Bei einem Großbrand sind auf dem Gelände der Biberacher Metallfirma Handtmann zwei Lagerhallen komplett niedergebrannt. Verletzt wurde dabei niemand. Schadenshöhe und Brandursache sind noch unklar. (Fotos: Gerd Mägerle/Michael Dieminger/DRK Biberach)
PRESSEMITTEILUNG
vom 04.08.2010
Großbrand von zwei Industriehallen
BIBERACH – In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kam es gegen 1 Uhr zu
einem Großbrand bei einem metallverarbeitenden Industrieunternehmen in
der Arthur-Handtmann-Straße in Biberach. Zwei Lagerhallen brannten aus
bislang ungeklärter Ursache vollständig ab. Die Feuerwehr hatte den Brand
gegen 02.20 Uhr unter Kontrolle. Personen kamen nicht zu Schaden. Über
die Schadenshöhe gibt es noch keine Angaben. Schadstoffmessungen im
Stadtgebiet Biberach ergaben keine Gefahr für die Bewohner, dennoch kam
es zu Geruchsbelästigungen durch Rauch. Der laufende Produktionsbetrieb
im Unternehmen war nicht betroffen.
Ein Brandmelder im Betrieb löste kurz nach 1 Uhr den Brandalarm aus. Ein
Angestellter der Firma alarmierte daraufhin sofort die Rettungsleitstelle
Biberach. Neben der Stützpunktfeuerwehr aus Biberach wurden die Feuerwehren
aus Laupheim, Bad Buchau und Bad Schussenried sowie die Werksfeuerwehren
der Firmen Böhringer-Ingelheim aus Biberach und Diehl Aircabin
aus Laupheim alarmiert. Rund 160 Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK und
Katastrophenschutz waren im Einsatz. OB Fettback und die Firmenleitung wurden
verständigt und waren bei der Einsatzleitung vor Ort. Zwei unmittelbar nebeneinander
befindliche Hallen in der Größe von etwa 30x 50Meter und 20 x 30 Meter brannten
vollständig ab. In den aus einer Stahlund Blechkonstruktion bestehenden Hallen waren
Alu- und Kunststoffgussteile aus der Produktion gelagert. Zum Zeitpunkt des Brandes wurde in den
betroffenen Hallen nicht gearbeitet. Der entstandene Sachschaden ist nach
ersten Feststellungen beträchtlich. Die genaue Schadenshöhe ist der Polizei
noch nicht bekannt.
Gegen 02.20 Uhr hatte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle. Die Löscharbeiten
dauerten bis in die Morgenstunden an. Ein Übergreifen auf benachbarte
Gebäude konnte verhindert werden.
Gegen 05.30 Uhr konnte ein Großteil der Einsatzkräfte entlassen werden.
Aufgrund von immer noch vorhandenen Glutnestern und der Einsturzgefahr
von noch stehenden Hallenteilen musste die Brandstelle weiterhin von der
Feuerwehr Biberach abgesichert werden. Diese Maßnahmen dauern derzeit
noch an.
Während der ganzen Nacht wurden mit einem Messwagen der Feuerwehr
Schadstoffmessungen im Stadtgebiet Biberach durchgeführt. Diese ergaben
keine Hinweise auf giftige Stoffe in der Luft, so dass nach Angaben der
Feuerwehr zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung bestand. Aufgrund
der Rauchentwicklung kam es in manchen Stadtteilen bis in die Morgenstunden
jedoch zu Geruchsbelästigungen. Wegen der nahegelegenen Riß und
der Gefahr einer Gewässerverunreinigung wurde auch das Löschwasser auf
giftige Stoffe untersucht. Solche konnten dabei nicht festgestellt werden.
Aufgrund des Großeinsatzes von Rettungskräften musste die Hans-Liebherr-
Straße zwischen der Einmündung Arthur-Handtmann-Straße und der Memminger
Straße zeitweise gesperrt werden. Der Verkehr wurde örtlich umgeleitet.
Der Bahnverkehr auf der parallel zur Arthur-Handtmann-Straße verlaufenden
Bahnstrecke wurde nicht beeinträchtig.
Polizei und Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen zur Brandursache
aufgenommen. Bislang gibt es noch keine Erkenntnisse zur Brandentstehung.
PRESSEMITTEILUNG
vom 04.08.2010
Folgemeldung zum Brand
Großbrand von zwei Industriehallen
BIBERACH – In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kam es gegen 1 Uhr zu
einem Großbrand bei einem metallverarbeitenden Industrieunternehmen in
der Arthur-Handtmann-Straße in Biberach. Dabei brannten wie berichtet zwei
Lagerhallen vollkommen ab.
Zur Klärung der Brandursache wurde bei der Polizei eine Ermittlungsgruppe
eingerichtet. Diese ist für die Befragung von Zeugen und für Umfeldermittlungen
zuständig. Spezielle Brandermittler haben heute eine erste Besichtigung
des Brandortes vorgenommen. Konkrete Hinweise auf die Brandursache
haben sich dabei bisher noch nicht ergeben. Von der Staatsanwaltschaft
Ravensburg wurde ein Gutachten durch einen Sachverständigen in Auftrag
gegeben. Mit einem Ergebnis der Begutachtung wird allerdings erst in den
nächsten Tagen gerechnet. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei
beläuft sich der durch den Brand verursachte Schaden auf mehrere Millionen.
Euro.
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