Fußballfeste verlaufen friedlich und unfallfrei

LANDKREIS BIBERACH –

Aus Sicht der Polizeidirektion Biberach verliefen
die samstäglichen Fußballfeste nach dem Sieg der deutschen Mannschaft
ohne Fouls und fast ohne Meckereien. Einzig in Biberach musste zwei Fans
die rote Karte gezeigt werden. Sie können für sich in Anspruch nehmen, erste
„Teilnehmer“ des seit Juli im Kreis Biberach praktizierten „strukturierten
Platzverweisverfahrens“ zu sein. Die beiden jungen Männer im Alter von 21
und 24 Jahren hielten sich alkoholisiert bei der Jubelfeier auf dem Biberacher
Marktplatz auf und suchten trotz mehrerer polizeilicher Ermahnungen fortgesetzt
Streit.
Die größte Feier mit rund 1500 Fans fand auf dem Biberacher Marktplatz
statt. Große Fangruppen und Autokorsos gab es auch in Laupheim, Riedlingen,
Ochsenhausen und Bad Schussenried. Die Polizei war jeweils präsent
und wirkte insbesondere auf die Teilnehmer von Autokorsos ordnend ein. Bei
etlichen Stichproben erwiesen sich Korsofahrer allenfalls als freudentrunken,
ansonsten aber nüchtern. Zu ernsthaften Zwischenfällen oder Straftaten kam
es nicht. Glück hatte ein betrunkener Fan in Laupheim. Er war zu Fuß
unterwegs und torkelte im Bereich Marktplatz gegen ein gerade haltendes
Auto. Der Mann wurde nicht verletzt und auch das Auto blieb heil.

Polizei und Rettungsdienst kümmern sich um fünf alkoholisierte Jugendliche
Kopfsprung in Donau endet mit schweren Verletzungen
RIEDLINGEN – Ein alkoholisierter 23-jähriger Mann hat sich am Samstag bei
einem Kopfsprung in den Donauseitenkanal schwere Verletzungen zugezogen.
Als er von einem gleichaltrigen Begleiter aus dem Wasser geborgen
wurde, war er ansprechbar, konnte sich aber nicht bewegen. Das Unglück
geschah gegen 20.25 Uhr in der Schlachthausstraße. Der 23-Jährige war
gemeinsam mit Freunden zu Fuß entlang des Kanals unterwegs und sprang
ohne Vorankündigung kopfüber eine Böschung hinunter ins flache Wasser.
Nach der Erstversorgung durch einen Notarzt wurde er mit einem Rettungshubschrauber
in eine Klinik nach Ulm geflogen.
Einige weitere junge Leute waren nach übermäßigem Alkoholkonsum
ebenfalls auf Hilfe angewiesen. Einer kam ins Krankenhaus, einer musste die
Nacht in einer Ausnüchterungszelle verbringen und zwei weitere wurden in
die Obhut von Familienangehörigen gegeben. Bei den Betroffenen handelte
es sich um Jungmänner im Alter zwischen 17 und 27 Jahren. Einer war am
Wochenmarkt in Riedlingen, drei weitere im Raum Neufra „aufgelesen“
worden.

Streithahn greift zu Reizgas
LAUPHEIM – In der Laupheimer Stadtmitte ist es am frühen Samstag zu
einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen jungen Leuten gekommen.
Mehrere Streifen der Polizei sowie zwei Rettungswagen waren vor Ort. Der
Vorfall hat sich gegen 2.25 Uhr ereignet. Auf der Mittelstraße stießen zwei
Gruppen junger Leute aufeinander. Erst gab es verbale, dann körperliche
Attacken. Am Ende griff ein 25-Jähriger zu Tränengas und setzte einen
Kontrahenten sowie einen Schlichter außer Gefecht. Die beiden Geschädigten
im Alter von 24 und 28 Jahren klagten über Atemprobleme und Augenbrennen
und mussten im Krankenhaus ambulant behandelt werden. Die
Polizei ermittelt gegen den 25-Jährigen wegen schwerer Körperverletzung.

Verbale Provokation endet mit Keilerei
BIBERACH – Alkohol und Gruppendynamik führten am Samstag gegen 4 Uhr
in der Wolfentalstraße in Biberach zu einer Keilerei zwischen jungen Leuten.
Ein alleine zu Fuß auf dem Heimweg befindlicher 22-Jähriger wurde von drei
jungen Leuten mit einem russischen Schimpfwort beleidet. Als er eine
Entschuldigung verlangte und keine bekam, hatte auch er ein Schimpfwort
gegen das Trio parat. Daraufhin prügelten die Täter im Alter von 16 und 17
Jahren massiv auf den 22-Jährigen ein. Bei der Anzeigenaufnahme klagte er
über Schmerzen und musste vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht
werden. Die drei Beschuldigten sind bei der Polizei keine unbeschriebenen
Blätter. Sie sehen einer Strafanzeige wegen gefährlicher Körperverletzung
entgegen.

Motorradfahrer trägt schwere Verletzungen davon
ORSENHAUSEN – Ein 36-jähriger Motorradfahrer ist am Samstagabend bei
einem Alleinunfall auf der Landesstraße 259 schwer verletzt worden. Der
Mann war kurz nach 22 Uhr von Großschafhausen in Richtung Orsenhausen
unterwegs. Am Ende einer langgezogenen Linkskurve flog dem 36-Jährigen
nach eigenen Angaben vermutlich ein größeres Insekt gegen den Helm, was
ihn kurz ablenkte. In der Folge verlor er die Kontrolle über die Maschine, kam
von der Fahrbahn ab, entwurzelte einen Jungbaum, überquerte einen
Parkplatz und kam letztlich abseits der Straße zum Liegen. Die Unfallstelle
erstreckte sich auf eine Länge von rund 130 Metern. Der 36-Jährige trug
komplette Schutzkleidung und war nach dem Unfall ansprechbar. Er musste
mit mehreren Knochenbrüchen ins Krankenhaus gebracht werden. Am
Motorrad entstand Totalschaden von 7000 Euro.

Rollerfahrer kommt zu Fall
OBERSULMETINGEN – Noch Fragen gibt es zu einem Unfall am Samstagmorgen
zwischen Obersulmetingen und Laupheim. Ein 40-jähriger Rollerfahrer
war dort gegen 9.30 Uhr auf einer Gemeindestraße in Richtung Laupheim
unterwegs. Als ihm auf Höhe eines stillgelegten Kieswerks in größerer
Entfernung ein Auto entgegen kam, wich er frühzeitig auf das Firmengelände

aus. Dabei stürzte er und kam mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus.

Der Mann führte weder einen Führerschein noch Fahrzeugpapiere mit. Nach

seiner Entlassung aus dem Krankenhaus konnte ihn die Polizei nirgends
erreichen. Die Überprüfungen dauern an.
Schwächanfall führt zu schwerem Fahrradsturz
UMMENDORF – Eine 69-jährige Radfahrerin hat am Samstagabend bei
einem Sturz schwere Kopfverletzungen davongetragen. Die Frau radelte kurz
vor 21 Uhr den abfallenden Wettenberger Weg vom Friedhof in Richtung
Ortsgebiet. Ein hinter ihr fahrender Zeuge sah, wie die Frau plötzlich ins
Schlingern kam und auf die Fahrbahn stürzte. Sie wurde nach der Erstversorgung
in eine Klinik gebracht und dort auf die Intensivstation verlegt. Als
Unfallursache wird ein Schwächanfall vermutet; andere Verkehrsteilnehmer
waren nicht in unmittelbarer Nähe der Radlerin.
Unbekannter zersticht acht Autoreifen

MIETINGEN – Acht zerstochene Autoreifen und zerkratzten Lack hat ein
Unbekannter in Mietingen zurück gelassen. Verübt wurde die Tat am Sonntag
zwischen 2 und 2.30 Uhr im Eichenweg. An einem Citroen und an einem
BMW zerstach der Täter jeweils alle Reifen. Außerdem zerkratzte er an dem
Citroen mehrere Karosserieteile samt Scheinwerfergläsern. Der Gesamtschachschaden
beträgt rund 3500 Euro. Täterhinweise fehlen. Verdächtigte
Wahrnehmungen sowie eventuelle weitere Straftaten dieser Art nimmt das
Polizeirevier Laupheim, Telefon 07392/96300, entgegen.

Autoinsassen versprühen Reizgas
BAUSTETTEN – In Harthöfe, einem Weiler an der Kreisstraße 7516 zwischen
Walpertshofen und Laupheim, ist es am Samstag zu einer dubiosen Körperverletzung
gekommen. Leidtragende waren zwei Personen, die sich gegen
23.25 Uhr in Harthöfe im Freien aufhielten. Aus einem vorbeifahrenden Auto
heraus sprühte ihnen ein Mitfahrer Tränengas ins Gesicht. Neben dieser
Attacke fiel das Auto durch wiederholtes starken Bremsen und Beschleunigen
auf. Gesucht wird nach einem silbergrauen Geländewagen. Zeugen, denen
ein solches Fahrzeug am späten Samstagabend im Bereich Walpertshofen,
Baustetten oder Laupheim aufgefallen ist, werden um Mitteilung an das
Polizeirevier Laupheim, Telefon 07392/96300, gebeten

Promillesünder liefert sich selbst ans Messer
ROT AN DER ROT – Wer allzu sportlich und laut an einem Streifenwagen
vorbeifährt, darf sich über eine Kontrolle nicht wundern. Diese Erfahrung
machte am Samstag gegen 9.30 Uhr ein 23-jähriger Autofahrer in Rot an der
Rot. Beamte aus Ochsenhausen sahen ihn sich ob der „Show“ genauer an
und entdeckten eine Latte an Verstößen. Der 23-Jährige hatte trotz Morgenstunde
schon (oder noch) mehr als 0,50 Promille intus. Und auch am Auto
gab es allerhand zu kritisieren. Auspuff, Fahrwerk und Bereifung entsprachen
nicht dem Serienzustand und waren auch nicht extra genehmigt. Ein Fahrverbot,
Punkt und eine Geldbuße sind die Folgen.

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