geschafft….so schön im grünen…? Politik-Dreck.

Die Inflation frisst die Mittelschicht auf – und die Politik schaut zu

Die aktuelle Inflation wird das Schrumpfen der Mittelschicht weiter beschleunigen. Der Staat schützt sie nicht davor, sondern trägt mit seiner horrenden Abgabenlast noch dazu bei. Von Julian Marius Plutz

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Die Erzählung der alten Bundesrepublik zum Wort Mittelschicht geht etwa so: Früher konnte sich ein jeder Handwerker ein Eigenheim leisten. Die Ehefrau brauchte auch nicht zu arbeiten, es sei denn, sie wollte unbedingt. Ihre Aufgabe galt der Heimarbeit und der Erziehung. Entsprechende Fernsehwerbungen, etwa von Dr. Oetker, manifestierten dieses Bild.

Was Mittelschicht bedeutet, ist am einfachsten am Einkommen festzumachen. So gilt ein Single zur Mittelschicht, wenn er zwischen 1620 und 2040 Euro netto verdient. Bei Paaren ohne Kind beläuft sich der Wert zwischen 2430 und 4560 Euro. Mit jedem Kind erhöht sich der Definitionswert auf bis zu 6380 Euro monatlich…

Und auch wenn es Ausnahmen gibt, so kann man der These einer schrumpfenden Mittelschicht nur zustimmen. Die Baukosten bleiben hoch, während die Löhne zwar steigen, aber von den steigenden Verbraucherpreisen aufgefressen werden.

Der Staat indes trägt sein Übriges dazu bei, indem er nicht bereit ist, von seiner hohen Abgabenlast abzusehen und die Bürger zu entlasten. Das würde der schrumpfenden Mittelschicht sofort helfen. Neben dem ökonomischen kommt auch der soziale Druck hinzu. Menschen fühlen sich abgehängt und von der Politik im Stich gelassen. Dies provoziert entweder sinkende Wahlbeteiligung oder den Erfolg radikaler Parteien.