Italien zerschlägt tunesischen Schleuser-Ring Pro Fahrt so bis zu 70.000 Euro.

Die italienische Polizei hat einen Schleuserring zerschlagen, der zwischen Sizilien und Tunesien operierte

Zahlreiche Flüchtlinge, die auf Booten von Libyen aus nach Italien übersetzen wollten, werden während eines Rettungseinsatzes der Organisation SOS Mediterranee am 27.01.2018 vor der libyschen Küste geborgen. (Foto: dpa)

Die italienische Polizei hat am Dienstag einen Fahndungserfolg gegen einen internationalen Schleuserring vermeldet, der Migranten und Zigaretten von Tunesien über das Mittelmeer nach Italien brachte, berichtet AFP. Es seien 13 Verdächtige aus Italien, Tunesien und Marokko festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Einige Mitglieder des Netzwerkes hegten Sympathien für Dschihadisten und hätten „ablehnende Einstellungen gegen die westliche Kultur“, hieß es weiter.

Die Schleuser brachten Einwanderer aus der Stadt Nabeul im Nordosten Tunesiens per Schnellboot für 3000 bis 5000 Euro pro Person nach Trapani an der Westküste Siziliens. Nach der knapp vierstündigen Fahrt wurden in Italien trockene Kleidung und Hilfe bei der Weiterfahrt angeboten. Zusätzlich transportierten die Schmuggler Zigaretten für den Schwarzmarkt in der Region von Palermo. Pro Fahrt verdiente das Netzwerk so bis zu 70.000 Euro.

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