Grundschule in Oggelshausen startet Modellprojekt

Neuland: In Oggelshausen werden im neuen Schuljahr sechs sprachbehinderte Kinder die Klasse eins besuchen.

Neuland:                   Grundschule startet Modellprojekt

Rektor Hans-Peter Rehberg,

Über der Eingangstür der Grundschule Oggelshausen steht bereits „Herzlich Willkommen“. Auch die Wände in den Fluren sind einladend gestaltet mit den bunten Exponaten, die die Kinder während der vergangenen Projektwoche geschaffen haben. Alles ist vorbereitet für die Neuankömmlinge zum Schuljahr 2011/2012. Dann beginnt in Oggelshausen das Modellprojekt Inklusionsschule. „Kinder die sprachbehindert sind, nehmen komplett am normalen Unterricht teil und werden zusätzlich von einer Fachkraft der Sprachheilschule Biberach unterstützt“, umreißt Rektor Hans-Peter Rehberg das neue Profil. Derzeit gebe es sechs feste Anmeldungen für die Klasse eins. Die Fachkraft, eine ausgebildete Sonderschullehrerin, werde voraussichtlich an 24 Stunden pro Woche mit im Unterricht sitzen.

„Es gibt dann quasi zwei Lehrerinnen in einer Klasse“, verdeutlicht der 59-Jährige. Zudem werde es über den Regelunterricht hinaus, zusätzlichen Sprachunterricht geben. „Ziel ist es, dass die Kinder irgendwann den Regelabschluss in Klasse vier schaffen“, erläutert Rehberg, der dem Projekt gespannt entgegensieht.

„Wir betreten damit Neuland. Das Modell ist in dieser Art im Landkreis Biberach einzigartig“, sagt er. Bisher seien Kinder mit einer Behinderung an speziellen Förderschulen betreut worden. Seit vergangenem Jahr haben deren Eltern aber die Möglichkeit, sie auf eine Regelschule zu schicken. Dies ist bereits in Ummendorf der Fall, wo zwei Mädchen mit einer geistigen Behinderung die Grundschule besuchen.-( Felix Gaber)

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