Im Keller eines 8 Familien-Wohngebäudes bricht Feuer aus
BIBERACH
Gegen 23.20 Uhr wurde im Keller eines 8-Familienhauses ein Brand entdeckt. Die Einsatzkräfte trafen am Brandort sehr starke Rauchentwicklung am und im Gebäude vor. Dadurch konnten die Bewohner das Treppenhaus nicht mehr benutzen und mussten von der Freiwilligen Feuerwehr Biberach mit der Drehleiter und herkömmlichen Leitern von außen aus ihren Wohnungen gerettet werden. Von den 18 geretteten Hausbewohnern wurden 4 Mütter mit jeweils einem Kind wegen Verdachts auf Rauchgasvergiftung zur Beobachtung ins Kreiskrankenhaus Biberach aufgenommen. Die restlichen Hausbewohner betreute das DRK an Ort und Stelle. Während der Bergungsarbeiten wurde im Nachbargebäude ebenfalls Rauchentwicklung entdeckt und daher die Werksfeuerwehr der Fa. Böhringer zu Unterstützung hinzugerufen. Rasch stellte sich heraus, dass der Rauch sich über einen Versorgungsschacht im Nachbargebäude ausbreitete und keine weitere Gefahr bestand.
Die Brandursache ist momentan noch unbekannt, diesbezüglich wurden die Ermittlungen noch in der Nacht von der Kriminalpolizei Biberach übernommen. Nach ersten Schätzungen entstand ein Brandschaden von einigen zig-Tausend Euro.
Polizei und Staatsanwaltschaft sehen einen Zusammenhang mit zwei vorangegangenen Bränden in der nahe gelegenen Hochvogelstraße, die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Der erste Notruf ging um 23.25 Uhr bei der Rettungsleitstelle ein, die Feuerwehr war kurz darauf mit starken Löschkräften vor Ort. Da das Treppenhaus stark verraucht war, wurden die 18 im Haus befindlichen Bewohner über Leitern und mit Hilfe der Drehleiter in Sicherheit gebracht. Vier Kinder kamen zusammen mit ihren Müttern vorsorglich in ambulante ärztliche Behandlung, es bestand der Verdacht auf Rauchvergiftungen. Das Feuer war im Keller ausgebrochen und hatte dort zwei durch Metallgitter unterteilte Lagerräume völlig zerstört. Die Feuerwehr hatte den Brand schnell unter Kontrolle, so dass sich der Schaden auf einige zehntausend Euro begrenzte. Brandermittlungsexperten der Polizei haben noch in der Nacht die Suche nach der Brandursache aufgenommen.
Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen Brandstiftung und sehen einen Zusammenhang zu zwei Bränden in einem wenige hundert Meter entfernt gelegenen Hochhaus in der Hochvogelstraße. Dort hatte jemand in den Nächten zum 20. und zum 23. September, ebenfalls im Untergeschoss, Feuer gelegt. Die Untersuchungen und Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Auch wird die Polizei in dem betreffenden Wohngebiet mit Anwohnerbefragungen und zusätzlichen Streifen verstärkt präsent sein.
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