Neuregelung der Sperrzeiten geriet zur Farce

Bad Buchau bei nacht . .

http://www.fotokunst9x9.de/wp-content/uploads/2010/12/MondNacht6-300x200.jpg

Die Sitzung zum Thema „Sperrzeiten“war kurz und zielgenau. Der Gemeinderat von Bad Buchau hat die  Sperrzeiten Regelung welche bereits vor Monaten festgelegt wurde erneut bestätigt. Es ändert sich fast nichts: Die Nachtschwärmer müssen wie gewohnt um 01.00 Uhr nach hause. Samstags und vor Feiertagen darf es 02.00 Uhr werden . Vergessen die Worte nach der Weihnachtsdemo, denn keiner wollte über seinen eigenen Schatten springen. Den rund 30 Zuschauern wurde vorgeführt, wie weit sich das Buchauer Rathaus in den letzten Jahren von seinen Bürgern entfernt hat. Der Sommer kann kommen, die Buchauer müssen ins Bett.

Die Stadträte Weiss und Winkler waren dagegen, die restlichen Räte stimmten für die frühe Schließung, außer Stadträtin Malmer. Diese erklärte sich erneut für befangen und nahm nicht an der Abstimmung teil. Dementgegen verkündete Bürgermeister Peter Diesch doch sogar noch in der schriftlichen Ankündigung der Sitzung, dass seiner Meinung nach definitiv keine Befangenheit von Frau Malmer vorliege. Wie das alles zusammenpasst? Entweder weiß Frau Malmer besser wann sie befangen ist oder Bürgermeister Peter Diesch scheut keine Verfahrensfehler.

Stadtrat Dr. Sandmaier hätte es gerne noch strenger gehabt.  Als Anwohner des Marktplatzes würde er vermutlich jegliches abendliches Leben komplett einstellen lassen?

Mit dem Beschluss der frühen Schließung aller Gaststätten will die Stadtverwaltung und der Gemeinderat der Sachbeschädigung und Nachtruhestörung ein Ende setzen. Ob das das richtige vorgehen ist wage ich zu bezweifeln. Wo die Nachtschwärmer sich im Sommer aufhalten wird sich noch zeigen müssen. Zur späten Stunde sich noch ins Auto setzen um raus aus der Stadt zu fahren ist auf jeden Fall der gefährlichste Weg in die falsche Richtung.

Örtliche Straftatenverteilung 2012

Dieser Wert pendelt seit Jahren im Bereich zwischen etwa 60 und 70 Prozent, 2012 lag er bei 64,6 Prozent. Delikte, in Biberach waren es 2396, in Laupheim 980, in Riedlingen 660, in Bad Schussenried 460, in Ochsenhausen 291, und in Bad Buchau 203Davon fallen etwa 13 % auf Sachbeschädigung und 3% auf sonstiges.

Als Stadtrat Weiss diese Zahlen vortrug um aufzuzeigen dass es in Bad Buchau doch recht solide in Sachen Ruhestörung zugeht gegenüber anderen Städten bezweifelte der anwesende Polizist Rösler (Leiter des Polizeipostens Bad Schussenried) die dargelegten Zahlen. Eigentlich sollte er es besser wissen da die Zahlen von seinem Arbeitgeber stammen – und er die Fakten sowie zusätzlich seine persönliche Meinung zum Thema Kriminalität und Sperrzeiten als Gastredner zur Unterstützung der Stadtverwaltung im Sitzungssaal vortrug. Leider beeindruckte das weder Rat noch Verwaltung und somit war das Thema Sperrzeiten gesetzt und beendet – Pasta! . . .  gute Nacht Bad Buchau.



23 Responses to Neuregelung der Sperrzeiten geriet zur Farce

  1. mal jung gewesen.. sagt:

    zwei Fliegen auf einen Streich:
    hmmm..dann schaltet mal auch die Lichter um 1 Uhr aus, damit die Jugend heim geht.
    Kuscheln ist wieder in und vielleicht gibts bald mehr Kinderlein in Buchau. 🙂

  2. Spielsucht sagt:

    Wo ist das Problem,
    alle Spielhöllen in Bad Buchau sind bis morgens 06.00 geöffnet. Zudem können an Geldspielautomaten Gewinne erzielt und nebenbei Getränke konsumiert werden. Ist zwar nicht gewünscht wenn man an Suchtprävention vom Land denkt trotzdem die Stadt freut sich über jeden Euro Gewerbesteuer den die neuen Nachtbesucher zuvor verzocken. Wer alles verzockt und pleite ist dem hilft auf jeden Fall das Sozialamt aus der Klemme mit unseren Streuergeldern. Gut gelöst und gut gedacht für Bad Buchau, gute Nacht.

  3. BaBu'er sagt:

    Gibt es eigentlich eine Begründung dafür, weshalb Freitags bis 1:00 Uhr und Samstags bis 2:00 Uhr ausgegangen werden darf? Den Samstag finde ich persönlich mit 2:00 Uhr nicht so dramatisch (man war den Zapfenstreich ja auch schon vom ehemaligen Go-In her gewohnt) aber Freitags bis 1:00 Uhr ist ja schon… ein Witz! Wie ich mich entsinnen kann „geht man“ doch tendenziell eher Freitags länger aus und schiebt dann Samstags ne ruhige Kugel. Ein Entgegenkommen der Räte in Bezug auf eine Verlängerung am Freitag bis 2:00 Uhr hätte schon drin sein MÜSSEN!
    Und ich stehe voll und ganz hinter der Aussage von Stadtrat Weiss „Zur späten Stunde sich noch ins Auto setzen um raus aus der Stadt zu fahren ist auf jeden Fall der gefährlichste Weg in die falsche Richtung.“ Mir wäre es auch recht, wenn sich meine bislang noch ungeborenen Kinder 🙂 am Wochenende innerorts aufhalten würden!

    • INsider sagt:

      Ganz ruhig und vorher Richtlinien lesen – Freitag UND Samstag kann man bis 2 Uhr einkehren.

      • BaBu'er sagt:

        Ah okay! Danke für die Info! Ich habe nur oben gelesen: “ Die Nachtschwärmer müssen wie gewohnt um 01.00 Uhr nach hause. Samstags und vor Feiertagen darf es 02.00 Uhr werden.“ Ich bin nicht all zu tief im Thema drin.

  4. Gohts no.... sagt:

    Unverständlich finde ich dass die von uns allen gewählten Vertreter im Stadtrat nur die Meinung der Wirte und einzelne Anwohner vom Kolonial vertreten und nicht die gesamten wünsche aller Bürger berücksichtigen…
    Aber vielleicht sieht man zu wenig nach links und rechts wenn man fast geschlossen zwischen den Backen vom D….. rausguckt….

    • Steffen Meisser sagt:

      …einfach aufstellen und wählen lassen!
      So wie’s aussieht, hast du ja viele Anhänger und kannst dann im GR und in unserem schönen Städtchen so einiges bewegen!!
      Taten zählen, nicht Worte!!

      • Gohts no.... sagt:

        Wenn jeder der eine Meinung hat sich zur Wahl stellen würde hätte man hoffentlich sehr sehr viele Kandidaten….
        Demokratie beruht darauf dass die Bevölkerung sich Vertreter wählt die die Interessen der Wähler vertreten auch wenn man persönlich vll anderer Ansicht ist.
        Man kann blind sein und Taub um zu erkennen dass die Gewählten Vertreter der Bevölkerung eben nicht die allgemeinen Interessen vertreten sondern nur das Aufbegehren einzelner….

        • INsider sagt:

          Aber denkt dran –
          da entscheidet man auch über gegenüber der Sperrzeit unwesentliche Dinge, wie z.B.:
          Abwassergebühr, Hundesteuer, Altersheim, Bebauungsplan, Wanderkarten, Kanalsanierungen oder Kurförderabgabe.

  5. Morgenstund hat Gold im Mund sagt:

    Der Sommer kommt und das bei schönem Wetter
    die wenigsten um 1 bzw 2 Uhr heim gehen werden
    ist sehr wahrscheinlich – ob es dann eine oder
    mehrere Wiederholungen zum 25.12 gibt ?!
    Man darf gespannt sein !!!!

  6. Besucher der GR-Sitzung sagt:

    Ich finde es unverschämt und unprofessionell, das sehr gut ausgebildete und qualifizierte Fachpersonal des Kindergartens als „Kindertanten“ in einer öffentlichen Gemeinderatsitzung zu bezeichnen. Erzieherinnen und „Schleckerfrauen“ gleichzustellen, ebenfalls. Erzieherinnen verdienen sich nicht umsonst die Bezeichnung der „staatlich anerkannten Erzieherin“ durch ihre Ausbildung die 4 Jahre dauert!
    Ich finde die Bezeichnung als „Kindertante“ für das Fachpersonal beleidigend und respektlos, von diesem doch inzwischen sehr anspruchsvollen Berufs!

    • mal jung gewesen.. sagt:

      Ach, da muss ich den Herrn Weiss doch in Schutz nehmen. Er hat den Begriff „KinderDande“ aus seiner Kindheit benutzt. Ich sage das auch immer wieder ohne die qualifizierte Ausbildung der „staatlich anerkannten Erzieherin“ schlecht machen zu wollen. Vielleicht sind Sie jung und kennen leider den alten Begriff nicht. Fragen Sie doch mal die ältere Generation danach. Ich habe meine Kindertanten sehr liebevoll in Erinnerung.

      • INsider sagt:

        Nein, Kindertanten ist verdummend und beleidigend und hat nichts mit der damaligen Anrede Tante zu tun.
        Oder sagt Herr Weiss auch noch Judenschnecke oder Irrenanstalt

      • ü50 sagt:

        Ich würde gerne noch folgendes hinzufügen:
        Bei mir gab es eine KINDERSCHULE keine Kindertagesstätte (Kita). Wurde damals mehr gelernt als heute??
        Liebe Erzieherin, seien Sie bitte nicht beleidigt, wenn wir älteren Bürger unseren Wortschatz anwenden.

  7. Heinz Weiss sagt:

    Jedes Mittel ist recht . . .

    160.000 Betreuungsplätze fehlen, es mangelt an mehr als 14.000 Erzieherinnen. Der Regierung scheint plötzlich jedes Mittel Recht.

    Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat angeregt, die Schlecker-Mitarbeiterinnen, die durch das Aus der Drogeriemarktkette ihren Job verloren haben, jetzt zu Erzieherinnen und Altenpflegerinnen umzuschulen. Von der Leyens Kabinettskollegin Schröder findet das eine gute Idee. „Ich kann mir gut vorstellen, dass unter diesen lebenserfahrenen Frauen viele mit Freude und Engagement diese neue berufliche Chance ergreifen wollen“, sagte sie der „Süddeutschen Zeitung“.
    Auch die Kommunen wollen Hilfsarbeiter in Kitas. Der Städte- und Gemeindebund schlug vor, „vorübergehend auch Hilfskräfte im Sozialen Jahr oder aus dem Bundesfreiwilligendienst zu beschäftigen“.

    weiterlesen unter:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/kita-ausbau-hilfskraefte-und-schlecker-frauen-als-erzieherinnen-a-838091.html

  8. GR-Sitzung sagt:

    Abwarten ob es in den nächsten Jahrzehnten den Beruf Namens „Erzieherin“ noch gibt.
    Darf man dann überhaupt noch erziehen oder nur noch “ leitend anweisen“. Somit würde die Berufsbezeichnung „Pädagogische Anweiserin“ lauten.

    Seit 2013 heißt die 100 Jahre alte Berufsbezeichnung des technischen Zeichners nun plötzlich „Produktdesigner“, so die IHK Ulm.
    Auch ich finde es unverschämt wenn die jungen Kindertanten das bis heute nicht wissen.
    Das Thema mit Kindern und deren Erziehung wird noch viele Namen tragen die nächsten 100 Jahre und mehrmals ausgetauscht werden, liebe Kindertante.

    Kindertante ist eine klare Aussage was die Tante tut. Erzieherin ist der Name für erziehen. Tiere und Menschen kann und werden z. T. gleichermaßen erzogen, wie weiß ich jetzt wer Kinder und wer z. B. Hunde erzieht. Dagegen finde ich „Kindertante“ genauer, höflicher, feinfühliger und persönlicher.

  9. Gartenfreund sagt:

    Der Biergarten wird um 22 bzw. 23 Uhr geschlossen. Also bitte wer geht in einer lauen Sommernacht um 23 Uhr Nachhause. Beim besten Willen. Wer hat den das wieder beschlossen?

    • insider2 sagt:

      zu Gartenfreund:
      Es soll doch tatsächlich noch Leute geben die unter der Woche zum arbeiten gehen müssen. Da kann schon mal früh aufstehen angesagt sein. Wenn dann bis um 2 Uhr, wie „ihr“ das wollt laute Unterhaltungen, Musik, und dann noch auf dem Heimweg dasselbe nochmals anfällt, ist die Nachtruhe vorbei. Aber „Euch“ ist das vermutlich schlichtweg „scheißegal“ (Ist mir so rausgerutscht)
      Übrigens, sogar in Bayern, die Heimat der Biergärten ist ab 22 Uhr Feuerabend.

      • Gartenfreund sagt:

        Ja aber nicht nur unter der Woche sondern auch am Wochenende.
        Oder hab ich da was überlesen?????

    • Steffen Meisser sagt:

      … und wenn im Biergarten Zapfenstreich ist, kann man ja immer noch indoor weitertrinken……aber natürlich auch nach Hause gehen…..

  10. depp sagt:

    oder am Marktbrunnen bei nacht mit Gitarre und Zuschauer 50 katholische Lieder singen. Der CDU wird gefallen haben sie sich dich das -C- als christlich auf die Fahnen geschrieben.

  11. volldepp sagt:

    Dieses Thema ist typisch für Buchau.
    Fertig, Elendig und Anspruchslos, wie die ganze sterbende Stadt und deren Vertreter. Wir erinnern später dran, in Jahren gemessen, nicht in Stunden.