Im Zuge ihrer verstärkten Alkoholkontrollen hat die Polizei
innerhalb von zwei Monaten 60 Promillefahrten aufgedeckt; 17 davon
entfallen auf den Dezember. Die Schwerpunktaktion hat das Ziel, den
Anstieg dieser gefährlichen Unfallkategorie einzudämmen. Bei Alkoholunfällen
sterben im Landkreis Biberach pro Jahr durchschnittlich sechs Menschen,
30 erleiden schwere und 55 leichte Verletzungen.
Die Schwerpunktkontrollen waren wie wiederholt berichtet im November
gestartet worden. Den Grund bildet eine besorgniserregende Unfallentwicklung.
Während 2009 nahezu alle wichtigen Unfallkennziffern nach unten
gehen, ist bei den Alkoholkollisionen ein Anstieg von rund vier Prozent auf
bislang 99 Unfälle zu verzeichnen. Im Jahr 2008 waren es 110 solcher
Kollisionen gewesen. Um diesen gefährlichen Trend zu stoppen, sind
Beamte der Reviere und Polizeiposten sowie der Verkehrspolizei seit November
verstärkt unterwegs. Im Mittelpunkt der meist nachts stattfindenden
Kontrollen stehen Betriebs-, Jahresabschluss- und sonstige Feiern.
Bislang hat die Polizei rund 3700 Fahrzeuge angehalten und die Lenker auf
möglichen Alkohol- oder auch Drogeneinfluss überprüft. Für 60 der meist
männlichen Piloten hatte dies Folgen. 20 davon mussten den Führerschein
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an Ort und Stelle abgeben. Sie hatten bei den fälligen Tests jeweils mehr als
1,1 Promille intus. Auf weitere 40 Betroffene kommenden Bußgelder von 500
Euro, vier Punkte im Verkehrszentralregister sowie Fahrverbote von einem
Monat Dauer zu. Ihre Werte hatten zwischen 0,5 und 1,09 Promille gelegen.
Für „Wiederholungstäter“, also solche Fahrer, die schon einmal mit mehr als
0,5 Promille aufgefallen waren, verdoppelte sich das Bußgeld auf 1000 Euro
und die autofreie Zeit ist auf drei Monate verlängert worden.
Die jüngsten drei Fälle hat die Polizei von Donnerstag auf Freitag aufgedeckt.
In Mittelbiberach sowie in Warthausen hatten zwei Männer im Alter von 41
und 44 Jahren Alkoholwerte von mehr als 0,5 Promille. Fahrverbote von
einem Monat, Bußgelder von 500 Euro sowie vier Punkte im Verkehrszentralregister
sind die Folgen. Ein Mehr ein Promille und an Folgen betreffen
einen 21-jährigen Autofahrer aus Heidenheim. Der junge Mann war kurz
nach 2 Uhr auf der Bundesstraße 311 zwischen Riedlingen und Neufra
unterwegs. Aufgrund seiner unsicheren Fahrweise wurde er kontrolliert und
gab an, sich verfahren zu haben. Als Gründe dafür spielte neben der fremden
Umgebung wohl auch der genossene Alkohol eine Rolle. Bei einem Test
kamen rund 1,70 Promille und damit absolute Fahruntauglichkeit heraus. Eine
Blutentnahme, der Verlust des Führerscheins sowie eine Strafanzeige waren
die Folgen.
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Das heißt für jeden, Finger weg vom Alkohol wenn man mit dem Auto unterwegs ist. Schon ab 0,3 Promille ist der Führerschein weg wenn Personenschaden entstanden ist, so schnell geht das heute.