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Verbraucher bei Bonpflicht uneins – Altmaier erwägt Bons bei Kleinbeträgen abzuschaffen

Quittungen für Kleckerbeträge beim Bäcker oder in der Apotheke? Viele Bundesbürger lehnen die Bonpflicht ab – vor allem aus Umweltgründen. Doch auch die Gruppe der Befürworter ist relativ groß. Und digitale Alternativen zur Papierquittung stoßen auf Skepsis.

In einem Café liegt neben einer Tasse eine Quittung. Foto: Lucas Bäuml/dpa/Archiv/dpa

Die neue Kassenbonpflicht in Deutschland ist bei den Verbrauchern hoch umstritten. So lehnt eine knappe Mehrheit der Menschen die Vorschrift ab, doch immerhin gut ein Drittel befürwortet sie auch – vor allem, weil sie Steuerhinterziehung im Handel erschweren.

Seit 1. Januar müssen Händler mit elektronischen Kassensystemen ihren Kunden bei jedem Kauf unaufgefordert einen Beleg aushändigen – ob in der Apotheke, beim Friseur oder beim Bäcker. Das soll Steuerbetrug verhindern. Vor allem Unternehmen kritisieren die Regelung als bürokratisch. Einzelhandel und Handwerk waren dagegen Sturm gelaufen: Viele Geschäfte müssen Kassen umrüsten oder neue Geräte anschaffen.

Fast jeder Fünfte (19 Prozent) hält das Eintippen von Mail-Adressen an der Ladenkasse für zu umständlich und mehr als vier von zehn Befragten (42 Prozent) wollen ihre Mail-Adresse nicht überall preisgeben.

Überhaupt verzichten Verbraucher im Alltag oft auf den Kassenbon. Nur eine kleine Minderheit (17 Prozent) nimmt immer eine Quittung beim Einkaufen mit, viele wollen gerade bei kleinen Beträgen keinen Beleg. Nur bei größeren Anschaffungen oder für den Fall eines Umtauschs gehen einige (37 Prozent) mit Quittung auf Nummer sicher.

Kritikern der Bonpflicht hatte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) jüngst ein Entgegenkommen signalisiert. Es gebe mehrere Möglichkeiten, die negativen Folgen abzumildern, sagte er.

Altmaier nannte den Weg Frankreichs „interessant“, wo die Regierung Kassenzettel für kleine Beträge abschaffen will: Ein Gesetz sieht vor, dass Belege für Beträge bis 30 Euro ab 2022 nicht mehr automatisch ausgedruckt werden – es sei denn, Kunden wünschen das. (dpa) https://www.epochtimes.de/wirtschaft/verbraucher-bei-bonpflicht-gespalten-a3147640.html

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