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Bad Buchau am Federsee

„Juze“ Bad Buchau, jetzt reichts.

Die anhaltenden Zustände im Buchauer Juze werden so nicht mehr geduldet. Im Kellergeschoss im Haus der Vereine, wird es demnächst etwas ruhiger. Das Juze wird umgestaltet und in vernünftige , Jugendgerechte Bahnen gelenkt. Jede Menge Müll, zerbrochene Schnaps- und Bierflaschen, Zigarettenkippen und leere Schachteln, im Haus und um das Haus sorgen für ständigen Stress und Ärger mit den Nachbarn und Bürgern. Zustände die nicht immer, jedoch in letzter Zeit vermehrt zum Nachteil führten für eine positive Beurteilung des Juzebetriebs und dem dafür zuständigen Verein. Jedenfalls wird der Gemeinderat eine gewichtige Entscheidung in einer der nächsten Sitzung beschließen.

Klar ist :  das Juze bleibt erhalten,  wer es in Zukunft betreibt wird sich zeigen. Auf jeden Fall ist „das Neue Juze“  für alle Jugendlichen da, private Feste sind laut Satzung eh verboten und Alkohol so wieso.

Text-Auszug heutige SZ-BC

Der Anblick, den das Bad Buchauer Jugendzentrum zuweilen am Sonntagmorgen bietet, ist nicht schön. Hausmeister Uwe Vogelgesang hatte in der Gemeinderatssitzung das Wort ergriffen, um die Zustände nach unerlaubten Privatpartys zu schildern. Auch die Putzfrau beklage sich schon, so Vogelgesang: „Wir haben einen Wasserverbrauch von 120 bis 160 Liter, bis das Treppenhaus sauber ist – sonst bleiben einem die Schuhe am Boden kleben.“

Dabei standen die Missstände im „Juze“ am Dienstagabend so gar nicht auf der Tagesordnung. Bürgermeister Peter Diesch und die Räte betonten denn auch immer wieder, dass es sich lediglich um „negative Auswüchse“ handle: „Trotzdem ist 99 Prozent der Jugendarbeit, die in der Stadt geleistet wird, klasse“, unterstrich Diesch. Die Jugendarbeit in den Vereinen etwa, über die Stadtrat Stefan Winkler zuvor berichtet hatte. Mittlerweile neun Vereine engagieren sich im Arbeitskreis Jugend, der 2010 ins Leben gerufen wurde: „Damit sich die Jugendlichen in die Stadt einbringen und ihre Interessen vertreten können“, erklärte Winkler. Ziel sei es, dass sich die Vereine in der Jugendarbeit vernetzen. Dafür sei, voraussichtlich am WGB-Fest am 27. August, ein „Tag der Vereine“ geplant, bei dem sich die Vereine präsentieren und auch kennenlernen können.  Kein Entgegenkommen Auch mit dem Verein Jugendzentrum Bad Buchau böte sich eine Zusammenarbeit an. „Leider gibt es von dort aus kein Entgegenkommen“, schilderte Winkler die Bemühungen, mit den Vereinsmitgliedern in Kontakt zu treten. Und die Zustände des Juze im Haus der Vereine beschrieb der Stadtrat gar als „absolute Katastrophe aus meiner Sicht“.

Hinzu kommt, dass sich der Verein wohl auch finanziell in der Krise befindet. Den Anerkennungsbeitrag, den die Nutzer für die Nebenkosten im Haus der Vereine abführen, bleibe das Juze schon seit geraumer Zeit schuldig, weiß Norbert Moll vom Amt für öffentliche Sicherheit und Ordnung. „Im Grunde genommen hat sich das Juze selbst aufgegeben“, so der Rathausmitarbeiter.

Dies entsprach wohl auch dem Eindruck etlicher Räte. „Es wird nicht besser durch Warten – ich würde das Juze sofort schließen“, forderte Karl Sandmaier, der damit in dieselbe Stoßrichtung wie Winkler und Heinz Weiß zielte.

„Wir sollten jetzt nicht einfach den Stab brechen“, sprach sich dagegen Jost Einstein für eine zweite Chance aus, die auch Wolfgang Zippel, Andrea Malmer, Charlotte Mayenberger, Rolf Preißing, Markus Fechter und Franz Hirschle gefordert hatten. In der nächsten Sitzung haben die Jugendlichen nun die Möglichkeit, sich zu den Vorfällen zu äußern. Bis dahin soll ihnen allerdings, so der einstimmige Gemeinderatsbeschluss, der Schlüssel zu den Räumen abgenommen werden – schließlich steht zum Wochenende die nächste Party an. SZ-bc