Jugendliche haben keine Lobby.

Wir weisen darauf hin dass für den Inhalt nicht www.amfedersee.de verantwortlich ist sondern der Verfasser.

Leserbrief:

Öffentliche Kandidatenvorstellung im Bischof-Sproll-Haus, eine gelungene Kandidatenbefragung durch Moderator Heiner Vaut, kleine Aufgeregtheiten des einen oder anderen über die Auftritte oder Wahlkampfaktivitäten des einen, ein kleines bisschen Kontroverse:

Parkuhren mit Brötchentaste versus der kundenfreundlicheren Blauen Zone, große Einigkeit beim Ziel, für Buchau das Vollgymnasium zu wollen – alles in allem ein angemessener Auftakt der Wahlen zum Gemeinderat am 7.Juni 2009 ?

Womit und wie können wir dem in Buchau sich zunehmend schwer tuenden Einzelhandel helfen?
Blaue Zone oder Brötchentaste ? – eine sachliche Differenz.

Natürlich wollen wir alle das Vollgymnasium für Buchau – aber wie?

Die Tatsache, dass hier von der Regierungsbürokratie unlösbare Aufgaben gestellt wurden, ist ärgerlich und betrüblich. Ich hätte mir in dieser Frage aber etwas mehr die eindeutige Positionierung und Anspruchshaltung der Kandidaten gewünscht. Auf jeden Fall besteht aber kein Anlaß zu Vorwürfen an ehrenamtliche Gemeinderäte.
Das Ende der Veranstaltung jedoch wurde durch einen Disput zwischen jungen Besuchern auf der Empore, älteren Besuchern in Reihe 1 und den Kandidaten bestimmt, der mich doch sehr nachdenklich macht:

Die Jungen sprachen das Thema Jugendzentrum (Juze)an, die fehlende Möglichkeit, sich regelmäßig in der Stadt an einem – an ihrem – Ort treffen zu können. Sie sprachen an: warum gibt es keinen Schützenbus zum Biberacher Schützenfest von und nach Buchau?
(Bis Oggelshausen gibt’s den!)Die Reaktion aus dem Kandidatenkreis – und zwar derjenigen Kandidaten, die bereits amtierende Gemeinderäte sind:

das Juze steht jederzeit den Jugendlichen zur Verfügung, Rücksicht auf Anwohner ist zu nehmen!
es kann nicht Aufgabe der Stadt sein, den Biberachern die Buchauer Jugendlichen zuzuführen, damit diese sich dort volllaufen lassen können!Brav gesprochen – aber:

Zu 1. das Juze steht den Jugendlich n i c h t jederzeit zur Verfügung! Das stimmt halt nicht!

Rücksicht auf die Anwohner ist zu nehmen – aber auch den Jugendlichen ist der Raum zu geben, sich zu treffen und das zu tun, was junge Menschen tun: ihrer Energie und Euphorie mal freien Lauf zu lassen.

Zu 2. Kann man so sehen!

In der Tat ist es ärgerlich, wenn wir mit Mitteln der Stadt Bad Buchau den Transport unserer Jugendlichen zum Nutzen der Biberacher finanzieren.
Nur: Soll der Ärger über den Biberacher Nutzen größer sein, als meine Sorge über die Verkehrssicherheit für unsere Jugendlichen, die halt nun mal zum „Schützen“ wollen?

Als ein Kandidat zu dem schlimmen Mord in Buchau befragt worden war, wurde der wirklich schwierigen Situation entsprechend darüber spekuliert, was hier zu tun sei?
Antwort: Ganztagsbetreuung usw. – keine Kritik.
An dem Punkt aber, an dem an diesem Abend Jugendliche den Wunsch nach einem Treffpunkt äußern und nach einem Bus:

Kühle Ablehnung – abgeklärte Zurechtweisung!

Die weiteren Einlassungen von Besuchern hinsichtlich der Verbannung der jungen Buchauer war nur noch der traurige Schlusspunkt. „Buchau ist eine Badestadt…“ – und hat sich dementsprechend zu verhalten, der unausgesprochen Halbsatz.

Ich möchte hier persönlich eine Lanze für unsere Jungen brechen:

1. Buchau ist genauso eine Stadt mit erfolgreichen Betrieben
2. das Unternehmen, für das ich am Ort arbeite, bildet derzeit 75 junge Mitarbeiter aus
3.nach der Ausbildung gehen viele dieser Jugendlichen ohne jede Hemmung hinaus in die Welt – nach China, nach Südamerika, in die USA usw., und vertreten unsere Firma auf Montagen und bei Serviceeinsätzen.

Unsere Jungen leisten viel in Gegenden dieser Welt, die wirklich weit entfernt liegen, und sie müssen ein hohes Maß an Toleranz, Anpassungsvermögen und Einsatzbereitschaft erbringen, um unserem Unternehmen den Dienst zu leisten, der notwendig ist, damit Gewinne für Reinvestition und Steuern sowie Abgaben an den Staat und nicht zuletzt an die Stadt erwirtschaftet werden können.

In Buchau wird es Zeit für eine frische, demokratische und wo notwendig harte Diskussion: eine Lobby für die Jugend!

Eckhard Herwanger

16 Responses to Jugendliche haben keine Lobby.

  1. Immer Gleich sagt:

    Ich war leider nicht im BISPRO.

    Aber die angesprochenen Themen brennen schon lange unter den Nägeln der Jugendlichen und derer zuvor.

    Wie lange wünscht man sich schon einen Schützenbus?? Ewig!!
    Schade das die verkappten Buchauer denken das sen Bus „nur“ Jugendliche benutzen. Wie kommt man denn auf sowas. Ich hab gehört es sollen schon einige Erwachsene den Bus genutzt haben.

    Jetzt mal zum Juze. Als langjähriges Mitglied kann ich nur sagen daß man unsere Stadt kräftig in den Arsch treten muß das da „produktive“ hilfe kommt. (von allein kommt da keiner!!!) Zwar muß die Leitung des Juze auch was leisten, aber nur zusammen ist man stark.

    Jetzt noch zu unserer „Kurstadt“ oder „Badestadt“. Man sehe nur „KurAktuell“ oder „Federseejournal“. Das ist gestalterisch ja der absolute Hammer! Jeder Erstklässler würde es besser machen (wahrscheinlich auch übersichtlicher). Dann müsste ich mich nichtmehr schämen. Normal heißt es ja: Was ich nicht kann, fang ich nicht an.

    Dann bitte eine „Blaue Zone“ mit Elektrohalsbändern für die Kurgäste. (hihi…)

  2. Harald Müller sagt:

    Zurecht wird im obigen Leserbrief mehr Aufmerksamkeit und Fürsprache für die Jugend gefordert.

    Die Frage: „Wie findet sich eine Gesellschaft in ihrer Jugend wieder“, hat schon manchen Denker in der Vergangenheit verzweifeln lassen. Eines ist sicher: Gesellschaft (Gegenwart) und Jugend (Zukunft) haben vielfache Bezugs- und Verflechtungspunkte teiweise mit hohem Spannungspotential. Krasser als jemals zuvor treten Auswüchse vielfacher Art auf beiden Seiten – auch infolge der Globalisierung und EDV – in den Vordergrund. Orientierung und festen Stand zu finden ist wesentlich schwieriger – gerade auch für die Jugend. Andererseits wird ein Abgleiten in riskante Randbereiche durch unser Wohlstandsverhalten erleichtert.

    Heranwachsende brauchen heute sicher mehr öffentliche Aufmerksamkeit, Unterstützung und Suchhilfe als frühere Generationen. Die Ursachen sind in der verwirrenden Komplexität zu finden.

    Wie man in Bad Buchau neben der staatlichen Jugendhilfe und freiwilligen Leistungen des Landkreises (auch mit Hilfe von Stiftungen und Ehrenamt) weitere örtliche Ergänzungen kreiert, ist natürlich ein brisantes Thema, besonders im Wahlkampf. Es ist ja in Bad Buchau nicht so, dass für die Jugendlichen nichts geschehen wäre. Gerade auch in letzter Zeit. Sicher sind diese Bereiche – teiweise als Pflichtaufgabe – oft breiter angelegt (Maßnahmen in Kindergarten, Schulen, Jugendmusikschule-Musikverein, Sportverein, Juze) dienen letztlich aber auch einer Verbesserung der Erziehungs- und Jugendarbeit als solches. Natürlich gibt es noch weitere Wirkungsfelder, auch offene Wünsche.

    Ich bin bis jetzt davon ausgegangen, nachdem eine Lokale Agenda beschlossen wurde und fachlich kompetente Bürger in mehreren Arbeitsausschüssen dem Gemeinderat beratend zuarbeiten, dass die Bedürfnisse der Bevölkerung im breiten Einvernehmen und im Konsens aller Beteiligter ausgewogen erfüllt würden. Allerdings fehlt bis heute noch der in der Agenda vom 11. Mai 2004 als Projekt angepeilte Jugendgemeinderat.

  3. kommunalpolitisch Interessierte sagt:

    @immer gleich

    Auf den Rathaus heißt es:
    Fang auch an wenn ich nichts kann. Sieht man jeden Tag aufs neue an den
    veröffentlichten und hochgelobten Entwürfen der bisherigen Gemeinderats-Designer.
    Dass mancher sich hierfür schämt kann man gut verstehen.

  4. Kritiker sagt:

    Nur zu meinem Verständnis:
    Ist dieser Leserbrief explizit auf amfedersee.de veröffentlicht oder ist dieser von einer anderen Quelle übernommen? Wenn nicht, verstehe ich die Mittel und Wege von Hrn. Herwanger nicht. Leistet er damit indirekt Wahlkampf für Heinz Weiss oder wie soll ich dies verstehen? Finde es sehr beschämend, dass solche Themen nur vor Wahlen auf den Tisch kommen. In Wirklichkeit geht es nicht um die Jugend, sondern bei allen Beteiligten nur um persönliche wirtschaftliche Interessen. Wer sich davon blenden lässt, tut mir leid. peinlich peinlich!!! Dieser gesellschaftlich egoistische Wahnsinn macht nun sogar vor dem beschaulichen Bad Buchau nicht halt. Er zieht sich von ganz oben (Bundesebene) bis hin zu einem kleinen Kaff am Federsee. Einfach rührend, wie Ihr Euch um die Jugend kümmert, könnt mich echt übergeben..!
    🙁

  5. Heinz Weiss sagt:

    Der Leserbrief wurde heute, 25.5.09 erstmalig in der SZ veröffentlicht, für Frühaufsteher sagen wir mal ab 6.00 früh. In http://www.amfedersee.de erschien er um 9.00 uhr also etwas später dafür in ungekürtzter Form da wir hier unabhängig und frei sind.
    Obwohl es keine Wahlkampfhilfe ist, wäre dies jedenfalls legitim, oder. Gemeinsam wollen wir in den nächsten Jahren die Zukunft unserer Stadt gestalten. Mit viel kompetenter Arbeitseinteilung, mit Offenheit und mit enorm vielen neuen Ideen will ich dabei künftig auch diejenigen mitnehmen, die mir noch nicht das Vertrauen ausgesprochen haben. Mir ist wichtig, dass wir hier noch stärker alle Bürger in unserer Stadt einbinden und ansprechen müssen. Ich möchte Stadtrat für ALLE Buchauerinnen und Buchauer sein, auch für die Jugend!!! und bitte Sie deshalb, sich mit mir gemeinsam für ein starkes, zukunftsorientiertes Bad Buchau ein zusetzen nach meinem Motto:
    Bad Buchau ist mehr!

  6. bubi sagt:

    ja, lieber heinz weiss, was waere denn dann das konzept zum juze?

    und herr herwanger – den sinn ihres ellenlangen briefes verstehe ich nicht – v.a. den letzten abschnitt.. was hat denn kessler mit dem juze und dem schuetzenbus zu tun? ausbildung ist schliesslich keine jugendarbeit, sondern nachwuchsbeschaffung in eigenen (legitimen) firmeninteresse.

    und nach den wahlen will niemand mehr was wissen von den vielen vorhaben fuer die buerger…

  7. Immer Gleich sagt:

    Wo bleibt der Jugendgemeinderat! Spitze!

    Ist mir neu!?

    Aber wenn es unser Ex sagt wirds wohl stimmem.
    Ich bin zwar viel zu alt…….. aber wenn ich daran denke was wir alles ein bißchen anderst gemacht hätten.
    Also wenn der ÜBERALL ein bißchen mitreden darf wärs echt gut. Wenn nicht dann kann man es grad lassen!

  8. jutzeabgänger sagt:

    Zumindest die letzten 2 Gemeinderatsperioden also 10 Jahre war es so. Erwarte dass unser Gemeinderatsrebell etwas mehr Dampf und Bewegung ins Rathaus bringt. Ein Versuch ist es alle mal wert für uns Bürger die keiner für voll nimmt, sonst können wir die Wahlen lassen und so weiter wursteln. Wer erlaubt sich noch was durch zu setzten in Buchau ohne Rücksicht auf seinen Gemeinderatsstatus, keiner, außer einer? Hoffentlich gibt es ein gewaltiges Erdbeben bei der Wahl und unsere Bürger denken 10 Jahre zurück, hier liegen die vergessenen Lösungen, hier muss der Fehler schon gewesen sein und hier war genau das gleiche dumme Geschwätz, und wieder keiner hatte den Mut was laut zu sagen. Jeder wollte der angesehenste Gemeindrat werden ohne aufzufallen. Das Langzeitergebnis kann jeder sehen. Leeres Buchau – volles Bad.

  9. Jonas sagt:

    Den Leserbrief von Herrn Herwanger muss man natürlich etwas interpretieren, was aber ein Durchschnittsbuchauer hinbekommen sollte:
    Ich würde den Brief weniger als Wahlkampfhilfe, sondern eher als Reaktion auf die Diskussion im Bispro verstehen – steht ja auch im Text! Anscheinend ist dem ein oder anderen zum ersten Mal klar geworden wie wenig die Jugend Buchau bedeutet.
    Herr Herwanger nutzt nun seine Position um zu verdeutlichen wie wichtig die Jugend ist. Toleranz und Anpassungsvermögen sind Werte die Jugendliche nur durch soziale Erfahrungen lernen – eben in einem Juze oder sonst wo. Und diese Werte sind essentiell für einen Betrieb wie die Firma Kessler, dessen Geschäftsführer Herr Herwanger ist.
    75 Jugendliche auszubilden (und noch einige weitere junge Erwachsene zu beschäftigen) ist eine enorme Leistung in einer so kleinen Stadt wie Bad Buchau. Wie viele bildet denn das Kurzentrum aus?
    Herr Herwanger hat dahingehend völlig recht, Buchau ist nicht nur eine Kurstadt sondern lebt ebenso von Industrie und Gewerbe. Und damit das auch weiterhin so bleibt, braucht Buchau eine gesunde und gereifte Jugend, die Raum hat sich zu entfalten und auch Dummheiten und Fehler zu machen.

  10. Lobbyist sagt:

    „Jugendliche haben keine Lobby“ – Unternehmer leider schon und zwar viel zu viel in diesem unseren Lande. Dass sich der Kessler-Boss in den Kommunalwahlkampf einmischt sagt doch alles und dass er es angeblich nur zum Wohle der Jugend macht ist lächerlich. Soll ER doch einen Schützenfestbus organisieren z.B. mit Werbeaufschrift „Kessler“.
    „Jugendliche brauchen keine Lobbyisten“!!! wäre hier wohl de richtige Schlachtruf.
    Was hat denn bitte die Stadt Bad Buchau mit dem Schützenfest zu tun bzw. wo liegt da deren Verantwortung???. Da können die Gelder wirklich nützlicher ausgegeben werden und vorallem innerorts. Vielleicht eine finanzielle Beteiligung z.B. bei einem Open-Air-Festival in Bad Buchau. Für mich ist das lächerlich, irgendwann kommt er nächste und fordert einen Laurentiusbus nach Oggelshausen oder einen Bächtlebus nach Saulgau.

    Das Thema Jugendgemeinderat allerdings finde ich sehr interessant und es wäre zu wünschen, das angeblich Beschlossene künftig auch umzusetzen. Denn Mitbestimmung ist ein wesentlicher Bestandteil einer Demokratie.

  11. Jonas sagt:

    Lobbyist du bist wohl nicht in Buchau aufgewachsen, denn hättest du auch deine Jugend in Buchau verbracht dann wärst du mit großer Wahrscheinlichkeit in Biberach zur Schule gegangen, entweder aufs Gymnasium Klasse 11-13 oder auf die Berufsschule oder sonstige Schule (ja, ein Teil geht auch nach Riedlingen und ganz wenige noch nach Saulgau).
    Biberach ist unsere Kreisstadt, jeder kennt sie und ist öfters dort. Außerdem ist es das größte Fest in der Region. Wenn man Jahre lang dort täglich zur Schule geht, dann hat man dort Freunde und Bekannte. Die Schulen nehmen am Fest teil, bereiten sich schon Wochen vorher vor. In der Schützenwoche herrscht eine Atmosphäre in Biberach der man sich nicht entziehen kann, und alle deine Kameraden fragen dich ob du auch kommst und dann musst du sagen: Sorry, der Schützenbus fährt nicht bis Buchau.
    Wir leben nicht mehr in den 50ern (wo wohl Lobbyist seine Jugend verbracht hat) und können uns auf Buchau beschränken. Die Jugend ist mobil und weit verzweigt, zu deiner Zeit durfte man wahrscheinlich nicht mal aus der Stadt nach Kappel hoch. Wer von der Jugend Mobilität erwartet, so dass sie Jahre lang täglich um 6 Uhr aufsteht und mit einem Bus 40 Minuten zur Schule nach Biberach fährt, der darf ihr auch einmal pro Jahr einen Bus spendieren der sie vom Schützenfest aus der Stadt ihres Lebensmittelpunktes (das sollte die Schule nämlich sein) abholt!

  12. Renate sagt:

    Mit seinem Leserbrief in der SZ hat Herr Herwanger den Nagel auf den Kopf getroffen. Was Jugendliche anbelangt, wurde in Bad Buchau nie sonderlich viel auf die Beine gestellt. Ich kann da auf lockere 25 Jahre zurückblicken, es war immer das Gleiche. Das Juze war nie sonderlich bei Erwachsenen beliebt, fand mal ein Rockkonzert statt, war das immer eine Belästigung für Erwachsene. Selbst das Konzert weit draußen vor der Stadt in der Baukiesgrube war ein absolutes Ärgernis. Und was den Schützenbus betrifft: Man ermahnt ja immer die Jungen, daß man ja nicht mit Alkohol fahren darf. Das wäre doch eine gute Gelegenheit, die Worte mal in die Tat umzusetzen u. den Bus bis Bad Buchau zu ordern. Ich habe selbst keinerlei Interessen bezüglich der Wahl, aber der Brief war schon lange mal fällig.

  13. mrw sagt:

    Jugendproblem

    Wenn ich mich so an meine Jugend erinnere, dann fällt mir u.a. sofort die Disco Rainbow ein. Eine Jugend-Disco von Jugendlichen für Jugendliche. Sie brachte viel Spass und nette Abwechslung. Allerdings erinnere ich mich dabei auch an zunehmende Schlägereien und Stress ohne Ende. Hat denn da nun die Stadt Buchau dafür gesorgt, dass da irgendwelche Stresser unterwegs waren um die Veranstaltung zu torpedieren?
    Dann hab ich mir mal die Homepage des Sportvereins Bad Buchau angeschaut und erst mal, aufgrund der Vielfalt des Angebotes, gestaunt! Und so wie ich die Buchauer Sportler kenne haben die bestimmt irgendwo ein Schild hängen Jugendliche sind hier nicht erlaubt oder?
    Und dieser komische Platz neben der Bittelwiesenturnhalle der als Inlineskate- Hockeyplatz (oder wie auch immer sich der Sport nennt) dienen soll. Den hat die Stadt ja für Rentner gebaut um den Rolatorsport ins Kommen zu bringen!
    In der Jugendfeuerwehr gibts ja auch keinen Platz für Jugendliche mehr!
    Ach ja, früher fand ich es auch scheiße, dass das Juze nicht 24 Stunden am Tag 365 Tage im Jahr offen hatte. Man könnte da ja jedem Jugendlichen zum 12. Geburtstag einen Schlüssel fürs Juze überreichen!

    Wieso lassen wir uns eigentlich immer einreden, dass es für Jugendliche keine Freizeitmöglichkeiten und Entfaltungsmöglichkeiten gäbe? Ich sage mal ganz klar, dass es in Buchau sehr viele Möglichkeiten gibt für Jugendliche!
    Ausserdem gehört es zum erwachsen werden auch dazu, dass einem Grenzen gezeigt werden und Grenzen gegeben sind! Man muss für eine sinnvolle Jugendarbeit nicht jeden neuen Trend oder jeder neuen Trendsportart nachgeben. Und die Probleme mit der Jugend hören auch nicht damit auf, dass wir ihnen einen Limo-Service zu jedem der 100.000 Zeltfester im Ländle spendieren. Wirklich sinnvoll ist es, wenn man ihnen Eigenverantwortung gibt, wie der vielbeschworene Jugendstadtrat. Wenn man ihnen Möglichkeiten gibt, selber Ideen zu entwickeln und selbst etwas auf die Beine zu stellen.
    Und über eines muss man sich immer im klaren sein. Jugendliche lösen sich von der Erwachsenenwelt um ihre eigene Identität zu finden. Und gesetzt der Fall man stellt ihnen Skateparks, Klettergärten, Kinos, Jugendbars und Jugenddiskotheken, Musikräume und Videospielhallen zur Verfügung, es wird immer Jugendliche geben, die das nicht annehmen und auf gut deutsch keinen Bock darauf haben. Es wird auch immer Jugendliche geben die immer ein bischen mehr über die Stränge schlagen als die anderen und es wird immer Jugendliche geben, die alles was Erwachsene für sie tun wollen zu aller erst mal ablehnen.

  14. Daniel sagt:

    Wir Jugendlichen sind „arme Schweine“, dass sagen selbst manch andere Kurgäste! Zum Thema Schützenbus, wo liegt denn dass Problem, es fahren wie schon gesagt nicht nur Jugendliche sondern auch sehr viele Erwachsene, außerdem wenn ich vater einer Tochter wäre, würde ich nicht wollen dass meine Tochter, gerade in der zeit Nachts alleine von Oggelshausen nach Bad Buchau heimläuft, nicht palaber die Eltern können sie ja holen, es geht ums Prinzip! Thema Juze, Vorstand raus, wo ist der Filmeabend, der kostet doch sicherlich nicht viel Geld, warum redet der Vorstand nicht mit den Nachbarn und fragt sie ob sie was dagegen hätten, man muss nun mal als Junger Mensch, Erwachsenen solange hinterherlaufen und sie nerven, bis sich etwas tut, genauso wie Sponsoren suchen oder beim Bürgermeister vorsprechen. Es ist eine Bodenlose Frechheit, was hier abgeht, hauptsache der Kurpark ist sauber und die Kurgäste fühlen sich wohl, ja sogar die Enten sind wahrscheinlich wichtiger als wir Jugendlichen, wir können nirgendwo hin, vorallem abends unter der Woche, in wirtschaften können sich nicht alle leisten, weil sie vll. noch zur Schule gehen oder sonst was, am Markplatz wird man mit Wasser begossen wenn man zu laut ist, klar gibt es Jugendiche die sich mehr als daneben behalten oder mit Absicht Lärm erzeugen, aber es sind nun mal nicht alle so!Ich hoffe dass die Neuen im Gemeinderat etwas bewirken, damit man wieder gerne ein Jugendlicher von Bad Buchau ist, verdammt jedes Kaff dass 500 Einwohner und 1000 Kühe hat, haben die edelsten Buden oder Jugendzentren nur wir nicht!!! ich bin raus

  15. Kritiker sagt:

    Der Gemeinderat hat halt abzuwägen, ob er Kohle für einen Schützenbus oder für etwas was anderes ausgeben will. Die getroffene Entscheidung kann man sehen wie man will aber sie ist zu treffen. Der Kuchen ist gleich groß: wenn ich ein Stück größer mache, dann wird ein anderes Stück kleiner.
    Hier möchte ich zu der Idee, einen Jugendgemeinderat einzurichten, kommen. Die Stadt (der Gemeinderat, Bürgermeister) könnten einen festen Betrag pro Jahr für Jugendarbeit im Haushaltsplan berücksichtigen. Über die Verwendung/Verteilung dieses festen Betrages könnte dann ein Jugendegemeinderat beraten bzw. Beschlüsse fassen. Diese können von mir aus vom „richtigen“ Gemeinderat nochmals bestätigt werden.
    Der Jugendgemeinderat könnte sich aus Mitgliedern der Jugendabteilungen der buchauer Vereine und Einrichtungen (z.B. Stadtkapelle, Feuerwehr (?) ) zusammensetzen (paritätisch je ein Vertreter). Wahlberechtigt sind buchauer Bürger von — lasst uns sagen — 12-21 Jahren.
    Der Jugendgemeinderat wählt — aus seiner Reihe — einen Vorsitzenden. Der ist die Schnittstelle zum „richtigen“ Gemeinderat und soll von mir aus bei Sitzungen, die die Jugendarbeit betreffen eine Art „Schattenstimmrecht“ haben.

    Vorteile:
    – der Gemeinderat ist nicht mit Detailarbeit belastet
    – die Jugendlichen können über die Verwendung der Mittel weitgehend selbst bestimmen

    Was meint ihr zu dem Ansatz? Damit sollte man doch wenigstens eine sinnvolle Diskussion starten können, oder nicht?

  16. Heinz Weiss sagt:

    Das hört sich schon ganz gut an, weiter so mit dem Jugendgemeinderat, warum nicht.
    PS:
    Für Sonntagfrüh hab ich noch ein Wahlgeschenk für die Jugend und junggebliebene Buchauer, konnte das nicht früher bekanntgeben sonst wäre es Wahlbeeinflussung gewesen. Bin auch ohne gut rein gekommen, danke nochmals. Also seid mal auf eine Überraschung gefasst.