, Stefan 772
    Zippel, Wolfgang 755
    Fechter, Markus 680

    so sieht das aus, recht spannend dieses wieder ins Gedächtnis zu rufen!

  2. Besorgter Bürger Buchau sagt:

    Eines der wenigen Beispiele wie es unsere Nachbarn und andere Gemeinden machen ist in Mengen zu sehen. Da gehört die Beteiligung der Bevölkerung bei so wichtigen Angelegenheiten zur Selbstverständlichkeit. Wir warten beim Götzburg-Areal immer noch nach vielen Versprechungen auf etwas Ähnliches. Gutachten sind ja ausreichend vorhanden, an denen man sich orientieren kann. Zur Abwechslung etwas Konkretes wäre gar nicht so schlecht auf unserem „Buchauer Weg“. Es wird doch hoffentlich nicht auch so gehen, wie bei den Straßenausbauten Wuhr-, Haupt- und Schussenrieder Straße. Die gleichen Mängel sollten nicht wiederholt werden. Allein ein völlig isoliertes Einkaufszentrum mit Parkplatz auf dem Götz-Gelände wäre doch recht bescheiden. Man sollte unbedingt das Götzburg-Areal mit dem Marktplatz t als zusammenhängende Einkaufsmeile verbinden. Das setzt voraus, dass zwischen diesen beiden Standorten eine aufgewertete Zone geschaffen werden muss. Dies wäre natürlich vor dem Ausbau der Schussenrieder Straße in diesem Bereich noch leichter zu bewerkstelligen gewesen. Nur das Götzburg-Areal als Einzelstandort zu planen wird ein Stückwerk ohne jegliche Auswirkung auf die Attraktivitätserhöhung der Innenstadt bleiben. Man hört immer wieder, dass das frühere Stocker-Textilgeschäft zum Verkauf ansteht. In einer abgestimmten Gesamtplanung spielt dieses Grundstück eine zentrale Rolle. Es ist höchste Zeit zum Erkennen der Chancen. Die Blaue Zone allein wird die erhoffte Aufwertung jedenfalls nicht bringen. Etwas mehr Phantasie und Einfallsreichtum könnte der Verwaltung und dem Ratsgremium wirklich nichts schaden.

    • meinemeinung sagt:

      Hallo Herr Bürgermeister von Bad Buchau,

      ich finde die Idee auch Klasse, Das Gotzburgelände mit in einen erweiterten Marktplatz zu integrieren. Dort irgend einen „Billig Supermarkt“, die ja optisch nicht sehr schön sind, mit Parklplatz wäre eine echte (optische) Sünde für Buchau.

      Und ich kann mich dem Vorredner nur anschließen. Derartige Entscheidungen sollten MIT DEN BÜRGERN gemacht werden. Also bitte einen IDEENWETTBEWERB als erstes und dann kann man aus den besten Ideen weiter sehen, vielleicht ist das was gutes dabei.

      Mein Vorschlag: Optische attraktive Schaufenster als Werbefläche. Eingutes Beispiel ist das Bild im Beitrag von Ladengeschäften. Die Schaufenster machen keinen Spass einzukaufen. Ein optisch attraktives Schaufenster hat eine sehr wichtige Funktion (nicht nur für die Geschäftsansicht) sondern auch für gerade für das Umfeld. Klar die Kaufkraft mag in BB nicht die größte sein. Dennoch kann man Schaufenster auch im Sinne einer „LEistungsschau“ nutzen. Dort stellen „Betriebe“ jeder Art irgendwelche Produkte aus, die sie herstellen und man könnte so was in Gemeinschaft betreiben, in dem Töpfer, Weber, Maler , Schnitzer oder was weis ich einfach ausstellen, was sie so herstellen. Und dann sitzt eine Person im Laden (ggf nur zu HAuptzeiten) wo Touristen etwas kaufen können. Der Marktplatz sollte für Touristen attraktiv sein und es sollte was zu sehen gben. Das ist derzeit nicht der Fall. wir haben aber bestimmt jede Menge Kreative Leute in Buchau die für solche Schaufenster Waren bereitstellen könnten, die sich auch gut verkaufen lassen würden.